Google entschuldigt sich für Maps-Manipulation und verspricht schnelle Besserung

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In den letzten Wochen musste das Google Maps-Team mit allerlei Angriffen auf den Kartendienst umgehen. Neben Standortmanipulationen waren auch die Landschaften auf den Karten selbst betroffen – Google reagierte und schaltete letzte Woche den Dienst Map Maker vorübergehend ab.

Zum Hintergrund: Mit dem Map Maker konnten Google-Nutzer die Karten von Google Maps editieren – der Hintergrund war hier der Wunsch nach stets aktuellen Karten durch die Mithilfe der Community. Doch einige Mitglieder missbrauchten diese Möglichkeit und zeichneten unter anderem ein urinierendes Android-Männchen. Diese Woche kam es zu einem erneuten Angriff – in Google Maps wurde Weiße Haus durch Manipulation kurzerhand in “Nigger House” umbenannt. Nutzer die nach diesem Keyword suchten, landeten eine zeitlang in den Maps beim Weißen Haus. Dieser Angriff konnte trotz der Deaktivierung des Map Makers durchgeführt werden – und zwar durch Beeinflussung des Suchindex’ über Nutzer-Verlinkungen mit diesem Text und positive Bewertungen des Textes. Daraufhin kündigte Google eine schnelle Lösung an.

Google Maps Logo

Quelle: Google

Diese haben die Google Ingenieure wohl nun umgesetzt, denn heute kündigte Jen Fitzpatrick, Vice President Engineering & Product Management bei Google Maps, an, dass das Maps-Team hart daran gearbeitet hat, das Problem zu beheben:

Our team has been working hard to fix this issue. Building upon a key algorithmic change we developed for Google Search, we’ve started to update our ranking system to address the majority of these searches—this will gradually roll out globally and we’ll continue to refine our systems over time.

Quelle: Google Latlong-Blog

Welche Änderung die Ingenieure im Speziellen vorgenommen haben, ist unklar. Allerdings sagt Fitzpatrick deutlich, dass sie in Zukunft noch schärfer auf den Map-Algorithmus schauen werden.

Google Webmaster Tools heißen ab sofort “Google Search Console”

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Mit einem Blogpost im Google Webmaster Central Blog hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Google Webmaster Tools eine Namensänderung erfahren werden: Ab sofort gilt der neue Name “Google Search Console”. In den nächsten Wochen wird Google den neuen Produktnamen in allen Produktseiten umändern.

Google-Webmaster-Tools-Logo

Aus den Webmaster Tools wird…

SC_lockup

…die Google Search Console.

Die Namensänderung liegt darin zugrunde, dass sich viele Nutzer der Webmaster Tools gar nicht als klassische Webmaster sehen, sondern sich viele Hobby-Nutzer, Inhaber kleiner Unternehmen, SEO-Experten, Werbetreibende und Programmierer, Designer sowie App-Entwickler unter den klassischen Webmastern tummeln. Daher erschien eine Namensänderung sinnvoll:

It turns out that the traditional idea of the “webmaster” reflects only some of you. We have all kinds of Webmaster Tools fans: hobbyists, small business owners, SEO experts, marketers, programmers, designers, app developers, and, of course, webmasters as well. What you all share is a desire to make your work available online, and to make it findable through Google Search. So, to make sure that our product includes everyone who cares about Search, we’ve decided to rebrand Google Webmaster Tools as Google Search Console.

Alle weiteren Informationen findet ihr dazu in den laufenden Tagen und Wochen im Webmaster Central Blog von Google.

