Raphael Raue von Spiegel Online zu AMP: „Sinnvoll ist AMP vor allem im Newsbereich“

2 Kommentare

Neben der Design-Anpassung der Google-Suchergebnisse gibt es zurzeit ein weiteres großes Thema, dass die SEO-Szene bewegt: AMP. Seit Mitte Februar zeigt Google die Artikel von News-Seiten, die mit dem Open Source AMP-Framework arbeiten, in einem gesonderten AMP-Carousel an, das wir heute noch einmal vorgestellt haben.

Von Google wird das AMP-Framework verständlicherweise stark gepusht, denn der Suchmaschinenanbieter verfolgt auch seit jeher das Ziel Informationen an seine Nutzer besonders schnell auszuliefern. Und gerade im mobilen Bereich besteht noch starkes Ausbaupotenzial. Doch nicht nur Google verfolgt das Ziel einen schnellen Informationsfluss zu gewährleisten, sondern auch die Online-Publisher. Gerade im Newsbereich spielt Schnelligkeit eine entscheidene Rolle. Doch wie setzen Publisher das Google-Framework um? Und sehen sie ein ebenso enormes Potenzial darin, wie Google selbst?

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen haben wir Raphael Raue, den Head of SEO von Spiegel Online und BENTO interviewt. Er erklärte uns in welchem Umfang Spiegel Online AMP nutzt, welche Chancen er in dem Framework sieht und ob sich schon erste Erkenntnisse im Traffic ablesen lassen.

raphael_raue

Seine Antworten findet ihr nun folgend:

SEO.at: In welchem Umfang nutzt ihr AMP bei Spiegel Online? Macht ihr auch ältere Artikel AMP-ready? 

Raphael Raue: Wir haben tatsächlich alle Artikel, die wir derzeit als AMP ausspielen können, auch als AMP gebaut. Durch die genaue technische Spezifikation von AMP sind das noch nicht alle Artikel auf Spiegel Online. Unser Fokus lag natürlich zunächst auf den News-Artikeln, da das News-Karussell momentan die einzige Fläche ist, für die AMP genutzt wird. Aber auch da sind wir noch nicht so weit, alle Artikel ausspielen zu können, was an der spezifischen Struktur unseres CMS zum einen liegt und zum anderen an den nicht weniger spezifischen Anforderungen der AMPs. Ungefähr 70% der Artikel auf Spiegel Online sind aber schon AMP-ready und wir arbeiten an der Umsetzung der restlichen 30%. Wir haben zudem alle alten Artikel, bei denen es möglich war, AMP-ready gemacht. Nicht, weil wir da schon jetzt große Notwendigkeit sehen, sondern weil wir testen wollen und es technisch kein Mehraufwand war.

Es ist aber nicht überall sinnvoll, AMPs einzusetzen. Das wird somit auch nicht für jeden Artikel möglich sein. AMP ist designt, um News und vor allem textlich ausgelegte Seiten so schnell wie möglich auszuliefern. Das macht bei Storytellings und großen Multimediageschichten, die auch von ihrer Opulenz leben, nur bedingt Sinn.

SEO.at: Welche Chancen für Publisher seht ihr im AMP-Framework? 

Raphael Raue: Sinnvoll ist AMP aber vor allem da, wo es um Schnelligkeit geht: im Newsbereich. Und genau da sehen wir auch die Chance von AMP. Schnell und genau zu berichten ist seit jeher der Anspruch von Spiegel Online und wenn AMPs dazu führen, die Schnelligkeit auch technisch noch weiter zu erhöhen, dann hilft uns das natürlich enorm. Aber es kommt eben auch auf den Kontext bzw. die Nutzungssituation an. Wollen sich unsere Leser nur schnell informieren, in der Bahn, an der Bushaltestelle, eben wenn sie unterwegs sind, dann ist AMP sicher die richtige Lösung. Wollen sie aber tiefer in unsere Seite einsteigen und sehen, was wir noch so alles haben, ist ein weniger restriktives und vor allem weniger auf Schnelligkeit getrimmtes Format sicher besser. Es wäre natürlich großartig, wenn wir nicht gerätespezifisch sondern nach Bandbreite ausspielen könnten. Das wäre eine Richtung, die Nutzungssituationen wirklich nah kommen würde. Aber AMP ist für jegliche mobile Nutzung ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wie oft wartet man auf einen Artikel über den man in der Suche, auf Twitter oder Facebook gestolpert ist, und zieht das große X dann doch dem nervigen Warten vor? Da setzt AMP an und gelesen zu werden ist immer noch das wichtigste für uns Journalisten.

