SEO.at Sommerinterview: Sören Eisenschmidt
Nach Frank Fuchs und Marcus Tandler ist Sören Eisenschmidt (Webseite, Twitter, XING) unser dritter Interviewpartner. Er spricht über seine Arbeit bei der Exklusiv-Content GbR, Google AdSense, Werbeblocker und lässt seine Frau Bettina erklären, was einen guten Texter ausmacht.
Sören, die meisten SEOs kennen dich als “eisy”. Woher stammt dieser Nickname und was bedeutet er eigentlich?
Hallo Simon! Nun, so richtig ist der Name wohl wirklich in meiner Zeit beim Bund entstanden. Machte den anderen keinen Spaß immer “Eisenschmidt” zu rufen oder zu sagen. Irgendwann riefen die Leute nach und nach immer häufiger einfach nur “eisy”. Nach dem Bund habe ich den Namen einfach mitgetragen und auch kommuniziert – denn er macht’s leichter. Er ist also nur die Abkürzung meines richtigen Familiennamens.
Kannst du unseren Lesern einen kurzen Einblick in die tägliche Arbeit als Geschäftsführer der Exklusiv-Content GbR geben?
Einer der wichtigsten Punkte in meiner täglichen Arbeit ist die Kommunikation über Twitter, Facebook und Weblogs. Dabei spreche ich nicht nur von den eigenen Profilen in diesen Kanälen, sondern auch von unseren Kunden. Nennen wir es also “Community-Management” was täglich laufen muss. Außerdem bleibe auch ich von der normalen Buchhaltung nicht verschont. Die ist zwar nicht täglich, aber an dem Tag wo sie ansteht meint man, sie sei erst gestern gewesen.
Überhaupt ist die tägliche Arbeit gespickt mit Aufgaben im Social-Media, Affiliate-Marketing und der unabhängigen Beratung von SEO-Agentur-Kunden und solchen, die bei SEO-Agenturen in Zukunft Kunde werden möchten, aber noch keine Entscheidung getroffen haben. SEO selbst ist bei uns aber im Kundenauftrag kein Bereich mehr den wir aktiv bedienen.
Content-Dienstleister sprießen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden. Was unterscheidet deine Arbeitsweise von der Konkurrenz?
Sorry Simon, diese Frage lasse ich Frau Eisy beantworten. Sie ist die Texterin, meistert ihr Werk auf professioneller Ebene und wird mit ihrer Antwort deiner Frage gerecht!
Bettina: Hallo Simon! Schön, dass ich auch etwas zu diesem Interview beitragen darf.
Ich möchte keinen Vergleich zu anderen Content-Dienstleistern anstellen, denn einige hervorragende Kollegen sind unterwegs, die sehr gute Arbeit leisten. Entsprechend ist es schade, dass vermeintliche Texter mit wenig Wissen als Background ihr Unwesen treiben und seltsame (Stil-)Blüten hervorbringen.
Für mich als Texterin und Autorin ist wichtig, nah am Kunden und nah an seinem Angebot zu sein. Das bedeutet ein eingehendes Briefing mit vielen Details anzustreben, wenn es der Auftrag erfordert – und das ist üblicherweise der Fall. Herauszufinden, wo der wahre Vorteil für Kunden zu finden ist, und dieses Verkaufsargument geschickt in Szene zu setzen, sind die Herausforderungen, die erfolgreich angegangen werden.
Was uns natürlich abhebt sind Kurzgeschichten, die verfasst werden – und unterhalten. Texten ist die eine Sache, Autor (Ghostwriter) zu sein eine andere. Auch journalistische Schreibe bekommt man bei uns, die sogar schon den Weg in ein Print-Medium gefunden hat – wenngleich auch unter dem Namen eines Kunden.
Als Webtexter und Autor bist du zudem auf SEO-Kenntnisse angewiesen, die wir nun mal mitbringen und in die Texterstellung einfließen lassen. Schließlich geht es um mehr als um Keyword-Density.
Zusammengefasst: Wir besitzen tiefergreifendes SEO-Wissen, können mehr als nur texten, recherchieren umfassend, arbeiten Kernpunkte nach werberelevanten Aspekten heraus und verfassen entsprechend sehr unterschiedliche Textarten.
Ist Outsourcing auch für dich ein großes Thema? Welche Bereiche hast du an Externe ausgegliedert?
Outsourcing ist bei mir relativ kompliziert zu erläutern. Einige einzelne Aufgaben in größeren Bereichen werden ausgegliedert. Was mit Design zutun hat kommt bei mir immer auf die Tische externer Dienstleister. In diesem Segment haben wir keine internen Möglichkeiten. Ansonsten wie gesagt eher Aufgaben statt Bereiche, die wir ausgliedern. Ein Thema für Stammtische, nicht für Interviews.
