Google: In Zukunft vielleicht manuelle Maßnahmen gegen Fake App Interstitials

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Seit November straft Google mobile Webseiten ab, die ihre Apps mit ganzflächigen App-Interstitials bewerben – in der Konsequenz werden sie nicht mehr mit dem “mobile-friendly”-Label angezeigt. Im Januar berichteten wir, dass Yelp beim Aufruf der Seite mit einem Mobilgerät ein Fake App Interstitial anzeigt. Auf den ersten Blick ist das ganzseitige Interstitial nicht als Fake zu entlarven, man kann jedoch mühelos auf die Yelp-Seite zugreifen, indem man einfach runterscrollt:

verstecke_webseiteninhalte_yelp

Hier könnte man Yelp unterstellen, dass sie die Google-Policy absichtlich umgehen wollen, aber trotzdem möglichst viele Mobil-Nutzer zur Nutzung der App zu bewegen versuchen. Wenn Google die Interstitials algorithmisch erfasst, dann könnte die Maschine hier an ihre Grenzen stoßen.

Im aktuellen Webmaster Central Hangout stellte ein Webmaster die Frage, wie Google mit genau diesem Problem umgehen wird. Er habe beim Surfen festgestellt, dass Yelp mit Fake-Interstitials arbeitet und wolle wissen, ob und wie Google dagegen vorgehen würde. Webmaster Trends Analyst John Mueller erklärte, dass diese Vorgehensweise den Nutzer verunsichern würde, da er denkt ein App-Interstitial vor sich zu haben. Yelp würde damit versuchen die Google-Policy zu umgehen. Die Konsequenz formuliert er – wie immer – vorsichtig:

So those are the type of things where we are considering maybe taking manual action and saying well we need to flag this as an interstitial even if it isn’t flag from our algorithms. I think that the teams are definitely aware of these kinds of situations and they’re trying to figure out how best to respond to that.
Zitat aus TheSEMPost

Bis Google wirklich manuelle Maßnahme gegen solche Vorgehensweisen ergreift wird es wahrscheinlich noch etwas dauern. Allerdings scheint dies die zukünftige Marschrichtung zu sein.

Die Aussage im Wortlaut findet ihr auch im eingebetteten Video:


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