Google: Über 4000 Patentanmeldungen in den letzten 15 Jahren

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Das Analyse-Portal Quantitative IP hat grafisch dargestellt, wieviele Patentanmeldungen Google in den letzten 15 Jahren gemacht hat. Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie alles mit einer Handvoll Patentanmeldungen in den Google Headquarters in Mountain View beginnt und sich dann von Amerika bis nach Europa hin ausbreitet.

We see a slow start in the beginning with only a few patent applications each month amongst a handful of inventors near Google’s headquarters. But then in Mid-2007 everything starts to change. Patents start to come out of Seattle and LA with the total application volume increasing. By the end of the year Google had applied for over 200 patents.

The first US patent from an international office is seen at the end of 2008 from Zurich, followed shortly by offices in Boston, New York, and Moscow by the end of 2009. After this point Google’s effort to patent technology explodes.

Aus: The Growth of Google

Das Abflachen der Kurve nach 2014 bedeutet nicht, dass Google nun weniger Patente anmeldet, sondern hier spielt einfach eine auftretende Zeitverzögerung eine Rolle: Patentanmeldungen benötigen laut Quantitative IP eine Vorlaufzeit von rund 18 Monaten, bis sie öffentlich bekannt werden – da die Grafiken aber Ende 2014 entstanden sind, können die Anmeldungen aus 2014 nicht gänzlich wiedergespiegelt werden. In den 15 Jahren hat Google insgesamt über 4000 Patente angemeldet – eine beeindruckende Zahl.

Weitere interessante Analysen zu Erfindern und Patenten findet ihr in der Übersicht von Quantitative IP.

Mobile SERPs bei Android: Google schlägt nicht-installierte Apps vor

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Gestern gab Google im Google Webmaster Central Blog bekannt, dass nun auch zur Suchanfrage passende, nicht auf dem Smartphone des Suchenden installierte, Apps vorgeschlagen werden – diese werden in die normalen Suchergebnisse eingebunden, wie auf dem folgenden Screenshot erkennbar:

More content in apps_Mobile SERPs mit nicht-installierten App-Vorschlägen

Dazu muss der Entwickler seine App für die App-Indexierung angemeldet haben. Seit Ende 2013 werden Android-Apps indexiert, bisher wurden den Google-Nutzern allerdings nur zu ihrer Suchanfrage passende Apps angezeigt, die auf ihrem Gerät installiert waren.

Weitere Informationen gibt es im Google Developers Bereich.

Mobile SERPs: Breadcrumbs weltweit & Realnamen für Websites vorerst US-only

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Wie Google im Webmaster Central Blog bekanntgab, wird es ab sofort ein Update bei der Anzeige der URLs in den mobilen Suchergebnissen geben. So wird die URL-Struktur von Websites nun in Form von Breadcrumbs dargestellt und der Name der Website den weiteren Breadcrumbs als Realname, anstelle der Domain, vorangestellt. Ersteres betrifft die Suchergebnisse weltweit, die Realnamen werden vorerst allerdings nur in den USA in dieser Form dargestellt. Beide Änderungen sollen die Usability für Google-Nutzer verbessern:

Well-structured URLs offer users a quick hint about the page topic and how the page fits within the website.

domain_replacement_before

So sehen die Mobil-SERPs noch aus. Bei einigen Suchanfragen werden diese schon jetzt mit Breadcrumbs dargestellt.

domain_replacement_after

So werden die SERPs mit Breadcrumbs und Realnamen (US-only) aussehen.

Damit die Änderungen auch für Eure Websites wirksam werden, müssen diese strukturiert werden – unser Leser Frank Hübner gab uns die folgende Info dazu:

Important: Breadcrumb markup with schema.org is not yet supported.

[…] diese Auszeichnung [muss] über vocabulary.org vorgenommen werden.

Informationen zu der Kennzeichnung von Breadcrumbs gibt es hier. Der Vollständigkeit halber – denn diese Änderung betrifft ja bisher nur die US-SERPs – findet ihr hier Informationen zu der Einbindung von Realnamen.

EU-Kommission wirft Google Behinderung des Wettbewerbs vor

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Der Suchmaschinengigant Google war in der Vergangenheit schon häufig im Visier der EU. Ende 2010 wurde eine Untersuchung wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen eröffnet. Google reagierte darauf und versicherte in Zukunft konkurrierenden Diensten mehr Platz in den Suchergebnissen einzuräumen und legte ein Angebot vor wir berichteten. Der amtierende Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia wollte daraufhin das Verfahren einstellen. Nach einigen weiteren Querelen, unter anderem auch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, kochte ein anderes Thema auf – die Dienste von Suchmaschinen, also auch von Google, sollten “zerschlagen” werden, wofür sich das EU-Parlament dann auch aussprach.

