Google blockt mit SoakSoak Malware infizierte WordPress-Seiten

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Laut einer Ankündigung der Sicherheitsfirma Sucuri hat Google bisher über 11.000 Domains der 100.000 WordPress-Seiten, die mit der SoakSoak Malware infiziert worden sind, geblockt. Die Malware, die Besucher der infizierten WordPress-Seiten auf die Website SoakSoak.ru umleiten will, ist nach ihrer Zielseite benannt.

SoakSoak-RU-Blacklisted

Infizierte Domains werden von Google geblockt. Besucher sehen dann dieses Fenster.

Zum Hintergrund:
Zu Beginn dieser Woche wurde bekannt, dass einige WordPress-Installationen durch das Slideshow-Plugin “Slider Revolution” mit einer Malware namens SoakSoak infiziert werden können.
Laut t3n äußert sich ein Befall mit der Schadsoftware folgendermaßen:

Ein Zeichen für eine Infektion ist meist ein unnatürliches Verhalten der Website. So kommt es zu ungeplanten Weiterleitungen auf die Website soaksoak.ru. Von SoakSoak geht noch eine weitere, meist unbemerkte Gefahr aus. Die Malware lädt weitere Schad-Programme herunter ohne dass der Nutzer dies bemerkt.

Mithilfe eines Scanners von Sucuri kann eine Infektion zweifelsfrei ausgemacht werden: Free Website Malware and Security Scanner

Google Trends 2014: WM 2014 ist häufigster Suchbegriff des Jahres

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Heute hat Google – passend zu den zahlreichen Jahresrückblicken in den Medien – seinen ganz eigenen Jahresrückblick veröffentlicht. Dieser Rückblick basiert auf den Suchtrends von 2014 und zeigt die Emotionen, Menschen und Ereignisse des Jahres auf. Doch Bilder sagen mehr als tausend Worte – et voilà:

Die Weltmeisterschaft in Brasilien wurde 2014 am häufigsten gegoogelt und brachte die meisten Schlagzeilen hervor. Ebenso waren der Tod des Schauspielers Robin Williams und der Ski-Unfall von Michael Schuhmacher das Ziel vieler Google-Suchen.

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Chromium-Browser soll zukünftig vor unsicheren HTTP-Verbindungen warnen

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Das Google Chromium-Team hat am Wochenende den Vorschlag an die Entwickler-Community gerichtet, der beinhaltete, dass die Open Source-Variante des Chrome-Browsers im kommenden Jahr nicht verschlüsselte Verbindungen, also Verbindungen nach dem HTTP-Protokoll, als “nicht sicher” kennzeichnen sollte. Auch fehlerhafte oder defekte HTTPS-Verbindungen würden als unsicher angezeigt. Die bisher gängige Anzeige mit einem kleinen grünen Schloss oder der Einblendung eines Zertifikates könne leicht übersehen werden. Mit der klaren Kennzeichnung bestände diese Gefahr nicht mehr.

The goal of this proposal is to more clearly display to users that HTTP provides no data security.

Der Post im Chromium-Blog: Marking HTTP As Non-Secure
Heise.de dazu: Chromium-Team will HTTP als unsicher markieren
Google Watch Blog dazu: Chromium: HTTP-Verbindungen sollen in Zukunft als unsicher eingestuft werden

Google schließt Entwicklungsabteilung in Russland

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In einer Kurzmeldung von Spiegel Online ließ das Nachrichtenmagazin verlauten, dass Google seine IT-Abteilung in Russland aufgrund verschärfter Datenschutzgesetze in Russland schließen wird. Dabei beruft sich Spiegel Online auf eine Meldung des Wall Street Journals.

Die schärfen Datenschutzgesetze sehen wohl vor, dass Nutzerdaten und persönliche Informationen über russische Bürger nur auf Servern innerhalb Russlands gespeichert werden dürfen – diese Gesetzesänderung bewegt Google scheinbar zur Schließung seiner IT-Abteilung.

Doch wie relevant ist Google in Russland? Hat die russische Suchmaschine Yandex dort nicht den Status als Platzhirsch? Laut Lunapark.de lag der Anteil von Yandex am Suchmaschinenmarkt bei 60 % – Google erreicht nur knapp 30%. Was meint ihr? Wie wird sich die Schließung der Google-IT-Abteilung auswirken?

Google hat sich bisher noch keine offizielle Stellungnahme zu dem Thema veröffentlicht.

