Produktsuche 2.0: Google Commerce Search

Google hat heute den Start von Google Commerce Search bekannt gegeben, einer kostenpflichtigen Suchmaschinen-Lösung für Online-Shops. Mit Google Commerce Search können Shopbetreiber ihre Produkte von Kunden in “Google-Qualität” durchsuchen lassen und z.B. nach Kategorie, Preis oder Farbe sortierbar machen:

Like google.com, automatic spellcheck, stemming, and advanced synonym options mean shoppers will find what they’re looking for with fewer unnecessary clicks and no frustrating navigation mazes. Google speed, search quality, and ranking capability help users find the most relevant product match.

Und was kostet Google Commerce Search?

The pricing model for Google Commerce Search is based on the number of products/items (SKUs) in your data feed and the number of search queries entered on your site each year. If you want to discuss your specific search requirements with a Google representative, please contact a sales representative directly.

Mehr Infos zu den Features von GCS gibt’s im Blog von Jan Hendrik Merlin Jacob: Googles neue Suchmaschine für E-Commerce Shops.

Google Friend Connect integriert AdSense, basierend auf Nutzerinteressen

Google Friend Connect hat ein paar neue, interessante Features spendiert bekommen, die in folgendem Video erklärt werden:

[youtube NlKEWHcW5QE]

Aus SEO-Sicht sind vor allem personalisierte Newsletter, Umfragen und natürlich die Integration von AdSense basierend auf Nutzerinteressen von Bedeutung. Es ist es nun möglich, AdSense-Anzeigen zu schalten, die speziell auf die Interessen der registrierten User eingehen — und nicht mehr ausschließlich auf den Content der Seite.
Gibt ein User bei der Registrierung z.B. an, dass er gerne an Autos schraubt, dann wird er vorwiegend Auto-Anzeigen zu sehen bekommen — auch wenn die besuchte Seite Autos überhaupt nicht zum Thema hat.
Welche Angaben des Users für AdSense-Werbung genutzt werden, können die Betreiber der Seite selbst entscheiden; standardmäßig sind Geschlecht und Standort deaktiviert.

Die neuen Friend Connect Gadgets gibt’s im GoogleWatchBlog schon in Aktion zu sehen.

AdWords-Anzeigen jetzt mit Sitelinks

Wie Inside AdWords berichtet, hat Google nach den erfolgreichen Tests im August nun damit begonnen, ausgewählten Werbetreibenden die Erstellung von AdWords-Anzeigen mit Sitelinks zu ermöglichen:

adwords-sitelinks

Genau wie bei den SERP-Sitelinks führen AdWords-Sitelinks auf Unterseiten — mit dem Unterschied, dass AdWords-Kunden bei der Anzeigenerstellung genau festlegen können, wohin Besucher geleitet werden, wenn sie einen Sitelink anklicken.

Google begründet den Schritt so:

Rather than sending all users to the same landing page, Ad Sitelinks will display up to 4 additional Destination URLs on your search-based text ad for users to choose from. By providing users with more options, you can create richer, more relevant ads that improve the value of your brand terms and other targeted keywords.

Ab wann Sitelinks allen AdWords-Kunden zur Verfügung stehen wird, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Zunächst gilt folgende, für Google typische Einschränkung:

Currently, the option to set up Ad Sitelinks will only appear for advertisers whose ads meet a certain high quality threshold.

Google belebt “Related Links” neu

Von 2006 bis 2007 bot Google mit den “Related Links” Besitzern von Webseiten die Möglichkeit an, mit einem kleinen Script thematisch relevante Links anzeigen zu lassen. Diese konnten entweder von der eigenen Domain oder z.B. von Wikipedia.org stammen. Besucher hatten so schnell einen Überblick darüber, welche Texte es zu einem bestimmten Thema noch auf der Domain gibt — und das vollständig automatisiert.

Jetzt hat Google das “Related Links”-Programm als invite-only Google Labs Experiment neu aufgelegt:

google-related-links-2009

Auf der Google Labs Seite zu “Related Links” heißt es:

Given a page on your site, Related Links can choose the most related pages from your site and show them in a gadget. You can embed this gadget in your page to help your users reach other pages easily. Related Links also suggests searches that users can run within your site to find even more related pages.

Eine Demo zum ausprobieren steht ebenfalls zur Verfügung.
Wie oben schon erwähnt ist die Anmeldung für das Google Labs Experiment “Related Links” zurzeit nur über Einladungen möglich. Um eine zu bekommen, möchte Google vorab folgende Informationen haben:

To apply for an invitation, please send an email to relatedlinks@google.com stating your Gmail address, website domains and approximate pageviews per day.

Google testet minimalistische Homepage

Immer mal wieder testet Google kleinere Veränderungen an der google.com-Homepage, die nur für wenige User und nur für kurze Zeit sichtbar sind. Mal fehlt der “I’m feeling Lucky”-Button, mal der eigentliche “Google Search”-Button — immerhin wird dann im Normalfall ein Hinweis wie “Press Enter to search” eingeblendet.