Nun meldete sich heute die neue EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager, die Google die Behinderung seiner Wettbewerber vorwurf und ein formelles Verfahren gegen das Unternehmen ankündigte. Dabei geht es speziell um Google Shopping, da Google in den SERPs bevorzugt die eigenen Shopping-Suchergebnisse anzeigt, wie im folgenden Screenshot erkennbar:

Google Shopping_bevorzugte Anzeige von eigenen Suchergebnissen

Laut Spiegel Online sagte die Wettbewerbskommissarin, dass die EU-Kommission wolle, dass die Verbraucher bei einer Suchanfrage die besten Suchergebnisse präsentiert bekommen – das trifft sich, denn genau das möchte Google ja auch und kommuniziert es in einem sehr ähnlichen Wortlaut.

Das Google-Management indes hat sich in einem internen Dokument an seine Mitarbeiter gewandt und auf das kommende formelle Verfahren aufmerksam gemacht. Auch hat es einige Punkte aufgeführt die gegen eine Sanktion oder Strafe seitens der EU-Kommission sprechen – denn die Google Nutzer könnten selber entscheiden, welche Ergebnisse sie nutzen: Googles oder die eines Wettbewerbers. Auch hätten sie die Möglichkeit Informationen direkt über die Kanäle in den sozialen Netzwerken zu bekommen. Google Shopping sei da nur ein Teil von Googles Strategie seinen Nutzern einen immer besseren Service zu bieten und reihe sich nahtlos in die weiteren Google Dienste ein, wie beispielsweise Google Flights, die One Box mit Wetterinformationen oder die lokalen Suchergebnissen mit den Öffnungszeiten von Geschäften in der Nähe.

Unabhängig von Google Shopping hat die EU-Kommission auch eine Untersuchung zu Google Betriebssystem für Mobilgeräte, Android, eingeleitet. Hier sind die Gründe die gleichen – Googles Antwort im internen Dokument auch. Denn auch wenn das Betriebssystem oftmals mit vorinstallierten Google Apps ausgeliefert würde, könne der Nutzer immer selber entscheiden, ob er sie nutzt oder ein passendes Äquivalent von einem Wettbewerber, heißt es im internen Google-Dokument:

Consumers decide which apps they use and download on Android devices. Apps that compete directly with Google such as Facebook, Amazon, Microsoft Office, and Expedia are easily available to Android users; and

Many of these apps come pre-loaded onto Android devices. Google apps, like Search, Maps, Gmail, and Google Play, are also available out of the box on many handsets. The recent Samsung S6 is a great example of this — there are pre-installed Facebook, Microsoft, and Google apps. Quelle: Recode

Falls es zu einem offiziellen Verfahren kommen sollte, könnte das eine Milliardenstrafe für Google bedeuten, Recode spricht dabei von einer Summe um die 6 Milliarden.

Keyword Planner beherrscht nun auch Wettbewerbsvergleich

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Am Ostermontag hat Google per Google+ mitgeteilt, dass das Keyword Planner Tool ab sofort auch den direkten Vergleich mit Wettbewerben beherrscht. So können einerseits der eigene Anteil möglicher Impressionen in einer ausgewählten Keyword-Kategorie mit den Top 5 Marktführern und andererseits der Anteil möglicher Impressionen mit den direkten Konkurrenten verglichen werden. Anschaulich wird es mit den folgenden zwei Screenshots:

edited3-Market-Leaders-Screenshot

edited3-Competitor-Domains-Screenshot

Mit diesem Wettbewerbsvergleich können unter anderem Chancen für eigene Keywords herausgefiltert werden – beispielsweise, wenn die eigenen Ad Impressions im Vergleich zur Konkurrenz sehr niedrig sind:

To identify missed opportunity with existing products, you can focus on keyword categories where your ad impression share is low compared to other advertisers. Find the keyword ideas most relevant to your business, and add those with high average monthly search volume and low ad impression share first. You can even concentrate on keywords with lower competition and suggested bids where you can more easily rank in top ad positions.

Auch kann diese neue Funktionalität dazu genutzt werden wichtige Keywords zu identifizieren. Denn jene Keyword-Kategorien, bei denen die Marktführer einen hohen Anteil an Impressionen verzeichnen können, sind zwangsläufig besonders gefragt. Hier müssen nur noch Nischen-Keywords herausgefiltert werden, um ein Stück vom Kuchen abbekommen zu können.