SEO.at: AMP ist jetzt seit mehr als einer Woche live in den SERPs. Seht ihr schon Veränderungen im Traffic über Mobilgeräte?

Raphael Raue:  Momentan hält sich die Nutzung von AMPs noch in Grenzen. Selbst Google setzt es noch nicht flächendeckend ein, es wird viel getestet und wir werden sehen, wo genau der Einsatz sinnvoll ist. Dementsprechend ist bei den AMPs auch noch nicht besonders viel Traffic vorhanden. Die Oscars waren ein erster guter Test und ich bin mir sicher, dass in Zukunft ein nicht geringer Teil der mobilen Suche auf AMPs basieren wird. Google wird sicher nicht die mobilen Serps komplett auf AMP switchen, sondern vor allem erstmal die Nutzungssituationen rund um News austesten und -reizen. Dann kann man weiterschauen.

Interview Nina Baumann | „Reger Austausch mit Kunden verringert spätere Unstimmigkeiten“

Kommentar verfassen

In unserem heutigen Interview aus der Reihe „Einblicke in den Arbeitsalltag eines SEO“ geben wir Euch einen Einblick in den Alltag von Nina Baumann, die als selbstständige Linkbuilding & SEO Spezialistin bei ihrer eigenen Firma Linkspiel arbeitet.

Seit 2012 ist Nina selbstständig. Vor Gründung ihrer eigenen Agentur Linkspiel war sie beruflich vor allem in den Niederlanden unterwegs. „Insgesamt blicke ich auf mehr als 10 Jahre im Online Marketing Business zurück“, erzählt sie uns. Sie konnte nicht nur auf zeitlich lange Erfahrung zurückblicken, sondern auch auf viele verschiedene Stationen in Agenturen und großen Unternehmen. „Hier habe ich für Agenturen, wie Onetomarket und Internet Advantage gearbeitet und betreute so internationale Brands“, erzählte sie weiter. Unternehmenserfahrung sammelte sie beim zweitgrößten niederländischen Versicherer. Nun hat sie sich mit ihrer eigenen Agentur Linkspiel auf das Thema Linkbuilding spezialisiert.

Nina Baumann_Schreibtisch

Nina an ihrem Schreibtisch im Startplatz – immer informiert auf SEO.at

Große Projekte mit fähigem Freelancer-Netzwerk

Nina arbeitet im Startplatz, einem Co-Working-Space in Köln. „So habe ich trotz meiner Alleintäterschaft als Freelancer täglich Kollegen um mich“, freut sich die Linkbuilding-Spezialistin. Die ersten Jahre ihrer Selbstständigkeit hat sie allein im Homeoffice verbracht. Hier hätte sie schnell an Vereinsamung gelitten, verriet sie uns.

Für ihre Kunden ist sie immer der Hauptansprechpartner – holt aber je nach Auftrag auch Freelancer-Kollegen mit ins Boot. „Im Laufe der Jahre haben sich tolle Kontakte zu sehr fähigen Spezialisten ergeben. Diese nutze ich projektbasiert, um meine Kapazität zu erhöhen.“ Das eigentliche Projekt beginnt typischerweise mit einem ausführlichen Gespräch, sodass Nina herausfinden kann, welche Ziele der Kunde hat und sie kann ihm ihre Arbeitsweise detailliert erklären: „So werden Unstimmigkeiten im Laufe eines Projektes vermieden“, erklärt Nina. Im weiteren Projektverlauf sei es wichtig, dass sich Kunde und Dienstleister weiterhin regelmäßig austauschen – hier geht es um die Kombination der Kompetenzen auf beiden Seiten. „Ich verfüge über die Strategie für das Generieren der beäugten Links und der Kunde über die fundierten Kenntnisse bezüglich seines Produktes, der Dienstleistung und der Branche“, so Nina weiter.

Tatsächliche Umsetzung der Maßnahmen bereitet oft Schwierigkeiten

Auch wenn die Planung der Maßnahmen reibungslos verläuft, gibt es bei der Umsetzung dieser meist erste Widrigkeiten. „Ich habe nur selten Zugang zum CMS des Kunden“, so Nina. So müssten Onpage-Änderungen meist durch die IT-Abteilung oder den IT-Dienstleister des Kunden vorgenommen werden. „Hier ist Geduld gefragt!“ Viele Meetings und auch Anwesenheitstage in den Büros des Kunden schaffen Abhilfe. Zu den Webanalytics-Daten hat Nina aber meist den vollen Zugriff. Und das muss sie auch, denn die Daten sind Grundlage ihrer Analysen und Reportings vor dem Kunden.

