Google in Kenia: Fragwürdige Methoden

von Simon am 14. Januar 2012

heise.de berichtete heute von unsauberen Geschäftspraktiken in Zusammenhang mit dem Google-Programm Getting Kenyan Businesses Online (GKBO). Nach Angaben des Betreibers von Mocality, dem größten kenianischen Business-Verzeichnis, hat sich Google gleich massenhaft an der Datenbank des Unternehmens bedient. Zudem sollen sich Google-Mitarbeiter gegenüber potentiellen Kunden des GKBO-Projekts in mehreren Fällen als Mocality-Partner oder gar -Betreiber ausgegeben haben.

Ein Google-Manager hat das Fehlverhalten bereits eingeräumt:

“Es war beschämend zu erfahren, dass ein für ein Google-Projekt arbeitendes Team die Daten von Mocality missbräuchlich verwendet und unsere Beziehung zu Mocality falsch dargestellt hat.”

Nach Angaben von Mocality-Chef Stefan Magdalinski gab es 65.851 eindeutige Requests von Google-IPs auf die Datenbank des Unternehmens. Die Systematik des Vorhabens wird besonders deutlich, wenn man sieht, dass zunächst nur aus dem Google-Netzwerk, später dann zunehmend von indischen Call-Centern auf Mocality-Inhalte zugegriffen wurde.

heise.de: Fragwürdige Methoden bei Google in Kenia
Mocality Blog: Google, what were you thinking?

Stichworte: , , ,

2 Kommentare zu "Google in Kenia: Fragwürdige Methoden"

[...] Nach den Vorfällen in Kenia, bei denen Google Datensätze von Mocality übernommen hat, steht nun neuer Ärger ins Haus: Die Gründer des Kartenprojekts OpenStreetMap (OSM) berichten in ihrem Blog, dass von Google-IPs aus mehrere Sabotage-Akte durchgeführt wurden. So sollen z.B. die Richtung von Einbahnstraßen im OSM umgekehrt worden sein — insgesamt stellten die OSM-Gründer über Hunderttausend Zugriffe von 17 Konten fest. [...]

[...] online: Google-Managerin in Kenia nach Fehlverhalten entlassen SEO.at: Google in Kenia: Fragwürdige Methoden var szu=encodeURIComponent(location.href); var [...]

Kommentar zu "Google in Kenia: Fragwürdige Methoden" schreiben