Die neue Funktionalität wird für alle Nutzer im Laufe der nächsten Wochen ausgerollt.

Den Google+ Post dazu findet ihr hier:

Wird Google neuer Such-Partner von Yahoo?

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Wie Reuters am vergangenen Wochenende berichtete, verlängern Yahoo und Microsoft ihre Partnerschaft vorerst nur um 30 Tage – dann beginnt eine neue Verhandlungsrunde für die Vertragspartner. Die Such-Partnerschaft begann im Jahr 2009. Auf Seroundtable spekuliert Barry Schwartz, dass nun vielleicht Google wieder eine Chance hätte der neue Partner von Yahoo zu werden. “Wieder”, da Yahoo bis zur Jahrtausendwende die Datenbestände von Google nutzte, um die Grundlage für eine eigene Suchmaschine zu schaffen. Und Yahoo braucht einen Partner, denn die Suchmaschine nutzte nur noch bis zum Deal mit Microsoft im Jahr 2009 ihre eigenen Suchalgorithmen und -indizes. Zuletzt schloss Yahoo seine Directory Ende des Jahres 2014. Angesichts der Marktführerschaft von Google wäre dies kein zwingender Deal, aber so könnte Google in den USA seinen Konkurrenten Yahoo ausschalten.

Danny Sullivan nahm dazu wie folgt Stellung:

Was denkt ihr? Könnte eine Partnerschaft zwischen Yahoo und Google zustande kommen?

Google testet neues SERP-Layout ohne Abgrenzung zwischen Paid und Organic

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Vergangene Woche fand Barry Schwartz heraus, dass Google in den SERPs die Linie zur Abgrenzung von bezahlten und organischen Suchergebnissen in den US-SERPs entfernt hat. Nun hat diese Entwicklung auch unsere Suchergebnisse erreicht.

Auf dem nachfolgenden Screenshot ist der Bereich rot markiert, wo vor der Layout-Aktualisierung die Trennlinie zu finden war:

SERPs aktuell

Nun sind die Anzeigen nur noch durch das kleine “Anzeige”-Label neben der URL identifizierbar – eine klare Trennung zwischen Paid und Organic gibt es nicht mehr. Das könnte Google-Nutzer natürlich dazu bewegen häufiger auf Anzeigen zu klicken – was der Suchmaschine mehr Geld in die Kasse spülen würde. Was denkt ihr?

Google verliert weiteren Markt: Yandex wird Default-Suchmaschine bei Firefox in der Türkei

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Wie Techcrunch berichtet verliert Google nach den USA einen weiteren Markt. Ab dem 30. März wird Mozilla bei seinem Firefox-Browser in der Türkei auf Googles russische Konkurrenz Yandex setzen. Da aber laut Statcounter, Firefox nur einen Marktanteil von 6,5% (Februar 2015) hat, werden sich die Auswirkungen wahrscheinlich in Grenzen halten.

StatCounter-browser-TR-monthly-201402-201502

Quelle: Statcounter

Google ist auch in der Türkei zurzeit der Platzhirsch unter den Suchmaschinen, wie in der folgenden Grafik zu sehen:

StatCounter-search_engine-TR-daily-20150321-20150321-bar

Quelle: Statcounter

Es wird jedoch ersichtlich, dass Mozilla seiner Linie treu bleibt und nach der Umstellung von Google auf Yahoo in den USA, dies nun auch in weiteren Märkte umsetzt. Was denkt ihr? Wird Google dadurch langfristig Marktanteile verlieren?

Der Weg zur Mobilfreundlichkeit: Zineb Ait Bahajji gibt Tipps für statische Websites

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Im Google Webmaster Central Product Forum hat Webmaster Trends Analyst Zineb Ait Bahajji einige Tipps gegeben, wie Webmaster statischer Websites ihre Websites mobilfreundlich gestalten können, um ab dem 21. April nicht automatisch weiter hinten in den mobilen Suchergebnissen angezeigt zu werden.

Zu Beginn der Anpassungen solle die Seite mit den Entwickler-Tools im Chrome Browser mit eingeschaltetem “Device-Mode” angesehen werden.

Entwicklertools Google Chrome

Zugriff auf die Enwickler-Tools hat man im aktuellsten Chrome Browser über Anzeigen > Entwickler > Entwicklertools

Entwickler Tools Ansicht_Device-Mode

Falls der “Device-Mode” nicht per default ausgewählt ist, kann er über Klick auf das Smartphone-Symbol aktiviert werden.

