Google Translate App kann nun auch bei iOS offline übersetzen und bei Android aus jeder App heraus

Kommentar verfassen

Google Translate wird 10 Jahre alt. Mit dem Ziel Sprachbarrieren einzureißen startete die Web-Anwendung und später die Smartphone-App in den Wörterbuch-Markt. Die Besonderheit: Google Translate übersetzt nicht nur einzelne Wörter, sondern auch ganze Sätze. Damit diese Funktion immer besser funktioniert und die Übersetzungen auch in Punkto Satzbau und Grammatik korrekt sind, haben die Entwickler, auch durch tatkräftige externe Hilfe, die Erkennung von Satzbau und Satzsemantik im Laufe der Zeit stetig verbessert. Google Translate konnte in den vergangenen 10 Jahren auch die folgenden Meilensteine verbuchen:

  • Von den über 500 Millionen Menschen, die den Google Übersetzer nutzen, lebt die Mehrheit außerhalb der USA. Angeführt wird die Liste dabei von Brasilien, dessen Bewohner zu den eifrigsten Nutzern gehören.
  • Insgesamt unterstützt der Google Übersetzer 103 Sprachen, darunter auch Friesisch, Zulu und Birmanisch.
  • Die am häufigsten verwendeten Übersetzungen gibt es bei Spanisch, Arabisch, Russisch, Portugiesisch und Indonesisch jeweils mit Englisch als Ausgangs- oder Zielsprache.
  • 100 Milliarden Wörter werden täglich übersetzt.
  • Bislang haben 3,5 Millionen Menschen 90 Millionen Übersetzungsbeiträge über die Google Übersetzer-Community eingereicht, um den Google Übersetzer zu verbessern und neue Sprachen hinzuzufügen.
  • Der Google Übersetzer lässt sich auch offline nutzen – für insgesamt 52 Sprachen.

Die Offline-Übersetzungs-Funktionalität hat Google zum zehnten Geburtstag auch für iOS-Geräte nachgeliefert und im gleichen Zug auch direkt die Sprachpakete um 90% verkleinert – ein Segen für so manche iPhone-Nutzer mit dem 16GB Einstiegsmodell:

Google_translate_app_hindi_language_package

© Google

Darüber hinaus führt Google ab sofort „Tap to Translate“ für Android-Geräte ein. Satzfragmente müssen nun nicht mehr umständlich per Copy & Paste in die Google Translate-App übertragen werden, sondern können in jeder App übersetzt werden. Beim Markieren von Wörtern oder ganzen Sätzen kann die Übersetzung direkt über das Kontextmenü der jeweiligen App gestartet werden. Da Bilder jedoch mehr als tausend Worte sagen, findet ihr diese Erklärung im folgenden Google-Video sehr anschaulich umgesetzt:

Alle weiteren Neuerungen zum zehnten Geburtstag findet ihr im Blogpost von Google.

Suchanalyse in Search Console: keine Daten seit 6 Tagen & Update bei Impressions

3 Kommentare

Wer in den letzten Tagen einen Blick in den Suchanalyse-Report in der Google Search Console geworfen hat, dem wird aufgefallen sein, dass seit dem 04.05.2016 keine Daten mehr angezeigt werden:

suchanalyse_search_console_ohne_daten_seit_04_05_16

Google hat sich dazu bisher noch nicht offiziell geäußert, aber wir sind dran:

Auf dem obigen Screenshot habe ich auch den Zeitpunkt des 27. April 2016 markiert. Hier hat Google ein Update in der Zählweise der Impressions eingespielt:

We refined our standards for calculating clicks and impressions. As a result, you may see a change in the click, impression, and CTR values in the Search Analytics report. A significant part of this change will affect website properties with associated mobile app properties. Specifically, it involves accounting for clicks and impressions only to the associated application property rather than to the website. Aus: Google Support

CRM à la Google: Nutzern zuhören und Anregungen umsetzen

Kommentar verfassen

Weltweit ist Google klarer Marktführer, wenn es um die Websuche geht:StatCounter-search_engine-ww-monthly-201504-201604

