Google plant die Websiteinhalte hinter Interstitials abzuwerten

9 Kommentare

Auf der SMX Advanced hat Maile Ohye, die Developer Programs Tech Lead bei Google, bekanntgegeben, dass sich Google den Websites annimmt, die mit Interstitials arbeiten:

Interstitials are bad for users, so be aware this is something we are thinking about

Laut Jennifer Slegg von TheSEMPost will Google wohl den durch die Einblendungen versteckten Content abwerten.

Interstitial_Forbes

Beim Internetauftritt des englischen Wirtschaftsmagazin Forbes, muss der Besucher aktiv auf “Continue to Site” klicken, um einen Artikel ansehen zu können. Quelle: Forbes.com

Focus_Online_Artikel_Interstitial

Mit dem Interstitial nötigt Focus seine Leser praktisch Fan bei Facebook zu werden – man kann den Artikel natürlich auch lesen ohne Fan zu werden. Klicken muss man aber in jedem Fall. Quelle: Focus.de

Nachdem Google diesen Werbeeinblendungen schon im mobilen Bereich den Kampf angesagt hatte – Gary Illyes erwähnte auf der SMX Advanced, dass sie Interstitials im mobilen Bereich als negativen Ranking Faktor aufnehmen könnten – will die Suchmaschine nun wohl auch gegen Interstitials bei Websites vorgehen, die mit dem Laptop oder Desktop-PC aufgerufen werden.

Nun müssen sich Websitebetreiber, die mit diesen Overlay-Werbeeinblendungen arbeiten, überlegen ob sie damit so viel Umsatz machen, dass sie einen eventuelle Traffic-Einbruch durch Search kompensieren können.


Kommentare

  1. Endlich!

  2. Ob damit auch die Newsletter Pop Up Fenster von E-Commerce Seiten betroffen sind?

    • Cecile meint:

      Knuts Frage würde mich auch interessieren, ob tatsächlich auch Newsletter Popup Fenster betroffen sein werden. Was meint ihr?

    • Julian Hoffmann meint:

      Hallo Knut,
      vielen Dank für Deine Frage. Google spricht nur von Interstitials, die wir ja als klassische Vorschaltseiten kennen. Allerdings ist das Beispiel von Focus ONLINE (“Werde Facebook-Fan und lese den Artikel bis zum Ende”) ja auch vergleichbar mit einem Newsletter Pop Up – beides zielt ja darauf ab, dass der Leser auf einen weiteren Kanal der Website aufmerksam wird und sich bestenfalls dort anmeldet und sich so mit dem Unternehmen verlinkt. Es könnte sein, dass Inhalte hinter Pop Ups auch betroffen sein werden, sofern man die Auswirkungen aber nur auf die Aussage von Google begrenzt, werden vorerst nur Inhalte hinter Vorschaltseiten (also wie bei Forbes.com) abgewertet.
      Falls es noch weitere Informationen von Google dazu gibt, berichten wir natürlich darüber!
      VG Julian

  3. Dennis meint:

    Ja, endlich kommt das! Fühlte mich schon in die Zeit versetzt, in der man ständig genötigt wurde Pop-Ups weg zu klicken. Für WordPress gibt es Plugins, die so einen Mist ermöglichen. Ganze Blogs werden mit so störenden Elementen verdeckt. Dass dies abgestraft wird ist nur gut und richtig so!

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