Könnte ein neues Google-Patent den PageRank ersetzen?

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Bill Slawski hat auf dem SEO by the SEA-Blog einen Artikel über ein neues Google-Patent verfasst, welches im September dieses Jahres bewilligt wurde und auf dessen Grundlage, laut Slawski, ein neuer PageRank entstehen könnte. “Neuer PageRank”, weil Google – insbesondere John Mueller – in den letzten Wochen immer öfter kommuniziert hat, dass der öffentliche PageRank nicht mehr aktualisiert wird.

Laut Slawski sind einige Inhalte des Google-Patents dem PageRank sehr ähnlich – ein Indiz für “PageRank 2.0″?

Für die Bewertung von Websites in dem Patent spielen neben OnPage-Faktoren auf den verschiedenen Websites auch OffPage-Faktoren zwischen den untereinander verlinkten Websites eine Rolle. Nach einer Suchanfrage greifen mehrere Schritte ineinander:

on-site-off-site-google

 

Das Verlaufsdiagramm zeigt welcher Prozess hinter dem Patent steht. Nach einer Suchanfrage werden dazu passende Web-Objekte, wie Bilder, Texte, Videos etc. global gerankt – dabei zählt die Relevanz der Objekte zur Suchanfrage. Auf den Websites, die diese Objekte enthalten wird ein Score der Unterseiten erstellt – so ermittelt der Algorithmus die zur Suchanfrage passende Unterseite. Wenn der globale Ranking-Score der Website zum Ranking-Score der Unterseite innerhalb der Website passt, dann wird die Website ausgespielt. Wenn nicht, wird der globale Ranking-Score angepasst.

Doch wie wird daraus ein “PageRank 2.0″? Die detaillierte Analyse des Patents findet ihr auf SEO by the SEA: A Replacement For PageRank?

Google News in Spanien wird eingestellt

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Gestern gab Google auf dem Google Europe Blog bekannt, dass Google News in Spanien ab dem 16. Dezember eingestellt wird. Dieser Entscheidung von Google liegt ein spanisches Gesetz zugrunde, nach dem News-Aggregatoren Gebühren dafür bezahlen müssen, wenn sie Snippets von Zeitungsartikeln anzeigen – sozusagen das Leistungsschutzrecht in Spanien.

Google Europe Blog Logo

Da Google News vollkommen werbefrei sind und das Unternehmen dadurch mit seinem News-Angebot keinen Umsatz macht, rechnet sich Google News mit Inkrafttreten des spanischen Gesetzes im Januar nicht länger. Wie Google-Manager Richard Gingras sagt, sei das Unternehmen wirklich traurig über diese Entwicklung.

Viele Verlage und Zeitungen haben in der Vergangenheit eigenständig entschieden in den Google News gelistet zu werden:

Publishers can choose whether or not they want their articles to appear in Google News — and the vast majority choose to be included for very good reason.

Und das aus gutem Grund:

Google News creates real value for these publications by driving people to their websites, which in turn helps generate advertising revenues.

Daher ist es umso unverständlicher, warum dieses Gesetz verabschiedet wurde – in Deutschland wird weiter über das Leistungsschutzrecht gestritten, nachdem ein erster Vorstoß von Axel Springer und Co. misslang und Google von der Verwertungsgesellschaft Media eine “widerrufliche Gratiseinwilligung” bekam.

Webmaster Tools zeigen erweiterte Reports über App-Performance und -fehler an

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Wie SEO Südwest heute morgen berichtete, erweitert Google seine Reports und Fehleranzeigen zu Apps in den Webmaster Tools. Dabei bezieht sich Christian Kunz auf einen gestern veröffentlichten Artikel aus dem Google Webmaster Central Blog, in dem Google Tipps gibt, wie “App-Master” die Performance ihrer App und die Interaktion der App-Nutzer optimal untersuchen und nachhalten können. Dabei ist es, laut Google, besonders wichtig, dass die App-Entwickler direkten Zugang zu den Webmaster Tools haben – sie kennen das Produkt und können schnell Anpassungen vornehmen und Änderungen implementieren. Mit neuen Reports in den Webmaster Tools unterstützt Google die Entwickler, indem sie einerseits Crawling-Fehler direkt aufzeigen (“[...] we now show you the specific resources we can’t access that are critical for rendering your app page”) und andererseits drei neue Fehlermeldungen bereithalten:

  • APK not found: we can’t find the package corresponding to the app.
  • No first-click free: the link to your app does not lead directly to the content, but requires login to access.
  • Back button violation: after following the link to your app, the back button did not return to search results.