© StatCounter

Daher hat Google das Potenzial auf rund 7,39 Milliarden Kunden. Real sind es weitaus weniger, denn Grundvoraussetzung für die Nutzung der Google-Suche ist ein Internetanschluss via Kabel oder Funk. Und Google hat verschiedene Kundenbeziehungen. So gibt es den Nutzer der klassischen Websuche. Dieser Nutzer ist ein Kunde von Google, mit ihm erwirtschaftet das Unternehmen jedoch kein Geld. Allerdings gibt es auch noch die Werbekunden, die Google Geld für AdWords zahlen oder an Google Provision bei AdSense abtreten. Daneben gibt es noch weitere Kundenbeziehungen, auf die ich jetzt allerdings nicht weiter eingehen werde. Denn wenn wir uns jetzt die Kundenbeziehung zwischen dem klassischen Nutzer der Google-Suche und Google betrachten, dann eint sie ein gemeinsames Ziel: die bestmöglichen und vertrauenswürdigsten Suchergebnisse. Und um dieses Ziel zu erreichen, setzt Google auf umfangreiches Customer Relations Management und zwar im direkten Kundendialog.

Onlinesprechstunden als Informationskanal Google -> Kunden

Eine zentrale Rolle bei Googles CRM spielt Webmaster Trends Analyst John Mueller. Woche für Woche stellt er sich im Webmaster Central office hours hangout in Englisch und Deutsch den Fragen von Google-Nutzer und Webmastern. Wenn es wichtige Informationen gibt, die Google-Nutzer betreffen, veranstalten die Webmaster Trends Analysts auch Spezial-Hangouts zu einem bestimmten Thema, beispielsweise „mobile-friendlyness“ oder dem AMP-Framework. Diese Hangouts werden in den Google-Hilfeseiten bekanntgegeben.

Webmaster-Forum als „selbstheilende Community“

Mit dem Webmaster Forum betreibt Google indirekt CRM. Denn in diesem Forum tummeln sich einige sehr erfahrene Webmaster, die ihr Wissen gerne mit Neulingen teilen. Google-Offizielle müssen nur sehr selten eingreifen – es wurde praktisch eine sich selbstheilende Community geschaffen. Hilfreicher Input von Nutzern und Webmastern fließt in die Weiterentwicklung der Suche mit ein.

Spammeldungen – Nutzer sprechen, Google hört zu

Darüberhinaus haben Nutzer die Möglichkeit Spam-Meldungen nach Mountain View zu schicken. Wenn Google-Nutzern also Websites auffallen, die stark nach Spam in Form von Keyword-Stuffing, seltsamen Footer-Links oder ähnlichem aussehen, dann können diese gemeldet werden. Aus einem aktuellen Bericht geht hervor, dass im vergangenen Jahr rund 400.000 Spam-Meldungen durch Google-Nutzer eingereicht wurden. Bei mehr als der Hälfte (65%) wurden manuelle Maßnahmen ergriffen. Damit haben die Nutzer aktiv dabei geholfen, dass gemeinsame Ziel von bestmöglichen und vertrauenswürdigen Websites und Suchergebnissen zu verfolgen.

Google betreibt mit diesen Maßnahmen aktives, effektives Customer Relations Management und bindet seine Nutzer/Kunden mit in den Entwicklungsprozess der Suche ein – so festigt Google seine Marktführerschaft, indem es den Nutzern zuhört und Anregungen aktiv umsetzt.

Selbstfahrendes Google-Auto: Fiat Chrysler wird offizieller Kooperationspartner

Kommentar verfassen

Wie mehrere Medien berichten, wird Google bei der Entwicklung seiner selbstfahrenden Autos mit dem Autobauer Fiat Chrysler Automobiles N.V. zusammenarbeiten. Google hatte zu Beginn seiner Aktivitäten auf speziell für seinen Zweck umgerüstete Autos von Toyota und Honda gesetzt und später auch einen eigenen, freundlich rundlichen Prototyp entwickelt. Zum autarken Autobauer wollte Google allerdings nicht aufsteigen.

Nun hat sich in Fiat Chrysler ein geeigneter Kandidat gefunden, der, laut DW.com, noch nicht so weit mit der Entwicklung eigener autonomer Fahrzeuge sei und deshalb ein idealer Partner sein könnte. Denn die Autohersteller, die schon an eigenen Entwicklungen in Bezug auf autonomes Fahren auf den Markt gebracht haben, fürchten sich, dass sie bei einer Partnerschaft ihre Entwicklung an Google verlieren und damit ins Hintertreffen geraten könnten. Bei dieser Partnerschaft zwischen Google und Fiat Chrysler soll die Google-Technik vorerst in 100 Hybrid-Versionen des Chrysler Minivans Pacifica eingebaut werden.