Neben elementaren Dingen wie guter Rechtschreibung und Zuverlässigkeit: Was zeichnet einen guten Texter aus?
Wieder eine Frage für Frau Eisy, ich mische mich da nicht ein.
Bettina: Talent, eindeutig. Und Wissbegier! Außerdem musst du Gefühl mitbringen – Gefühl für deinen Auftrag und für deinen Auftraggeber, Gefühl für die jeweiligen Leser (Stichwort: Zielgruppe). Und natürlich Gefühl für Texte und Textgefüge. Dieses Gespür muss ein Texter in Form von Tonalität umsetzen und in einen Text einbinden können. Soft Skills sind für einen Texter unentbehrlich.
Das sind Dinge, die einem Texter nicht beigebracht werden können – er bringt sie (latent) mit. Diese Begabungen werden schließlich durch immerwährendes Schreiben und Studieren von Lehrmaterialien und durch Lesen von Vorbildern geweckt und verbessert. Als guter Texter willst du stets Neues dazulernen, nicht nur zu deiner Arbeit, sondern allgemein. Natürlich ist Texten ein Handwerk, das du als Texter lernst. Verbunden mit Talent wirst du zu einem ausgezeichneten Texter.
In einem anderen Interview mit dir habe ich folgenden Satz gelesen: “AdSense ist für mich ein Lückenfüller, nicht mehr und nicht weniger.” – Wo findest du bessere Alternativen?
Partnerprogramme. Sehr viele Positionen, an denen eine AdSense-Anzeige platziert wurde, könnten durch die individuelle Belegung mit Partnerprogrammen bessere Verdienste abwerfen. Ich weiß aber, dass dies eine Sache der Geduld ist. Wo wir dann bei deiner nächsten Frage wären.
Warum setzen nach wie vor so viele SEOs / Webmaster auf Google AdSense?
Weil es “scheinbar” am einfachsten funktioniert. In der Regel sitzen AdSense-Blöcke in Websites auf globalen Positionen. Soll heißen, sie werden an der definierten Stelle auf jeder Unterseite der Website angezeigt. Die Anzeigen passen sich zwar dem Content an – meistens zumindest – aber sind sie optisch auch gut? Okay, man kann geschickt mit Grafiken aushelfen und die Aufmerksamkeit und dadurch die Klickrate steigern – ob Google das mag oder nicht. Nur ist man dann erneut an einem Punkt, wo Fleiß gefragt ist, denn die Grafiken sollten nicht überall identisch sein. Bis man das alles erledigt hat, könnte man auch Partnerprogramme benutzen.
In vielen, sehr vielen Bereichen verdient man natürlich mit AdSense auch sehr viel Geld. Ich würde nie sagen AdSense sei schlecht. Ich würde aber genau so wenig behaupten, dass man mit AdSense mehr verdient als mit Partnerprogrammen. Von dem Irrglauben bin ich zum Glück abgekommen.
Alles in allem muss ich aber zugeben, mich mit AdSense nicht sehr gut auszukennen. Mit jeder erdenklichen Werbeform kommen manche Leute sehr gut zurecht, die mit anderen Werbeformen weniger Erfolg haben.
Zum Abschluss: Nutzt du persönlich einen Werbeblocker? Wenn ja: warum? Wenn nein: Warum nicht?
Werbeblocker? Ich nutze den in Google Chrome integrierten Blocker für Popups, ja. Könnte Werbung ohne große Probleme mit Kaspersky ausblenden. Mache ich aber nicht, denn schließlich muss ich meine Werbemittel sehen. Ich kann doch nicht als Affiliate Geld verdienen, Leuten Werbung unter die Nase reiben und dann selbst nicht mitbekommen was da eingeblendet wird. Nein, ich blocke Werbung in Form der Banner, Video-Ads sowie Google AdSense nicht aus.
Vielen Dank an Sören Eisenschmidt für das Interview!



Schönes Interview, aber irgendwe auch schade: als es gerade richtig losging, war Schluss. Ich warte auf den 2. Teil … :-)
Ein sehr schöner Einblick in eisys Tagesgeschäft. Ich hoffe mal das Interview wurde vor dem wohlverdienten Urlaub durchgeführt, ansonsten kommt der Junge ja nie zur Ruhe ;)
@Lars: Exakt! Es ist kein Strand-Interview. :)
@Martin: Eisy war etwas im Stress, deshalb “nur” acht Fragen…