EU-Parlament stimmt für die Aufspaltung von Suchmaschinen und anderen Diensten

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In der heutigen Abstimmung über die Aufspaltung von Suchmaschinen und anderen kommerziellen Diensten innerhalb eines Unternehmens hat das EU-Parlament ein Ergebnis gefällt: Die Suchmaschinen sollten von den anderen Diensten getrennt werden. Das verkündete heute der spanische Abgeordnete Ramon Tremosa über Twitter. Das Ergebnis zielt direkt auf den Anbieter mit dem höchsten Marktanteil in der EU ab: und zwar auf Google. Mit der heutigen Resolution wird der Druck auf die EU-Kommission weiter erhöht – sie muss nun über das weitere Vorgehen entscheiden:

Die EU-Kommission muss sich zwar nicht an das Votum halten, sieht sich damit jedoch stärkerem politischen Druck ausgesetzt, entschiedener gegen Google vorzugehen. Quelle: Spiegel.de

Die Verkündung von Ramon Tremosa im Original-Tweet: Ramon Tremosa verkündet Resolutions_ErgebnisUpdate von 15:20 Uhr:
Die Zeit.de schreibt zur heutigen Abstimmung im EU-Parlament folgendes:

Die Kommission und die EU-Staaten müssten verhindern, dass Suchmaschinen ihre „dominierenden Stellung“ auf dem Markt missbrauchten, verlangte das Parlament in seiner Entschließung […] . Google wird darin namentlich nicht erwähnt, ist aufgrund seiner Marktmacht aber gemeint. 

Update vom 28.11.:
Im ARD-Nachtmagazin hat sich der Blogger Sascha Lobo zur aktuellen Entwicklung beim Thema „Google Zerschlagung/Aufspaltung/Entflechtung“ geäußert: „Es wird im totalen Debakel enden“


Kommentare

  1. Eine kluge Entscheidung. Mal sehen, wie Google langfristig darauf reagieren wird.

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  1. EU-Parlament stimmt für die Aufspaltung von Suchmaschinen und anderen Diensten

    In der Abstimmung über die Aufspaltung von Suchmaschinen und anderen kommerziellen Diensten innerhalb eines Unternehmens hat das EU-Parlament ein Ergebnis gefällt: Die Suchmaschinen sollten von den anderen Diensten getrennt werden. Das verkündete heute…

  2. […] Der Suchmaschinengigant Google war in der Vergangenheit schon häufig im Visier der EU. Ende 2010 wurde eine Untersuchung wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen eröffnet. Google reagierte darauf und versicherte in Zukunft konkurrierenden Diensten mehr Platz in den Suchergebnissen einzuräumen und legte ein Angebot vor wir berichteten. Der amtierende Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia wollte daraufhin das Verfahren einstellen. Nach einigen weiteren Querelen, unter anderem auch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, kochte ein anderes Thema auf – die Dienste von Suchmaschinen, also auch von Google, sollten “zerschlagen” werden, wofür sich das EU-Parlament dann auch aussprach. […]

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