So können Webmaster auf einen Blick sehen, wie die Website auf einem mobilen Endgerät dargestellt wird und welche Elemente nun im nächsten Schritt dynamisch angepasst werden müssen. Ait Bahajji empfiehlt vor allem die statischen Elemente gegen dynamische Elemente, die sich je nach User-Agent ändern, auszutauschen und keine festen Pixel-Breiten für die Website-Elemente anzugeben, sondern immer mit Prozentwerten zu arbeiten. So passen sich die Elemente je nach Breite des Device-Displays an. Weitere Informationen zur Benutzung des “Device-Mode” gibt Google in diesem Hilfedokument. Die anschließenden Tipps haben wir für Euch nachfolgend aufgelistet:

  • Configure the Viewport. This tag will help scale the content of your page to fit with different screens. Without the Viewport, your content will be displayed as if it was on a desktop.

Wie der Darstellungsbereich konfiguriert werden kann, zeigt Google hier in einem Entwickler-Hilfedokument.

  • Consider using CSS instead of and other inline HTML elements.
  • If you see a page that is too wide, it’s probably caused by some HTML element that is too wide. You should use HTML elements with CSS that know how to float and resize themselves. You can visit our PageSpeed Insights page to learn more about how to optimize CSS delivery.
  • Remove all fixed-pixel width (e.g.), and replace them with either relative width (e.g.), max width (), or responsive width based on media query.
  • Add img { max-width:100% } to the stylesheet. This is an easy way to deal with wide images, making all wide images shrunk within the device width.
  • Avoid using to layout a page. Usefor real tables only. If you already havelayout, firstly convert it to div + CSS floats/inline-blocks to be rendered nicely in desktop. After that, add media queries to make it responsive. To see more details and examples about creating responsive layout, check Responsive Web Design Basics and Patterns in Web Fundamentals.
  • Avoid wide tables (tables with 3-4 columns or more); they cannot be fit into mobile screens. If you already use such tables on your website, we recommend that you modify them (e.g. transpose the table), or that you convert your code to a style without a table (such as).
  • Get rid oftags when possible, because it often makes the page wider. The way depends on the content of these tags:
    • For formatted texts, use CSS margin, padding, text-indent, etc.
    • For tables, use <table>. Please also follow the above instruction about wide tables.
    • For fixed-width fonts, use CSS font-family:monospace.
    • For others that really need to preserve whitespace (e.g. computer code), it’s OK to use but add style=”overflow:auto;” to allow horizontal scrolling within the pre box.
  •  Add DOCTYPE declaration for users using old desktop browsers, such as Internet Explorer 8. Add DOCTYPE declaration for users using old desktop browsers, such as Internet Explorer 8. Without a correct DOCTYPE at the top of HTML, some desktop browsers enter “Quirks mode” and render in a non-standard way. Using a DOCTYPE declaration makes them follow the standard, so you’re less likely to get strange rendering in old browsers.

Auch sagt Ait Bahajji, dass Webmaster darauf verzichten sollten Flash bei der Mobil-Version ihrer Website zu verwenden – dass Flash-Websites auf Mobilgeräten möglicherweise nicht korrekt dargestellt werden könnten, zeigte Google ab Oktober 2014 an.

Google empfiehlt autocomplete für mobile Websites

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In einem Post auf dem Google Webmaster Central Blog haben der Chrome Software Engineer Mathieu Perreault und Webmaster Trends Analyst Zineb Ait Bahajji bekanntgegeben, dass Chrome von nun an “das Attribut ‘autocomplete’ für Formularfelder gemäß dem aktuellen WHATWG-HTML-Standard” unterstützt. Weiter empfehlen die beiden Googler, dass vor allem auch Webmaster die autocomplete-Funktion bei der mobilen Version ihrer Website implementieren sollten, da die manuelle Eingabe aller relevanten Daten beispielsweise für den Verkaufsabschluss auf einer Shoppingwebsite lästig sei – autocomplete würde die User Experience verbessern.

Google liefert auch ein Beispiel für ein E-Mail-Adressfeld mit der implementierten autocomplete-Funktion:

For example, marking up an email address field on a form to allow auto-completion would look like this (with a full sample form available):

Die Bitte von Google auch Websites für Mobilgeräte mit dem autocomplete-Attribut auszuzeichnen ist jedoch kein Hinweis auf mögliche Ranking-Einbußen bei Nicht-Auszeichnung – nachzulesen bei Barry Schwartz.

Besucht ihr Websites häufiger, wenn sie autocomplete anbieten? Ist es für Euch ein zu erfüllender Aspekt einer guten User Experience?