Neben diesen Informationen informiert Google in den Webmaster Tools nun auch, wieviele Impressionen und Klicks die Apps pro Woche verzeichnen – per Nachricht im Benachrichtungscenter – und gibt Informationen über die Herkunft der App Besucher.

Googles geheime Macht von der ARD aufgedeckt

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Gestern Abend zeigte die ARD in ihrer Reihe “Die Story im Ersten” eine Reportage über die “geheime Macht von Google” – wer sie nicht schauen konnte, kann das 45-minütige Video in der ARD-Mediathek finden.

Die Inhalte des ARD-Films bietet Kai Spriesterbach in einer lesenswerten Nachlese auf seinem SEARCH ONE-Blog an – dabei ordnet er die Aussagen der Reportage auch in einen weitreichenden Google-Gesamtkontext ein. Es möge dazu gesagt sein, dass der Artikel seine subjektive Meinung widerspiegelt.

EU-Parlament stimmt für die Aufspaltung von Suchmaschinen und anderen Diensten

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In der heutigen Abstimmung über die Aufspaltung von Suchmaschinen und anderen kommerziellen Diensten innerhalb eines Unternehmens hat das EU-Parlament ein Ergebnis gefällt: Die Suchmaschinen sollten von den anderen Diensten getrennt werden. Das verkündete heute der spanische Abgeordnete Ramon Tremosa über Twitter. Das Ergebnis zielt direkt auf den Anbieter mit dem höchsten Marktanteil in der EU ab: und zwar auf Google. Mit der heutigen Resolution wird der Druck auf die EU-Kommission weiter erhöht – sie muss nun über das weitere Vorgehen entscheiden:

Die EU-Kommission muss sich zwar nicht an das Votum halten, sieht sich damit jedoch stärkerem politischen Druck ausgesetzt, entschiedener gegen Google vorzugehen. Quelle: Spiegel.de

Die Verkündung von Ramon Tremosa im Original-Tweet: Ramon Tremosa verkündet Resolutions_Ergebnis Update von 15:20 Uhr:
Die Zeit.de schreibt zur heutigen Abstimmung im EU-Parlament folgendes:

Die Kommission und die EU-Staaten müssten verhindern, dass Suchmaschinen ihre “dominierenden Stellung” auf dem Markt missbrauchten, verlangte das Parlament in seiner Entschließung [...]. Google wird darin namentlich nicht erwähnt, ist aufgrund seiner Marktmacht aber gemeint. 

Update vom 28.11.:
Im ARD-Nachtmagazin hat sich der Blogger Sascha Lobo zur aktuellen Entwicklung beim Thema “Google Zerschlagung/Aufspaltung/Entflechtung” geäußert: “Es wird im totalen Debakel enden”

Google könnte nach Firefox auch Apple als Partner verlieren

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Wie heute bekannt wurde, erwägt Apple die Standard-Suchmaschine in iOS und OSX zu verändern. Google soll als voreingestellte Suchmaschine von Yahoo! oder Bing ersetzt werden, berichtete der GoogleWatchBlog:

[...] nach Mozilla überlegt nun auch Apple den Wechsel des Suchmaschinen-Anbieters im Safari-Browser. Microsoft und Yahoo! dürften sich im nächsten Jahr eine wahre Bieterschlacht um diese Position liefern.

Google-Suche in Apples Safari, Symbolfoto

Google-Suche in Apples Safari, Symbolfoto

“Nach Mozilla” heißt es, denn vergangene Woche wurde bekannt, dass der Firefox-Browser in den USA ab Dezember nicht mehr mit Google, sondern mit Yahoo! als voreingestellte Suchmaschine ausgestattet wird. Mozilla habe einen Fünf-Jahresvertrag mit Yahoo! abgeschlossen heiß es im Artikel auf t3n dazu. In Deutschland würde vorerst keine Änderung vorgenommen.

Der Vertrag zwischen Google und Apple wird 2015 auslaufen. Ob Apple dann verlängern wird oder auf Yahoo! oder Bing wechselt, steht noch nicht fest. Erste Gespräche seien bereits geführt worden, berichtet das US-Portal The Information nach t3n-Informationen.