Das Interview mit Rhea Moore von STUDITEMPS „SEO schafft bei uns den Großteil des Traffics“ findet ihr hier.

Interview | „SEO schafft bei uns den Großteil des Traffics“

Kommentar verfassen

Regelmäßig zeigen wir auf SEO.at den Arbeitsalltag von SEOs. Heute bringen wir Euch den Alltag von Rhea Moore näher, die als Leiterin des SEO-Teams bei der STUDITEMPS GmbH arbeitet.

Vor ihrer Zeit bei STUDITEMPS, konnte sie eine Menge Erfahrung im Ausland sammeln. „Zuletzt war ich bei eDreams ODIGEO (wozu das Urlaubspreisvergleich Opodo gehört) in Barcelona und konnte in den letzten Jahren von Agentur über Startup bis hin zu Großkonzern in so ziemlich jede Unternehmensform schnuppern“, berichtet uns Rhea. In ihrer aktuellen Aufgabe kümmert sie sich um den Aufbau des SEO Bereiches und verantwortet dabei neben der B2B Webseite studitemps.de auch das Studentenjobportal Jobmensa.de.

rhea-moore

Rhea in ihrem Büro im Kölner Mediapark.

Enge Zusammenarbeit mit Redaktion & Marketing für ein einheitliches Brand Erlebnis

Da Rhea den SEO Bereich noch aufbaut und erste Strukturen etabliert, besteht ein Großteil ihres Alltags aus Analysen und strategischen Entscheidungen, vor allem im Bereich Content. „Hierzu gehört viel Austausch mit den anderen Bereichen (SEA, Newsletter, PR, Redaktion, Offline Marketing, etc.), um unseren Kunden und Studenten ein einheitliches Brand Erlebnis zu geben. Das passiert wöchentlich in einem Standup Meeting, als auch bei einem Käffchen auf dem Gang oder bei gemeinsamen Mittagessen“, erzählt die SEO-Managerin. „Beispiele sind hier Erstellung eines Ratgebers in Zusammenarbeit mit der Redaktion, Verbesserung der internen Verlinkungen und Ausspielung passender Jobanzeigen auf den Landingpages“, so Rhea weiter. Hier sind viele Teammitglieder aus unterschiedlichen Abteilungen involviert, sodass immer frischer Input einfließt.

SEO wird bei STUDITEMPS in Kreation und IT eingebettet

Bei Projekten, wie der Erstellung des Ratgebers, arbeitet die SEO-Managerin mit ihren Kollegen aus der Redaktion Hand-in-Hand. Rhea steht der Redaktion mit SEO Tipps zur Seite und schult sie Inhouse. „Die kreative Arbeit wird aber rein von den Redakteuren selbst übernommen.“ Bei größeren Projekten wird auch noch die IT mit ins Boot geholt: Dann werden die technischen Anforderungen an das Projekt mit den Entwicklern besprochen und die Redaktion kümmert sich um die kreative Ausgestaltung. „SEO fungiert bei uns also nicht unbedingt als separater Marketingkanal, sondern steht vielen Bereichen zur Seite“, resümiert die SEO-Managerin. Die Abstimmung läuft dann neben Meetings auch über Jira Tickets und Confluence. „Im Marketing-Team kommunizieren wir über Slack und unter uns SEOs werden die Aufgaben auf einem analogen Kanban-Board festgehalten.“

seo-kanban-board-studitemps

Auf diesem Board plant das SEO-Team die kommenden Maßnahmen.

SEO ist Trafficbringer

Aufgabenverteilung ist gut und schön. Allerdings müssen diese natürlich auch umgesetzt werden. „Da wir nicht die Einzigen sind, die Anforderungen an das Produkt und die Entwicklung stellen, können nicht alle Themen sofort umgesetzt werden“, bedauert Rhea. Sie arbeite aber daran, bei ihren Kollegen mehr Verständnis für SEO zu schaffen und der Optimierung der Webseite eine hohere Priorität zu geben. Und wenn Tasks zu lange dauern, dann zieht sie ein Ass aus dem Ärmel: „SEO macht bei uns einen Großteil des Traffics aus. Das ist immer ein guter Grund, um für seine Projekte zu argumentieren“, erklärt sie und kann sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen. Mehr Besucher würden ja im Grunde auch mehr mögliche Registrierungen von Studenten bedeuten. Mehr Studenten sind dann auch automatisch mehr Kunden – und mehr Kunden wirken sich positiv auf den Umsatz aus.