In diesem Video zeigt Google erste alltägliche Situationen, die die bisherigen Fahrzeuge schon meistern können:

Alle weiteren Informationen findet ihr auf der offiziellen Google-Website zum Selfdriving Car-Project.

Google arbeitet an Reiseplaner-App

Kommentar verfassen

Fand die Urlaubsplanung in den 90er Jahren noch weitesgehend über das örtliche Reisebüro oder Kataloge mit diversen Pauschalreiseangeboten statt, so hat sie sich mit Beginn des Millenniums und des Internet-Zeitalters gewandelt. Heute beginnt die Reiseplanung oftmals im Internet und bei diversen Reisesuchmaschinen. Auch wenn die Reise dann online gebucht wurde, ist es oft noch Gang und Gebe, dass Reisende dann mit ihrem gedruckten Reiseführer in ihrem Urlaubsziel stehen und Sehenswürdigkeit heraussuchen.

Doch bald könnte dies auch der Vergangenheit angehören. Wie Android-Digital berichtet, arbeitet Google an einer Reiseplaner-App, die sich noch im Entwicklermodus befindet. Diese App sucht im GMail-Posteingang nach Buchungsbestätigungen und Flugbuchungen. Auf Basis dieser Daten stellt sie im Hintergrund Daten für die jeweilige Reise zusammen. Android-Digital hat dies anhand einer Reiseplanung nach Den Haag vorgestellt. Google sucht auf Basis des Ortes Sehenswürdigkeiten heraus, die gut bewertet sind und stellt sie unter „Things to do“ vor:

Falls ihr Interesse an der App habt, könnt ihr die APK-Datei bei Android-Digital herunterladen. Wir sind gespannt, was die App kann, wenn sie ihren offiziellen Weg in den Play-Store findet.

Google Posts: Instant-Articles Klon ermöglicht direktes Publishing in den Google Suchergebnissen

Kommentar verfassen

Öffnet Google die Suchergebnisse für Publisher und bietet ihnen die Möglichkeit Artikel dort direkt zu veröffentlichen, wie Facebook es mit Instant Articles und Facebook Notizen vorgemacht hat?

Google_Posts_Website

© Google

Das Wall Street Journal hat in einem Test herausgefunden, dass bei manchen Suchanfragen ein Suchergebnis-Karussell angezeigt wird, welches so bisher noch nicht in den Suchergebnissen aufgetaucht ist – es hat allerdings Ähnlichkeit mit dem AMP-News-Carousel. Dieses Karussell beinhaltet allerdings ausschließlich Artikel von einem Publisher. Mit der Suchanfrage „Jimmy Kimmel“ bei www.google.com/ncr/ im Inkognito-Browser konnten wir dieses Karussell schon ausfindig machen:

jimmy_kimmel_live_google_posts

Sobald man auf einen Artikel klickt, wird er direkt in der Google-Suche geöffnet und sieht folgendermaßen aus:

jimmy_kimmel_live_full_post

Dieses neue Google Feature hat laut einer Google Pressesprecherin noch keinen offiziellen Namen. Wir finden „Google Posts“ passt jedoch schon ganz gut. Auf der dazugehörigen Google Hilfeseite erklärt das Unternehmen, dass dieses neue Format auch noch mit mehr Text versehen werden kann. Jimmy Kimmel hat in unserer Vorschau nur eine Headline befüllt. Das Design des Editors ähnelt jenem Editor, der bei der Notizen-Funktion von Facebook erscheint.

Welchen Vorteil hat Google Posts für Publisher? Nun ein Vorteil liegt auf der Hand: Inhalte und auch ganze Artikel können von Google-Nutzern schon direkt in den Suchergebnissen gelesen werden und sind damit unabhängig von der Publisher-Website. Ist diese einmal down, so sind die Artikel weiterhin verfügbar – Gesetz dem Fall, dass Googles Server nicht auch Probleme haben. Dies birgt aber auch einen großen Nachteil: Wenn die Informationen schon in den Google-Suchergebnissen bereitstehen, wer besucht dann noch die Publisher-Website? Was denkt ihr?

Google-Test: AdWords-Titel mit bis zu 80 Zeichen

1 Kommentar

Scheinbar testet Google in den UK-Suchergebnissen erweiterte Titel und Meta-Descriptions. Dies teilte zumindest Himanshu Sharma, ein Web Analyst und Gründer der Agentur OptimizeSmart.com, per Twitter mit:

Mit diesen expanded Headlines haben Advertiser die Möglichkeit mehr Informationen in ihrem Titel bereitzustellen und damit gegebenenfalls die Aufmerksamkeit ihrer Anzeige gegenüber den Wettbewerber-Anzeigen zu steigern. Laut Jennifer Slegg von TheSEMPost soll die Zeichenanzahl der verlängerten Titel bis zu 80 Zeichen betragen – zurzeit sind es lediglich 55 Zeichen ohne Leerzeichen.

