Recap zur SEOkomm Salzburg

von Simon am 2. März 2010

Das “erste gesamtösterreichische SEO-Treffen” fand vor wenigen Tagen in Salzburg statt, organisiert von der levelseven OG. Ein Recap zur ersten SEOkomm gibt es bei Bernd Pfeiffer:

Für jeden österreichischen SEO war dies sicherlich ein äußerst bedeutender Abschnitt in der österreichischen SEO-Geschichte. [...] . In Österreich lebten SEOs bisher eher aneinander vorbei, was ein gemeinsames Auftreten und damit eine Qualitäts-Offensive nicht möglich machte.

Fotos zur SEOkomm im Blog von Oliver Hauser.

Zum Artikel: SEOkomm (26.02.2010 in Salzburg) – Ein Rückblick

{ 1 Kommentar }

Recaps zur SEMSEO & Pubcon 2010

von Simon am 1. März 2010

Nicht nur SEO.at hat über die diesjährige SEMSEO-Konferenz berichtet. Weitere Zusammenfassungen, Meinungen, Fotos und Videos gibt es auch bei:

  • seokratie.de: “Die SemSeo 2010 war – wie zu erwarten wieder ein tolles Ereignis für jeden SEO”
  • seonauten.com: “Die SEMSEO 2010 war inhaltlich eine der besten, die ich besucht habe, auch wenn mir die Selbstvermarktungs-Ansätze nicht gefallen. Für mich bleibt sie aber eine der SEO Veranstaltungen im SEO Jahr.”
  • andreriechert.de: “Ich freu mich auch schon auf die Pubcon 2011! Danke an das ganze Abakus Team!”
  • Noch mehr zur SEMSEO 2010 gibt’s auch bei seo.de und madayo.de.

    { 0 Kommentare }

SEMSEO: Ende der Konferenz – auf ins HBX!

von Rouven am 26. Februar 2010

Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Mit dem Ende der SEMSEO 2010 endet an dieser Stelle auch die Berichterstattung meinerseits. Ich hoffe, ich konnte einen guten Überblick über das Geschehen hier in Hannover geben. Die Konferenz war spitze!

Auf geht’s zur Pubcon ;-)

{ 10 Kommentare }

SEMSEO: SEO-Klinik

von Rouven am 26. Februar 2010

Es folgt die SEO-Klinik, in der bekannte SEO-Größen beliebige Webseiten unter SEO-Aspekten untersuchen. Diese Site Clinic wird moderiert von Marcus Tandler (mutmaßlich besser bekannt als Mediadonis). Jeder Teilnehmer erhält außerdem einen RC-Hubschrauber :-)

Den Anfang macht betriebsausgabe.de, dessen SISTRIX-Daten nun ausgewertet werden. Insgesamt ein positives Bild, aber der Seitenbetreiber ist trotzdem unglücklich. Die Runde sieht aber eher Monetarisierungs- statt Wachstumsmöglichkeiten im Traffic, da die Seite bereits relativ gut rankt.

Beim Linkbuilding sollte aber noch aktiver nachgeholfen werden, da viel Potential zu herrschen scheint.

Next up: landwirt.com. Deutliche Sprünge in der Sichtbarkeitsindex-Kurve. Problem: Rankt gut im Deutschen, aber nicht im Schweizer Index. Die Schweizer Domain (agri24.ch) sollte laut Johannes auf landwirt.com umziehen, um von dieser Domain mit zu profitieren und besser in der Schweiz zu ranken.

Es folgt laxelle.de. Die Seite ist seit rund sechs Monaten online. Das Problem sind falsch gewählte Keywords (“achselpads“, obwohl deren Existenz noch zu gering ist). Marcus schlägt vor, stattdessen auf “achselschweiß” abzuzielen.

Thomas Promny ist kritischer: neuartige und unbekannte Produkte lassen sich über von Marcus beschriebene Umwege und nur über SEO nicht bekannt machen. Die Problematik liege somit auch nicht wirklich bei SEO.