Einem User des Google Web Search Forums ist nun aufgefallen, dass Google einen weiteren, sehr minimalistischen Test durchgeführt hat:

google-minimalistisch

“This space intentionally left blank”, also “Dieser Bereich ist absichtlich leer” lautet hier die Botschaft, die wohl eher für Verwirrung sorgt als darüber aufzuklären, warum google.com plötzlich so leer aussieht. Einen ähnlichen Test hatte Google bereits vor einer Woche gestartet, allerdings ohne den genannten Satz unter der Suchbox.

Apple bucht AdWords-Anzeigen gegen Microsoft

Über Google AdWords hat Apple dem neuen Windows 7-Betriebssystem von Microsoft den Kampf angesagt. Zwar nur für kurze Zeit, aber immerhin so lange, dass thenextweb.com einen Screenshot machen konnte.

Wer “download windows 7” oder ähnliche Suchbegriffe bei Google eingab, bekam von Apple den freundlichen Hinweis “There’s never been a better time to switch to a Mac. Find out why”

adwords-apple-google

Mittlerweile ist die AdWords-Anzeige aber wieder verschwunden. Was sagen die AGB von Google zu diesem Thema?

Google ist als Anbieter für Anzeigenflächen nicht in der Position, Markenkontroversen zwischen AdWords-Kunden und Markeninhabern zu schlichten. Unsere Geschäftsbedingungen legen fest, dass allein unsere AdWords-Kunden für den jeweils ausgewählten Anzeigeninhalt und die Keywords verantwortlich sind. Wir empfehlen daher Markeninhabern, Kontroversen direkt mit unseren Kunden beizulegen. Insbesondere deshalb, weil die Kunden eventuell ähnliche Anzeigen auf anderen Websites schalten. Wir sind jedoch bereit, berechtigte Beschwerden für Markeninhaber in begrenztem Umfang zu untersuchen

Das inoffizielle Google Wave Handbuch

Über kaum etwas ist in den letzten Tagen häufiger geschrieben worden als über Googles neuen Kollaborations-Webdienst Google Wave. Trotzdem herrscht bei vielen Web-Usern noch Unverständnis darüber, was genau Google Wave eigentlich ist und welchen Mehrwert es z.B. gegenüber der “klassischen” Kommunikation mit E-Mails bieten kann.
Dieses Problem haben die beiden Autoren und Blogger Gina Trapani und Adam Pash erkannt und mit http://completewaveguide.com/ ein sehr umfangreiches und gut geschriebenes Google Wave Handbuch veröffentlicht, das zurzeit aus acht Kapiteln plus Anhang besteht.

Google Wave is a new web-based collaboration tool that’s notoriously difficult to understand. This guide will help. Here you’ll learn how to use Google Wave to get things done with your group. Because Wave is such a new product that’s evolving quickly, this guidebook is a work in progress that will update in concert with Wave as it grows and changes. […] Launched one month after the Google Wave preview release, this guide is the most current, comprehensive, independent user resource for the most ambitious (and confusing) web application ever created.

Noch im November möchte das Autorenteam den Google Wave Guide auch als PDF-Kaufversion anbieten; eine Buchveröffentlchung ist für Januar 2010 geplant.

Halloween in Googles robots.txt

Da soll noch einer sagen Google würde keinen Spaß verstehen. Passend zu Halloween hat Google die robots.txt von google.com um einen interessante Eintrag erweitert:

User-agent: Kids
Disallow: /tricks
Allow: /treats

Auch im letzten Jahr gab es schon eine spezielle Halloween-Edition der robots.txt:

User-agent: zombies
Disallow: /brains

Studenten arbeiten lieber für Google als Microsoft

Wie der schwedische Beratungskonzern Universum in einer jetzt veröffentlichten Studie herausgefunden hat, würden Studenten aus den Bereichen Wirtschaft und Technik am liebsten für Google arbeiten. Befragt wurden knapp 120.000 Studenten aus Deutschland, USA, Kanada, Japan, Russland, Indien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.

Hier die Top 5 Wunsch-Arbeitgeber für angehende Ingenieure:

  1. Google
  2. PricewaterhouseCoopers
  3. Microsoft
  4. Goldman Sachs
  5. Ernst & Young

Bei den Wirtschaftsstudenten sieht das Ergebnis etwas anders aus. Microsoft konnte sich bis auf Platz 2 der Wunsch-Arbeitgeber hochschieben und mit BMW ist immerhin auch ein deutsches Unternehmen dabei:

  1. Google
  2. Microsoft
  3. IBM
  4. BMW
  5. Intel

Die ganze Studie gibt es kostenlos zum Nachlesen als PDF.