Google startet offiziell die Twitter-Integration in den mobilen SERPs

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Google hat nun mit einem Blogpost im Google Blog offiziell bekannt gegeben, dass die Integration von Tweets in den Suchergebnissen nun aktiv ist – allerdings mit zwei Einschränkungen: Vorerst werden Tweets nur in den mobilen Suchergebnissen und nur bei Suchanfragen über Google.com in English angezeigt. Google teilte allerdings mit, dass sie daran arbeiten die Funktion auch für die Desktop-Suche und weitere Sprachen anzubieten.

nasa-twitter_integration_mobile SERPs

Die Tweets werden in den mobilen SERPs in einer Art Karussell angezeigt – ein Klick auf einen Tweet führt dann zu Twitter oder öffnet die Twitter App. Quelle: Google

Wie wir im Februar dieses Jahres berichteten, wird Google über die Twitter-eigene Firehouse-Schnittstelle einen direkten Zugang zur Twitter-Datenbank haben und Tweets so in Echtzeit anzeigen können, ohne sie vorher crawlen zu müssen.

Google nimmt Twitter damit jedoch nicht alle Besucher ab, denn mit einem Klick auf den Tweet wird der Nutzer auf die Twitter-Website oder, falls installiert, die Twitter-App weitergeleitet. Seine Position als Quelle für einen schnellen Nachrichtenüberblick oder Liveticker bei aktuellen Events, gibt Twitter damit aber an Google ab – denn wer besucht noch extra die Twitter-Seite, um nach Tweets zu aktuellen Ereignissen zu suchen, wenn er dieselben Tweets auch durch eine Google-Suche lesen kann?
Was haltet ihr von der Integration von Tweets in die mobilen Suchergebnisse von Google?

Facebook startet in den USA “Add a link”-Feature: Wird Google damit für Facebook-Nutzer überflüssig?

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Wie das US-Nachrichtenmagazin Techcrunch schon Anfang Mai berichtete, testet Facebook zurzeit ein neues Feature, welches das Teilen von Links auf Mobilgeräten einfacher und bequemer machen soll.
Wir kennen das alle: Wenn wir auf unserem Smartphone einen Link aus dem Webbrowser bei sozialen Netzwerken teilen möchten, dann ist dies per Copy & Paste nicht völlig mühelos zu bewerkstelligen. Weitaus komfortabler sind dann schon die in manchen Smartphone-Browsern integrierten Teilen-Funktionen:

Browser-Funktion_Teilen_Safari_iOS

Noch einfacher wäre es aber doch, wenn Inhalte, wie Zeitungs- oder Blogartikel, direkt in der Facebook-App gesucht und verlinkt werden könnten. Dieses testet Facebook in den USA nun bei einer kleinen Gruppe von ausgewählten Mitgliedern des sozialen Netzwerks, berichtet Techcrunch. So zeigt das soziale Netzwerk bei Eingabe von verschiedenen Suchbegriffen nun relevante Artikel an, die unter anderem nach Aktualität und Share-Popularität geordnet werden:

Just punch in a query, and Facebook will show a list of matching links you might want to share, allow you to preview what’s on those sites, and let you tap one to add it to your status with a caption or share statement. Results seem to be sorted by what users are most likely to share, highlighting recently published sites that have been posted by lots of people.

Quelle: Techcrunch

facebook-add-a-link

Quelle: Techcrunch

Viele Medien spekulierten nun, dass Facebook damit dem Suchmaschinengigant Google wichtige Marktanteile abnehmen könnte – wenn die Facebook-Nutzer auch in der App des sozialen Netzwerks eine Websuche starten und die Ergebnisse direkt mit ihren Freunden teilen können, wozu brauchen sie dann noch den umständlichen Weg über Google? Was denkt ihr darüber?

Mobile SERPs: Google plant Einführung eines “Buy”-Buttons in AdWords

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Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge, plant Google in der näheren Zukunft in den mobilen Suchergebnissen AdWords mit einem zusätzlichen “Kaufen”-Button auszuspielen – vorerst wahrscheinlich im heimischen US-Markt. Damit tritt Google in direkte Konkurrenz mit den Online-Kaufhäusern Amazon und eBay. Allerdings solle über Google nur der Kauf abgewickelt werden, das Warenlager und den Versand sollen die Händler auch weiterhin eigenständig übernehmen. Damit setzt sich Google aber genau in die lukrativste Position, in der die Suchmaschine auch die meisten Daten von den Käufern sammeln kann. Google soll sich zurzeit unter anderem in Gesprächen mit der Warenhauskette Macy’s befinden, teilt das Wall Street Journal mit.