Das letzte Interview aus unserer Reihe „Einblicke in den Arbeitsalltag von SEOs“ mit Mareike Doll, SEO Consultant bei der lunapark GmbH, findet ihr hier: „Der direkte Kontakt mit den Entwicklern erleichtert unsere Arbeit“

Interview | „Der direkte Kontakt mit den Entwicklern erleichtert unsere Arbeit“

Kommentar verfassen

In unserem heutigen Interview aus der Reihe „Einblicke in den Arbeitsalltag eines SEO“ geben wir Euch einen Einblick in den Alltag von Mareike Doll, die als SEO Consultant bei der lunapark GmbH arbeitet.

Die lunapark GmbH deckt drei Bereiche des Digitalen Marketings ab: SEO, SEA und die Webanalyse. Mit flachen Hierarchien werden Entscheidungen schnell umgesetzt. In der Kundenansprache übernehmen die Consultants und natürlich auch die Geschäftsführung die Projektbetreuung und die Junior Consultants und Trainees sind unterstützend tätig. Das lunapark-Team umfasst mehr als 20 Mitarbeiter, 10 davon arbeiten im SEO-Team. Bei internationalen Projekten helfen SEO-erfahrene native Speaker mit. Mit diesem Konzept deckt lunapark mehr als 10 Sprachen ab.

Alle für einen und einer für alle

„Bei lunapark wird jedes Projekt von einem Projektleiter betreut, der die zentralen Aufgaben definiert und als Ansprechpartner für den Kunden fungiert“, erzählt uns Mareike. Denn „auch wenn wir alle andere Schwerpunkte haben, sind wir in erster Linie vollständig für unsere Projekte verantwortlich“, fügt sie hinzu. Jeder Consultant betreut ’seinen‘ Kunden somit sowohl in technischen als auch in Content-spezifischen Belangen und im Linkmanagement. Doch auf seine Kollegen kann man sich immer verlassen: „Wenn Fragen auftauchen, die der zuständige SEO nicht beantworten kann, sprechen wir uns im Team dazu ab“, erklärt Mareike. Bei sehr großen Projekten arbeiten auch mehrere Consultants parallel.

20150828_150059

Show-me-your-desk: Von hier aus berät Mareike Kunden, stimmt Termine ab und plant Projekte zusammen mit ihren Kollegen.

SEO als Prozess mit Workshops und Schulungen

lunapark versucht SEO auch bei seinen Kunden zu etablieren und Know-How in die Unternehmen zu bringen. „[…] Je nach Projekt halten wir mehrmals im Jahr Workshops bei Kunden ab, bei denen gemeinsam der aktuelle SEO Stand besprochen wird […]. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Kunden bzw. Agenturschulungen durch, um das ganze SEO Thema verständlicher zu machen und unseren Kunden zu zeigen, wie sie selbst SEO-Maßnahmen durchführen können“, berichtet uns SEO Consultant Mareike. Zu den Maßnahmen, die Mareike und Team als Know-How zum Kunden bringen, zählen Keyword-Recherchen, Content-Optimierung und auch das Erkennen von neuen möglichen Themen und Themenwelten.

Eindeutige Handlungsanweisungen und direkter Entwickler-Kontakt erleichtern die Arbeit

Im Kundenkontakt bemühen sich Mareike und ihre Kollegen um einen direkten Draht zu der IT-Abteilung beim Kunden. „Auf der einen Seite verläuft die Abstimmung zwischen Ansprechpartner beim Kunden, der IT-Abteilung beim Kunden oder dem IT-Dienstleister des Kunden nicht immer reibungslos“, bedauert sie. Auch komme es zeitweise vor, dass beim Kunden Ressourcen fehlen oder technische Hindernisse die direkte Umsetzung von Maßnahmen erschweren. „Um diese Problematik zu umgehen, bemühen wir uns um einen direkten Kontakt mit den Entwicklern und eindeutige Handlungsanweisungen.“

Das Interview mit Anne Kristin Schulte, die als SEO- und Web-Analytics Managerin bei der Heise Medien GmbH & Co. KG arbeitet, findet ihr hier.

Interview | „Wir wollen nicht nur die sympathische Telefonstimme sein, zu der der Kunde nie ein Gesicht gesehen hat“

Kommentar verfassen

Heute zeigen wir Euch wieder den Arbeitsplatz eines SEO. Und zwar von Nadine Kolzem, die als SEO Consultant bei der SMART LEMON GmbH & Co. KG arbeitet.