Zum Schluss noch fastbacklinks.de mit unzähligen gespammten Backlinks, die wahrscheinlich für eine Penalty gesorgt haben. Zitat Marcus: “Was willst du schon groß machen? Die Seite ist SO fucked up… – Schluss strich ziehen und weiter.”

{ 6 Kommentare }

SEMSEO: Panel- und Teilnehmerdiskusson

von Rouven am 26. Februar 2010

Die Vortragsreihe ist nun an ihrem Ende angelangt. Es folgt eine Panel- und Teilnehmerdiskussion zu den aktuellen Search-Trends (unter anderem zum Thema der personalisierten Suche und dem “Vince” Brand-Update bei Google).

Frage: Was ist deine Meinung zur persönlichen Suche?

Antwort von Uwe Tippmann: Gut für den Nutzer. Meistens ein Mehrwert. Laut Panel-Daten mittlerweile 6% mit eigenen Suchergebnissen (vor drei Monaten noch 2%).

Antwort von Marcus Tandler: Schließt sich dem an. Es ist alles gut, was das Ganze schwerer für SEOs macht ;-). Findet den Impact allerdings auch nicht so gravierend. “Es wird alles heißer gekocht als es ist.”

Antwort von Prof. Dr. Mario Fischer: Schließt sich dem ebenfalls an. Alles, was für den User bessere Ergebnisse bringt, ist positiv und Googles Ziel.

Antwort von John Mueller: Schließt sich dem wenig überraschend an. Ein bouncender Nutzer hat keinen Wert und verbraucht ohnehin nur Server-Ressourcen, persönliche Rankings sind daher von Vorteil.

Frage: Brand-Update – gut oder schlecht?

Antwort von John: Kennt sich da zu wenig aus :-). Weiß nicht, wie das von den Algorithmen her gemacht wird.

Marcus suggeriert den Einfluss von search refinements in diesem Rahmen. Diskutiert wird das Update am Beispiel staples.com.

Uwe zu Marcus: DLink war für Router kaum zu sehen, netgear hingegen stark gepusht. Warum bei ähnlicher Popularität?

Marcus: Weiß man nicht, aber sicherlich kein manueller Eingriff.

John: Wichtig ist auch das Limit der SERPs (10 Ergebnisse). Man möchte ja nicht nur Brands in den SERPs anzeigen.

Uwe plädiert für eine Brand-One-Box :-)

Mario zeigt die Möglichkeit von PC Hijacking mittels Trojanern und Co. zum Verfälschen von Suchanfragen und Klickraten in den SERPs auf.

Frage: AdWords und Analytics – Meinung?

Antwort von John: Kann zu AdWords nicht sagen.

Antwort von Uwe: Sieht die Probleme im Daten-Sharing. Technisch ist das Zusammenbringen aller Daten möglich, was problematisch ist, wenn man dauernd eingeloggt ist.

{ 0 Kommentare }

SEMSEO: Black Hat SEM

von Rouven am 26. Februar 2010

Tim Ringel von der metapeople GmbH stellt dar, wie die “dunklen Wege” von Google AdWords und Co. aussehen können. Ferner wird darauf eingegangen, wie man sich vor Missbrauch schützen kann.

Black Hat Bidding

Zuerst die klassischen Ansätze: Weekend Bidding, Double Bidding, Triple Bidding.

Weekend Bidding: (Meistens) Affiliates bieten auf Markenbegriffe am Wochenende und hoffen auf Schaltung über das Wochenende bis zur anschließenden editoriellen Ablehnung.
Double Bidding: Mehrere Anzeigen pro Keyword schalten (mit verschiedenen Produkten und Konten)
Triple Bidding: Wie Double Bidding, aber mit drei Anzeigen.

Hijacking und Verdrängung

Was ist Ad Hijacking? Jemand kopiert ein gut performendes Ad zu 100% und bietet mehr als der ursprüngliche Bieter. So kann es passieren, dass eine Affiliate-Kampagne als Mutterkampagne erkannt wird und öfter ausgeliefert wird. Wird gerne oft mit Weekend-Bidding kombiniert.