In-Depth-Articles wandern zurück in die US-Suchergebnisse

Kommentar verfassen

Vor knapp 2 Wochen haben wir darüber berichtet, dass Google scheinbar die Sektion „In-Depth-Articles“, zu deutsch „Ausführliche Artikel“ aus den Suchergebnissen entfernt hat. Diese ausführlichen Artikel werden mithilfe von Algorithmen ausgewählt und sollen aus qualitativ hochwertigen Artikeln bestehen, die dem Suchenden weitere Hintergründe zu seiner Suchanfrage liefern sollen. Im Artikel vom 11. April habe ich schon vermutet, dass die Entfernung der In-Depth-Articles nur temporär sein könnte – dies scheint sich nun zu bewahrheiten. Der Mozcast zeigt einen Zuwachs von ausführlichen Artikeln in den untersuchten SERPs:

Mozcast_Graph_in_depth_articles

© Mozcast

Zuwachs_in_depth_articles_Mozcast

© Mozcast

Die Entwicklung könnt ihr im Mozcast nachverfolgen.

Google Chrome mit 1 Milliarde aktiver Nutzer im Monat auf Smartphones

1 Kommentar

Wie Avinash Kaushik, Digital Marketing Evangelist für Google und Autor von Web Analytics 2.0, per Twitter mitteilte, hat Google Chrome einen bedeutenden Meilenstein erreicht: 1 Milliarde aktive Nutzer über Mobilgeräte im Monat:

Eine beeindruckende Zahl. Auch wenn Googles Android-Betriebssystem weltweit einen Marktanteil von fast 70% verzeichnen kann und damit auch ein Großteil der Android-Nutzer den vorinstallierten Mobil-Browser (Chrome) verwenden werden. Dennoch zeigt diese Entwicklung, dass Mobilgeräte immer stärker für das Internet genutzt werden – eine mobilfreundliche Website sollte daher Pflicht und nicht mehr Kür sein.

Alphabet Quartalszahlen Q1/2016: Sinkender CPC belastet Werbegeschäft

Kommentar verfassen

Im gestrigen Earnings Call gab Ruth Porat, Chief Financial Officer von Google-Holding Alphabet, die Quartalszahlen für das abgelaufene erste Quartal 2016 bekannt. Zwar konnte der Konzern Zuwächse im Umsatz und auch beim Überschuss verbuchen, Analysten waren jedoch enttäuscht. So steigerte Alphabet seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 17% auf 20,26 Milliarden US-Dollar, erwartet war ein Umsatz von rund 20,38 Milliarden US-Dollar, berichtet Business Insider. Damit einhergehend blieb auch der Gewinn mit rund 4,21 Milliarden US-Dollar hinter den Erwartungen.

Investor_Relations_Alphabet

© Alphabet Inc.

Eines darf man nicht vergessen: Doch trotz hinter den Erwartungen gebliebenen Zahlen, ist Alphabet fulminant in das neue Jahr gestartet.

Verantwortlich für die „schlechten“ Zahlen könnte der im Schnitt rund 9% gesunkene Cost-per-Click der Werbeanzeigen sein. Doch die Alphabet-Tochter Google arbeitet daran, den CPC wieder zu erhöhen. Denn erste Analysen nach der Design-Anpassungen der AdWords-Anzeigen in den Google Suchergebnissen zeigen, dass die Anpassungen einen Anstieg des CPC zur Folge haben könnten. Einen weiteren negativen Impact haben auch die Verlustgeschäfte der Alphabet-Nebenaktivitäten, wozu unter anderem der Breitbandausbau, das Google Auto und der Thermostat-Anbieter Nest gehören, berichtet Spiegel Online.

Im Earnings Call berichtete Alphabet-CFO Ruth Porat außerdem, dass Google genauso viel Geld mit dem mobilen Werbegeschäft verdient, wie mit dem Desktop-Werbegeschäft. Wenn also die Desktop-Design-Anpassungen von AdWords nicht die gewünschten Erfolge bringen sollten, so könnten Desktop-Umsatzeinbuchen in der Zukunft vom mobilen Geschäft ausgeglichen werden.