Die Agentur SMART LEMON ist in die Bereiche Online Marketing und Realisierung (mit Programmierung und Design) aufgeteilt. Das Team in dem Nadine arbeitet, beschäftigt sich mit SEA und SEO und wird von drei Textern unterstützt, die sich dem Content widmen. Bei Leistungsspitzen werden auch externe Partner eingebunden.

Spontane Aufgaben gesellen sich zu wöchentlichen To Do’s

Eine Arbeitswoche beginnt bei SMART LEMON mit einem Meeting, wo der Stand der verschiedenen Projekte besprochen wird und To Do’s für die folgende Woche festgelegt werden. „Mein Arbeitsalltag gestaltet sich zu 20% aus der Kommunikation mit dem Kunden per Mail oder Telefon, zu 60 % aus den Aufgaben, die an diesem Tag/ in dieser Woche erledigt werden müssen und zu 20% aus spontanen Aufgaben wie die Weiterbildung, die Unterstützung von Kollegen, oder Vertriebsgespräche“, berichtet uns Nadine.

Arbeitsplatz - Nadine Kolzem - SMART LEMON GmbH & Co. KG

„Mein Tisch hat zwei Erkennungsmerkmale: die Coca-Cola Flasche und mein schwarzes Notizbuch – trotz der Online-Welt bin ich doch ein Freund von Stift und Papier.“

Projektablauf: Teamarbeit und persönliche Zusammenarbeit mit Kunden sind A und O

Die anfallenden Projekte werden im Team erledigt. „Es gibt immer einen Projektleiter, der zeitgleich Ansprechpartner für Kunden als auch für externe Partner ist. Je nach Projektgröße arbeitet noch ein weiteres SEO-Teammitglied am Projekt mit“, erklärt SEO Consultant Nadine. Und wenn noch weitere Unterstützung nötig sei, wäre auch jeder Kollege flexibel genug um mithelfen zu können.

Bei der Arbeit mit dem Kunden ist es Nadine und ihren Kollegen immer sehr wichtig, dass man sich persönlichen kennenlernt: „Wir wollen nicht nur die sympathische Telefonstimme sein, zu der der Kunde aber nie ein Gesicht gesehen hat“, betont sie. In einem ersten Gespräch werden Zugänge für Google Tools, wie Search Console und Analytics, übermittelt. „Meist bringen wir zum ersten Kundengespräch auch schon einen SISTRIX-Report mit. Damit zeigen wir den IST-Zustand der Domain“, erklärt sie weiter. Natürlich werden im ersten Gespräch auch Kundenwünsche abgefragt und die vergangen Aktivitäten in Erfahrung gebracht. „Zurück am Schreibtisch heißt es: Daten, Daten, Daten.“ Die weitere Zusammenarbeit läuft dann entweder über regelmäßige Statusmeetings und direkte Zugänge in die Kundensysteme. „Anderen wiederum reicht auch ein Statusupdate per E-Mail und die Weitergabe von To Do’s an den eigenen Programmierer“, berichtet Nadine uns. „Vorteil bei der zweiten Lösung ist natürlich, dass die kundeneigenen Programmierer die technischen Baustellen schneller umsetzen können, da sie das Kundensystem besser kennen und die nötigen Stellschrauben auch schneller finden.“

Schlechter Ruf der SEO-Branche erschwert die Arbeit

Doch bis es zu einer Zusammenarbeit kommt, müssen die Kunden noch von der Suchmaschinenoptimierung und dem Dienstleister an sich überzeugt werden: „Im ersten Telefonat muss oft noch Überzeugungsarbeit geleistet werden. Denn der SEO-Branche lastet ein schlechter Ruf an, sodass wir dort erst einmal Kompetenz zeigen müssen“, bedauert Nadine. Und die Kunden stellen sich das Thema „Content“ und die Erstellung von „Content“ meist sehr viel einfacher vor, als es ist. So fielen Sätze wie „Ja, dann schreiben Sie das mal eben“ – dann müssen Nadine und ihre Kollegen erklären, dass guter Content mit Zielgruppen- und Themenrecherche verbunden ist und daher nicht „mal eben“ erstellt werden kann.