Wenn also ein Nutzer mit seinem Mobilgerät eine Produktsuche über Google startet sollen Anzeigen mit einem “Kaufen”-Button ausgespielt werden. Der Kunde bezahlt über Google – das Geld leitet Google dann an den Händler weiter, der sich um Verpackung, Versand etc. kümmert. Für diese Kaufabwicklung soll das Unternehmen aus Mountain View keine Provision verlangen, die Händler bezahlen Google lediglich wie gewohnt über die Provision an den AdWords-Kampagnen. Laut dem Bericht vom Wall Street Journal solle Google, falls Käufer dies akzeptieren, die E-Mail-Adresse und Adressinformationen für weitere Marketing Maßnahmen an die Händler weitergeben.

Google_Mountain View_Symbolfoto

Wie wir vor zwei Wochen berichteten, startete Google auch offiziell neue mobile AdWords Formate, unter anderem für Automobile und Hotels. Letzte Woche gab das Unternehmen bekannt, dass in den USA auch Pizzabestellungen direkt in den SERPs möglich wären. Somit besetzt Google immer mehr auch den Retail-Markt, insbesondere im mobilen Suchgeschäft. Da ja, laut internen Google Studien, bereits in weltweit 10 Ländern mehr Suchanfragen über Mobilgeräte erfolgen, als über Desktop-Geräte, ist dies nur ein nachvollziehbarer Schritt.
So erklärt sich das Unternehmen auch in diesem Fall: Da immer mehr Menschen mobil surfen, will Google das Einkaufserlebnis so schnell und einfach wie möglich gestalten. So müssen Google-Nutzer keine Umwege mehr über datenhungrige und schlecht optimierte Händler-Websites machen, sondern können auch mit schmaler Bandbreite einen Kauf direkt über die schlanke Google-Variante abwickeln. Allerdings besteht noch eine Hürde in dieser Zukunftsvision: Die Apps von Amazon und Co. Welche Vorteile hat die Google-Lösung gegenüber diesen Apps? Was denkt ihr?

Neue Inhalte?: XML-Sitemap mit Timestamp kennzeichnen

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Gerade nach dem Google Mobile-Update haben wir viel darüber geschrieben, dass Webmaster neue URLs ihrer Domain, oder aktualisierte Inhalte ihrer Website stets per XML-Sitemap an Google weitergeben sollten. Wann eine Mobil-XML-Sitemap eingereicht werden sollte, haben wir hier gezeigt.

Doch wie können aktualisierte Inhalte der Website gekennzeichnet werden, sodass Google diese priorisiert crawlt? Dazu kann die Sitemap mit den geupdateten Inhalten und neuen URLs mithilfe eines Timestamp gekennzeichnet werden. Dieser wird mit dem Attribut “lastmod” ausgezeichnet. Der Zeitstempel sollte dann im W3C-Datumsformat ausgewiesen werden. Mit dieser Funktion werden die Suchmaschinen dazu angehalten nur die neuen Inhalte zu crawlen, die in der vorherigen Version der Sitemap nicht vorhanden sind. So laufen Webmaster nicht Gefahr, dass alle Inhalte nach dem Einreichen der Sitemap erneut gecrawlt werden – was unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Sitemap_last_mod

Alle weiteren Informationen findet ihr dazu unter sitemaps.org.

Google startet Zufriedenheitsumfragen in den mobile SERPs

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Nachdem das “mobile-friendly”-Update nun vollständig ausgerollt ist, tauchen in den mobilen Suchergebnissen Zufriedenheitsabfragen auf. In einem Bewertungssystem können Nutzer der Suchmaschine mithilfe von fünf Smileys mitteilen, ob sie mit den Suchergebnissen zufrieden sind oder nicht. Rand Fishkin von Moz tweetete den folgenden Screenshot dazu.

