Bewusst irreführende mobile Weiterleitungen werden mit manueller Maßnahme geahndet

2 Kommentare

Im Webmaster Central Blog haben Vincent Courson und Badr Salmi El Idrissi, aus dem Search Quality Team von Google, einen umfassenden Blogpost zum Thema „Unerwünschte, irreführende mobile Weiterleitungen erkennen und entfernen“ veröffentlicht. Darin erklären sie, dass von Webmastern bewusst eingestellte Weiterleitungsregeln, die Nutzer von Mobilgeräten irreführen, mit einer manuellen Maßnahme geahndet werden, da sie gegen die Richtlinien für Webmaster verstoßen. So sollten Suchende nach dem Klick auf eine URL in den mobilen Google-Suchergebnissen generell immer auf eine Mobilseite, und auch immer auf eine Mobilseite mit den in den Suchergebnissen versprochenen Inhalten, weitergeleitet werden. Sowohl die Weiterleitung auf die Desktop-Seite, als auch die Weiterleitung einer Mobilseite mit anderen Inhalten, als jenen, die in den Suchergebnissen versprochen wurden, stellen einen Verstoß gegen die Webmaster-Richtlinien dar. Weiterleitungen von beispielurl.de/blog/ auf m.beispielurl.de/blog/ sind beispielsweise richtig und wünschenswert.

Das folgende Google-Beispiel soll diesen Sachverhalt vereinfacht darstellen:

Gute_vs_schlechte_Weiterleitungen

In den Mobile-SERPs wird die gleiche URL, wie in den Desktop-SERPs ausgegeben. Nämlich beide Male die Desktop-URL. Da die Inhalte der Desktop-Seite nicht für Mobilgeräte optimiert sind, stellt diese Variante eine negative User Experience dar und könnte abgestraft werden. Quelle: Webmaster Central Blog

Nicht immer verursachen Webmaster absichtlich falsche Weiterleitung. So könnten fehlerhafte Skripte von Werbeprogrammen dazu führen. Auch könnten fehlerhafte Weiterleitungen durch einen Hackerangriff entstehen. Wenn ihr gehackt wurdet, zeigt Google Euch dies in der Search Console mit dem Tool „Sicherheitsprobleme“ an. Ihr solltet also auf jeden Fall einen Zugang zur Search Console konfiguriert haben, um solche Probleme schnell aufdecken zu können.

Wie erkenne ich ob meine Webseite die Nutzer irreführend weiterleitet?

  • Findet Keywords heraus, mit denen Eure Website bei Google rankt. Hierbei hilft unter anderem die SISTRIX Toolbox. Googelt mit Eurem Mobilgerät nach diesen Keywords und navigiert Euch selber zu Eurer Webseite. Sofern ihr eine Desktop-Seite ausgeliefert bekommt, aber dies nicht selber verursacht habt, könnte dies ein Indiz für einen Hackerangriff sein.
  • Stellt Nutzerbefragungen an und hört auf Eure Nutzer, wenn sie Euch von Problemen mit Weiterleitungen aus den Google SERPs berichten.
  • Nutzt Google Analytics, um herauszufinden, ob die durchschnittliche Sitzungsdauer und die Absprungrate bei der mobilen Version Eurer Seite zunehmen, ohne dass ihr größere Veränderungen an der Seite vorgenommen habt. Dies könnte auch ein Indiz für irreführende Weiterleitungen durch einen Hackerangriff sein.
  • Überprüft, ob alle externen Skripte ordnungsgemäß funktionieren und die Nutzer nicht auf die Desktop-Variante Eurer Webseite weiterleiten.

Kommentare

  1. In der Theorie gut. Aber dass das z.B. in der Bildersuche überhaupt nicht funktioniert, hat Ingo schön gezeigt: https://schnurpsel.de/hotlink-spam-seite-schickt-mobile-nutzer-zu-sex-portal-2168/

  2. Es gibt da ja einige „Große“ die gerne mal für ein paar mehr Impressions erstmal auf die Desktop Seite umleiten und den User fragen ob er auf die mobile Seite weitergeleitet werden möchte. Vielleicht wird das damit mal ein bisschen eingedämmt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *