SES: Search 3.0
Noch nicht viel los hier auf der ersten Session des zweiten Konferenztages der SES 2009 in Berlin, dabei ist es wirklich interessant, was Bill Hunt über aktuelle und künftige Entwicklungstendenzen des Suchmaschinenmarktings und der Suchmaschinenoptimierung zu berichten hat. Moderiert wird diese Session erneut von Mike Grehan, welcher sich innerhalb des Vortrages sehr im Hintergrund aufhielt.
Laut den Ausführungen von Bill Hunt hat sich die Suche, nicht nur bei Google enorm verbessert. Yahoo, Bing und Google profitieren gleichermaßen von den technischen Entwicklungen des modernen Internets. So verbesserte sich im Rahmen dessen die “Benutzerefahrung”, die Relevanz der Ergebnisse und vor allem die Usabillity von Suchmaschinen drastisch. Aber das wichtigste, welches er in seinem Vortrag ansprach war die generelle Veränderungen der Suchergebnisse in Google, welche bedingt durch das “Socialweb” hervorgerufen werden. Waren früher nur einzelne Links zu Websites in den Suchergebnissen zu finden, sind heute neben der obliatorischen “paid search” auch Videos, Social-Newsportale, social Websites im Allgemeinen, Videos und Bilder zu finden.
Diversifikation der Suche
Bill Hunt sieht diese Diversifikation der Suchergebnisse nicht als Gefahr und Konkurrenz für Unternehmen die sich via SEO und SEM im Web präsentieren möchten, sondern als Chance die “Brand” dominierend in den ersten Suchergebnissen zu platzieren. Mit keinem anderen Instrument könne man eine derart starke Kundenbindung generieren, als mit der neuen Deversifikation der SERPS. Wennbeipsielsweise eine Brand, 9 von 10 Suchergebnissen auf der ersten Ergebnisseite besitzt, Hunt spricht hierbei von einer Art “domination“, so ist es doch eine der effektivsten Instrumente eine Marke online bei den Kunden zu etablieren. Aber wie schafft man es derart die SERPS zu dominieren?
Nunja, Firmen sollten sich die Funktion der Suche und das Zustandekommen der SERPS genau betrachten und das Wissen ausnutzen. Wenn Google aktuell gerne Videos und Bilder in die Ergebnisse einfügt, so sollte doch eine Brand darauf reagieren und auch themenaffine Videos und Pictures produktrelevant versuchen in die vorderen Reihen der SERPS zu pushen. Hierzu sollte man alle Kanäle des Web 2.0 nutzen. Platzierungen der Marke in Foren, in Social Webs, in Videochannels und in den normalen Suchergebnissen (auch Paidsearch) sind für Hunt eine der kostengünstigen Varianten der Werbung. Vergleicht man es mit anderen PR Ausgaben via TV und Eventsponsoring hat er wohl recht.
Differente OM-Kanäle
Auch hat sich die Möglichkeit in der Genese des Webs ergeben, das SEOs und Onlineunternehmer nun via diverser Tools in der Lage sind, Daten auszuwerten, von denen ein Offlineunternehmer nur träumen kann. Mit Analytics und anderen Tools ist es ein leichtes herauszufinden, woher die Besucher kommen, mit welchen Suchanfragen sie auf die Marke aufmerksam werden und mit welchem Surfverhalten, sie Produkte kaufen. Nunja, aber bitte nicht zu laut dieses Tracking loben, sonst kommt wieder der bösen Datenschutz und dann müssen wir wieder anders tracken. Naja, warten wir es mal ab.
Aber auch ein kleines Problem sprach Bill Hunt in seiner Session an. Das OM hat es im Vergleich zum klassischen Marketing noch recht schwer, da viele Firmen noch immer das SEM und das SEO als magisch und unkalkulierbar ansehen. Dies jedoch, so Hunt, völlig zu unrecht. Es gibt genügend Tools und Mechanismen die Effizienz, das ROI und viele weitere Kennziffern zu messen bzw. vorauszuberechnen. Jedoch sollte man solche Zahlen, wie das ROI, nicht überbewerten. Z.B. generieren manche Suchanfragen einen enormen Traffic, führen aber nicht immer zur Conversion. Aber ein Brandingeffekt findet trotzdem statt und im Vergleich zum TV und anderen Marketingkanälen viel zielgruppengerechter.
Fazit
Also als Fazit des Vortrages kann man zusammenfassen, dass sich die Suchergebnisse und die Sucherfahrung im Zeitalter des Web 2.0 sehr verändert hat. Diese Veränderung ist eine Chance für Firmen ihre Marken und Produkte in den Suchergebnissen kosteneffizient und dominierend zu etablieren. Wichtig ist es hierbei, nicht nur einen Kanal des OM zu bedienen, sondern flächendeckend zu arbeiten. Auch soll die Usabillity und generell die benutzerspezifische Erfahrung der Brand bzw. der Website verbessert werden. Eine sehr geniale und einfache Methode sind hierzu die Wertsteigerung einer Website, einer Produktseite mit sog. Kundenbewertungen. User werden tiefer an die Marke gebunden, setzen sich sogar “feedbackgebend” mit dieser auseinander und halten somit fast “kostenlos” die Brans online im Gespräch. Werden dann die anderen Werbekanäle noch durch die Brand bedient bzw. fokussiert, so ergibt sich eine enorme OM-Power. Web 3.0 eben. Was lernen wir? User-generated Content rules. Videosuche wird enorm wichtig und die richtigen Bilder sollte man schon längst in den SERPS haben. Also nicht warten, handeln! SEO hat sich verändert. Mehr als einfach Seiten bauen und pushen.



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