Site-Links sind der heilige Gral für die CTR-Optimierung einer Kampagne. Am einfachsten ist es, Site-Links auf der Marke zu erhalten. Dazu sind aber rund 10% höhere Klickraten als zum nächsten Mitbewerber nötig, was bei Brands einfach ist, bei generischen Keywords aber nicht.

Das Ziel ist also, die CTR künstlich zu erhöhen.

Eine Möglichkeit: “Asynchrones Peak-Bidding zu low performance-Uhrzeiten” ;-)

Sprich: Genau dann bieten, wenn die Mitbewerber zu manchen Zeiten weniger bieten. Reicht alleine für die 10%-Differenz nicht aus, kann aber helfen.

Alternativ: Nischenkeyword buchen, das kaum einer sucht, und dieses Keyword in die gleiche Ad-Group packen und hoffen.

Oder einfach auf die eigenen Anzeigen klicken. Das kostet zwar Geld, kann sich aber rechnen.

Black Hat Ad-Creation

Eine Möglichkeit: Match-Optionen ausnutzen. Insbesondere der neue Advanced Broad Match (ABM).

Solange ein Keyword nicht explizit gebucht wird, sei es kein Markenverstoß. ABM bietet hier für Marken-Trittbrettfahrer neue Möglichkeiten.

Beispiel: ”A Mobile” buchen, “Mobile” feststellen, “A” rotieren lassen und das ganze Alphabet bis auf “T” negativ einbuchen – man erscheint für “T Mobile” ohne es zu buchen :-)

Spaß mit ASCII Zeichen - Oldschool-Methode: Mit ASCII-Zeichen die CTR erhöhen.

PostView im Search

Ein theoretischer Ansatz mit der AdWords Product PlusBox und Weiterleitungen beim Laden der ausgeklappten Produktbilder. Setzt aber das Herausklappen der Produkte voraus.

{ 1 Kommentar }

SEMSEO: Was ist Latent Semantische Optimierung (LSO)?

von Rouven am 26. Februar 2010

Matthias Schneider (Semager) bringt den Teilnehmern der SEMSEO nun den Begriff der Latent Semantischen Optimierung (latent semantic optimization, LSO) näher.

Wie lassen sich Synonyme berechnen?

1. Folksonomy / Social Tagging

Eine durch Benutzer erzeugte Stichwortsammlung. Sehr genau, da menschlich generiert, allerdings nicht generisch anwendbar und manipulierbar. Beispiele: Mr. Wrong, del.icio.us.

2. Clustern

Wörter in Titeln mathematisch gruppieren. Ist relativ schnell, aber ungenau, da nicht konkret semantisch sondern eben nur geclustert. Beispiel: Clusty.com.

3. HAL (Hyperspace Analogue to Language)

Jedes Wort wird durch die Gesamtheit seiner Nachbarschaften im Kontext repräsentiert, oder einfacher: Wörter mit ähnlicher Bedeutung erscheinen in ähnlichen Sätzen. Hohe semantische Nähe, Ergebnisse nahe LSI.

4. LSI (Latent Semantic Indexing)

Beispiel: In Webseiten, bei denen es um “Golf” geht, wird oft “VW” und “Volkswagen” genannt. Webseiten, in denen zwar “Golf” genannt wird, aber in anderem Zusammenhang (stattdessen mit “Sport” und “Spielen”), sind semantisch fern zu diesen. Erstere wären semantisch nah. Vorteil: sehr hohe semantische Nähe. Nachteile: längere Such- und Analysezeiten und eben nur latent (deswegen auch nicht synonym).

So lässt sich ermitteln, ob ein Thema in einen bestimmten Themenbereich fällt. Auch Abstände zwischen verschiedenen Themen (sowie somit auch Überschneidungen) lassen sich ermitteln.

{ 0 Kommentare }

SEMSEO: Inhouse SEO – Organisation von SEO im Unternehmen

von Rouven am 26. Februar 2010

Jens Fauldrath (Teamleiter SEO bei der Deutschen Telekom) zeigt auf, wie die Organisation und Konzeption von Inhouse SEO-Teams aussehen sollten.