Könnte diese Zufriedenheitsumfrage eine direkte Bewertung des “mobile-friendly”-Update sein? Könnten negative Ergebnisse dazu führen, dass etwaige Ranking-Veränderungen in den SERPs bei bestimmten Suchanfragen rückgängig gemacht werden, obwohl die Ergebnisse nicht mobilfreundlich sind, aber die neuen Rankings den Nutzern nicht zusagen? Was denkt ihr darüber?

In weltweit 10 Ländern: Mehr Suchanfragen über Mobil- als Desktop-Suche

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In einer Ankündigung zu neuen Werbeformen des AdWords-Programms hat Google nebenbei bekanntgegeben, dass die Google-Nutzer in mehr als 10 Ländern häufiger mobil suchen, als traditionell per Desktop-Suche. Die Quelle dafür seien Google-interne Statistiken.

In fact, more Google searches take place on mobile devices than on computers in 10 countries including the US and Japan.

Da sich Google hier nur auf die USA und Japan im Speziellen bezieht, scheint es nicht so, dass auch in Deutschland schon häufiger über Mobilgeräte gesucht wird, als über die Desktop-Suche – zumindest noch nicht.

Das die mobile Suche nun häufiger benutzt wird als die Desktop-Suche ist allerdings nicht verwunderlich, auf der einen Seite bessert Google immer weiter nach, um die Mobil-Suche auch für Nutzer mit schlechter Datenverbindung so angenehm wie möglich zu gestalten, wir berichteten, und andererseits ist die Mobil-Suche fest in Googles mobilem Betriebssystem Android verankert. So startet ein Android-Nutzer allein durch die Sprachsuche, also mit dem Befehl “Ok, Google”, eine mobile Suchanfrage. Und da Android einen weltweiten Marktanteil von 80,7% hat (Marktanteile ersichtlich in der untenstehenden Statista Grafik), ist die Mehrheit der Smartphone-Nutzer auch automatisch Nutzer der mobilen Suche von Google.

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Quelle: Statista

Pizza-Bestellung direkt aus den Google SERPs – vorerst US-only

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Google hat in den USA ein neues Places-Feature gestartet: Einem Post bei Google+ zufolge können Google-Nutzer nun bei sechs Exklusiv-Partnern (unter anderem Seamless, Grubhub, MyPizza.com und Eat24) Essen vom Lieferdienst bestellen – und zwar direkt in den Suchergebnissen.

 

Delivering_Pizza_Google_

Nachdem Google in Deutschland Ende April die Places-Einträge in den SERPs grafisch so angepasst hat, dass die Nutzer nach einem Klick auf ein Places-Ergebnis direkt eine Hotelbuchung durchführen können, ist es für Google nur stringent auch weitere Märkte zu erschließen. Auch wurde die Anzeige der Restaurants diesem “Hotelfinder” angepasst. Könnte daher auch die Pizza-Bestellung in Deutschland bald direkt aus den Google SERPs erfolgen? Was denkt ihr?

Axel Springer-Chef Döpfner erteilt Absage an Googles Digital News Initiative

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Bei der Vorstellung der Quartalszahlen am heutigen Donnerstag nahm der Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, Mathias Döpfner Stellung zur Digital News Initiative, die Google Ende April vorgestellt hat. Er sagte, laut Horizont.net, wörtlich: “Grants nehmen wir nicht an”. Das klingt so, als sehe Axel Springer den 150 Mio. Euro Fond als “kaufen der Medien” seitens Google. Der Axel Springer Verlag kümmere sich auch in Zukunft eigenständig um die Weiterentwicklung seiner Webportale. Google solle eher das Leistungsschutzrecht anerkennen, zitiert das Online-Magazin futurezone den Springer-Chef weiter. Bei der Werbevermarktung wäre eine Kooperation zwischen Google und Axel Springer aber durchaus vorstellbar.