Was ist SEO? Gegenfrage: Was ist SEO nicht? Einfach nur zu ranken!

SEO ist nicht die Optimierung für Suchmaschinen sondern für die Nutzer von Suchmaschinen. Inhalte auf die Bedürfnisse der (Suchmaschinen-)Nutzer zuschneiden.

Herausforderung im Bereich SEO: Zusammenspiel von Technik, Design und Produktmanagement als ganzheitliches SEO-Management der Site.

Zerlegung von SEO in den Strukturen angepassten Teilaufgaben mit Search-Analytics und Website-Analytics als Grundsäulen. Zudem folgende Blöcke:

IT Infrastructure: Domain Management, Weiterleitungsmanagement, Geschwindigkeit, HTML-Optimierung, IT-Flexibilität, Sitemaps

Information Architecture: Keywordidentifikation, Landingpage-Design, Navigationskonzept, Inhaltliche Vernetzung, URL-Aufbau

Content: Gute Inhalte zu interessanten Themen, Keyword-Identifikation

Prozesse müssen auf SEO-Tauglichkeit optimiert werden. Man benötigt zwingend schlanke Prozesse und flexible Systeme, sonst werden die besten Optimierungsvorschläge nie umgesetzt.

Ferner ist eine Integration von SEO in den eigentlichen Entwicklungsprozess notwendig. Im Rahmen einer Produktentwicklung gehört SEO neben der eigentlichen Umsetzung auch zum vorherigen Konzeptionsschritt.

Welchen Ausmaß das Thema SEO im Telekom-Konzern hat, wird angesichts der 20 wöchentlichen Meetings (!) schnell klar ;-)

Q & A

Q: Wie wird der Knowhow-Transfer innerhalb des SEO-Teams durchgeführt?
A: Es wird derzeit ein Intranet  diesbezüglich aufgebaut.

Q: Wie geht ihr mit Bottlenecks und Prioritäten um?
A: Ist-Soll-Vergleiche ziehen. Ziele definieren. Strategien und Taktiken definieren.

{ 0 Kommentare }

SEMSEO: Wie ticken Suchmaschinen?

von Rouven am 26. Februar 2010

Nach einer Vortragsreihe “externer” Referenten sind nun die Suchmaschinen selbst am Zug. John Müller (Webmaster Trend Analyst bei Google) und Andreas Bode (Search Technology Center Bing) möchten den Teilnehmern nun die Vorgehens- und Arbeitsweisen der Suchmaschinen näher bringen.

Google

Den Anfang macht John Mueller zum Thema Crawling und Indexing.

Beschrieben wird Google’s indexing pipeline.

Der Weg von URLs zum Inhalt läuft nach Bekanntwerden der URLs (z.B. über Sitemaps) über den Scheduler, also eine Art Warteschlange. Diese Warteschlange wird Stück für Stück vom Googlebot gecrawled. Anschließend geschieht die eigentliche Indizierung durch den Parser, der sich den Content anguckt, neue URLs neu in den Scheduler einspeist und die eigentlichen Inhalte in den Index einbaut.

Mögliche Probleme beginnen beim Scheduler, der z.B. die Indizierung verlangsamt, wenn der abgefragte Server zu langsam ist. Der Crawler kann in Zeitlimits laufen (zuviel vom Scheduler gekommen), oder aber der Crawler stößt auf Fehlerseiten (z.B. 404). Ein Ausschluss per robots.txt ist natürlich auch eine Möglichkeit, das Crawlen zu verhindern.

Google empfiehlt zur optimalen Crawling-Diagnose über die bekannten Google Webmaster Tools – soweit also nichts neues.

Probleme im Indexing-Schritt (also nach dem Crawlen) können neben erkanntem Spam und “noindex” auch Duplicate Content sein – die Daten gelangen dann nicht in den Index und werden verworfen.

Bing

Das Wort übernimmt jetzt Andreas Bode von Bing.

Zu den Herausforderungen beim Suchen nennt Andreas, dass nur etwa 25% der Suchen erfolgreich verlaufen. Dafür spricht, dass in 42% aller Sessions die Suchbefehle verändert werden (Stichwort search refinements). Ferner sollen 5% der Suchen für 50% der gesamten Suchzeit verantwortlich sein – manche Suchen sind also sehr langwierig.

Bing versucht daher, bessere und präzisere Relevanz zu bieten. Gezeigt werden lokale Suchergebnisse, die man auch von Google kennt. “Es geht nicht immer nur um die zehn blauen Links.”

Auch der Bereich “Direkte Antworten” lässt sich grob als Bings Universal Search-Engagement beschreiben. Beispielsweise Kinozeiten oder Wetterprognosen. Auch die Vielzahl an Gallerien (Videos und Bilder in den verschiedensten Darstellungsmodi) gehört dazu.

Bings Produktsuche stellt eine Integration mit Ciao dar.

Die Index-Qualität teilt Bode in Quantität, Aktualität, Popularität und Qualität ein.

Quantität: Wird der Markt genügend abgedeckt? Begrenzte Größe erfordert Kompromisse und Innovation.

Aktualität: Wie schnell nach der Veröffentlichung sind die Dokumente indiziert? Crawlen – so häufig wie nötig, so wenig wie möglich.

Popularität: Sind die Seiten im Index, nach denen gesucht wird?

Qualität: Spam, Junk, Malware filtern. Privatsphären respektieren. Präzise Klassifikatoren erforderlich.

Suchanfragenanalyse

  • 10-15% der Suchanfragen sind falsch geschrieben
  • Fehlende Buchstaben, Fehlgriffe auf der Tastatur
  • Echte Rechtschreibfehler
  • Morphologische oder linguistische Variationen
  • Abkürzungen, Umfangssprache usw.
  • Synonyme

Ranking

Bing setzt auf neuronale Netze (ein maschinelles Lernverfahren), die mit hunderttausenden von Lernbeispielen trainiert werden – siehe hierzu auch Beitrag zum Vortrag von Prof. Dr. Mario Fischer hinsichtlich Algorithmenanpassungen. Die menschliche Bewertung sei trotz hoher Kosten nicht ersetzbar.

Mögliche Signale sind altbekannt: URL, Anchor, Title, Body, Klicks, Sprache, Markt usw.

Q & A

Q: Gibt es Leute bei Google, die alle Algorithmen kennen?
A: Es müssen viele Teilsysteme optimiert werden, sodass einzelne Leute tendenziell eher an ihren Teilbereichen arbeiten.

Q: Wie wichtig ist das Thema Aktualität bei Bing?
A: Sehr wichtig. Wie hoch die Gewichtung ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Hängt auch von den menschlichen Expertenbewertungen ab, die das neuronale Netz trainieren.

Q: Wie wichtig ist das Alter einer Domain aus Trust-Sicht?
A: Lässt sich nicht pauschalisieren. Es spielen viele andere Faktoren eine Rolle als nur das bloße Domain-Alter. Auch neue Domains können gut ranken.

Q: Welchen Stellenwert haben Mikroformate?
A: Beim Parsen können diese Mikroformate ausgewertet werden, was Google und Bing beide tun. Einerseits eine Hilfe für den Nutzer, andererseits helfen sie den Suchmaschinen auch dabei, zu verstehen, worum sich die Seite dreht.

Q: Wie wichtig werden personalisierte Suchergebnisse?
A (Bing): Im Moment steht der Schutz der Privatsphäre im Vordergrund, aber personalisierte Suchergebnisse können einen hohen Mehrwert bieten.
A (Google): Hängt davon ab, wie es gemacht wird. Jeder Mensch möchte andere Resultate haben.

{ 1 Kommentar }

SEMSEO: Suchreichweite verstehen

von Rouven am 26. Februar 2010

Uwe Tippmann (ABAKUS Internet Marketing) spricht jetzt über Suchreichweite.

Auf dem Markt befinden sich diverse Tools zur Reichweitenanalyse. Anbieter, die derartige Kennzahlen herausgeben, lassen sich nicht gerne in die Karten gucken, wie sich Angaben zur Reichweite zusammensetzen.

Daher in diesem Vortrag ein Überblick über die Ansätze, Suchreichweiten zu ermitteln.

Vorweg: Was ist Suchreichweite?

Die Suchreichweite gibt den Anteil der Personen an, die durch eine Webseite in den Ergebnissen der Suchmaschinen erreicht werden können.

Welche Fragen beantwortet die Suchreichweite?

  • Performance in Suchmaschinen
  • Such- und Markenpopularität in Suchmaschinen
  • Traffic-Potentiale
  • Historischen Verlauf beobachten (eigene und Mitbewerber)

Methode 1 – der theoretische Ansatz

Man nehme eine vordefinierte (limitierte) Keywordliste und fragt diese regelmäßig bei den Suchmaschinen ab. Anhand der gespeicherten Rankings und mit künstlichen Faktoren (z.B. Suchhäufigkeit) wird eine wahrscheinliche Sichtbarkeit ermittelt.

Nachteil: Es gibt nur einen sehr begrenzten Longtail, da die Keyword-Listen endlich sind und nicht unbegrenzt viele Keywords überwacht werden können.

Ferner ist der Keyword-Bestand oft unausgewogen, da die Keywordlisten, die man bekommt, vorselektiert sind (z.B. Zensur von pornographischen Suchbegriffen, obwohl diese rund 20% aller Suchen ausmachen). Ebenfalls enthalten diese Listen Bot-Traffic, sodass die angegebenen Suchvolumina nicht zwingend repräsentativ sind.

Zudem mangelt es oft an aktuelleren Keywords, da die vorgenannten Keywordlisten nur in größeren Intervallen aktualisiert werden.

Methode 2 – der praktische Ansatz

Man nehme ein ausreichend großes User Panel mit ausgewogenem Suchverhalten und wertet das individuell angepasste Ranking der Ergebnisse anaonym und normalisiert aus.

Diese praktischen Ansätze sind aber nur möglich, wenn man “über” den Suchmaschinen steht – beispielsweise wie comscore, Nielsen, alexa etc., welche ISP-Daten verarbeiten.

Vorteil des praktischen Ansatzes: Es werden natürliche Longtail-Keywords erfasst. Auch fließen natürliche Such- und Absprungsverhaltensmuster in die Daten ein (keine Bot-Hits).

Weiterer großer Vorteil: Sämtliche individuelle Anpassungen (Personalisierungen) fließen mit in die Ergebnisse ein. Auch lokalisierte Anpassungen fließen hier mit ein, was bei statischen Abfragen der ersten Methode nicht erfasst werden kann.

Das heute vorgestellte “SEO Diver“-Tool der ABAKUS Internet Marketing GmbH verwendet ausschließlich Panel-Daten von echten Usern, die anonym ausgewertet werden. Man versucht sich also an der praktischen Methode.

Es folgt eine Demonstration anhand der Domain “koeln.de”. Man sieht Peaks in der dargestellten Suchreichweite zur Karnevalszeit – die Korrelation zwischen Suchreichweite und Traffic-Spitzen aufgrund der “echten” User-Daten wird gut deutlich. Auch, wenn sich die Rankings nicht verändern, steigt die Suchreichweite (nach Definition von SEO Diver) an, wenn der Traffic steigt. So ist ein sehr aktueller und “tatsächlicher” Bezug vorhanden. Panel-Daten eben.

Es werden Daten von über 18 Millionen Domains und über 200 Millionen Keywords weltweit erfasst, davon rund 39 Millionen Keywords alleine aus Deutschland.

Später wird es auch Tools zur Backlink-Analyse und -Recherche geben. Start ist in 10 Wochen ab 99 Euro pro Monat.

Mittagspause :-)

{ 1 Kommentar }