Das Interview mit Anne Kristin Schulte von der Heise Medien GmbH & Co. KG findet ihr hier: „Je direkter die Kommunikation, desto besser“

Interview | „Je direkter die Kommunikation, desto besser“

Kommentar verfassen

Heute zeigen wir Euch wieder den Arbeitsplatz eines SEOs. Diesmal von Anne Kristin Schulte, die als SEO- und Web-Analytics Managerin bei der Heise Medien GmbH & Co. KG arbeitet.

Bei der Heise Medien GmbH & Co. KG, dem Unternehmen hinter dem Computer- und IT-Portal heise.de, ist Anne Kristin Schulte als SEO- und Web-Analytics Managerin zusammen mit sechs Kollegen in der Abteilung SEO und Web-Controlling für die Suchmaschinenoptimierung zuständig.

In ihrem sehr vielfältigen Arbeitsalltag kümmert sich Anne Kristin Schulte neben technischen und inhaltlichen Aufgaben an der Seite auch vor allem um die Beratung der Kolleginnen und Kollegen in SEO-Fragen. Auch „die Analyse und Recherche einzelner Inhalte, Themen und Projekte, technischer Fehler oder die Kommunikation rund um Onlinemarketing sind fester Bestandteil meines Arbeitsalltags“, erzählt sie uns.

Bei heise.de werden primär die Newsmeldungen optimiert

Bei heise.de wird die Suchmaschinenoptimierung zentral gesteuert, wie uns Anne Kristin Schulte erklärt: „Die SEO-Arbeit liegt komplett in unserer Abteilung. Mit unseren Kollegen in der Redaktion beziehungsweise in den Ressorts und in der Webentwicklung haben wir aber eine enge Kommunikation, um die Qualität der journalistischen Inhalte mit SEO einerseits und die technische Umsetzung andererseits gewährleisten zu können.“ „Vor allem die Newsmeldungen von heise online werden optimiert“, erzählt uns die SEO-Managerin.

Anne-am-Schreibtisch-2

Anne setzt auf die SISTRIX Toolbox.

Direkte Kommunikation mit den Redakteuren sorgt für hohe Effizienz

Anne Kristin Schulte fungiert unter anderem als Schnittstelle zwischen Webentwicklung und Redakteuren: „Technische Fehler werden durch uns ebenso gefunden und an die Webentwicklung kommuniziert, so wie auch thematische oder inhaltliche Anmerkungen an die Redaktionen und Ressorts“, berichtet sie. Dabei suchen sie und ihre Kollegen den persönlichen Kontakt zu den Redakteuren und technischen Ansprechpartnern: „Je direkter die Kommunikation, desto besser“.

„Hohe Qualität der Print-Artikel soll in die Online-Welt überführt werden“

Damit das Thema Suchmaschinenoptimierung im Verlag erfolgreich etabliert werden kann, bietet das SEO-Team verschiedene Weiterbildungen der Redakteure an: „Wir bieten klassische SEO-Schulungen an und entwickeln aktuell Schulungsvideos, die den Redakteuren helfen sollen SEO-Grundlagen zu lernen.“ Durch die kontinuierliche Sensibilisierung für das Thema Suchmaschinenoptimierung schafft es die SEO-Managerin ihre Kollegen für die Optimierung ihrer Texte fit zu machen. 
Ziel ist es die hohe Qualität der Artikel aus den Print-Magazinen wie der c’t, der Mac & i oder der Technology Review in die Online-Welt zu überführen. Dort müssen die Artikel nur noch auffindbar gemacht werden. „Hierbei ist es allerdings wichtig, dass wir die Artikel weiterhin für den Leser schreiben und auch optimieren und nicht für die Suchmaschinen“, erklärt sie uns. „Aber wir sind da auf einem guten Weg“, berichtet sie freudig.

Das Interview mit Katrin Schaefer von TRG findet ihr hier: „Da wir so breit aufgestellt sind, können wir viele unterschiedliche Zielgruppen bedienen.

Interview | „Da wir so breit aufgestellt sind, können wir viele unterschiedliche Zielgruppen bedienen“

1 Kommentar

Pünktlich zum Start in die neue Woche berichten wir in unserer Interviewreihe „Einblicke in den Arbeitsalltag eines SEO“ aus dem Alltag von Katrin Schaefer von The Reach Group.

Bei der „The Reach Group“ GmbH ist Katrin Schaefer als Group Head Search & Social für insgesamt 35 Mitarbeiter verantwortlich. In der SEO Unit arbeiten sieben Kollegen. Weitere Einheiten sind SEA, Inbound, Social Media Management und Content Creation.

Auf dem Weg zur Arbeit liest Katrin in der Bahn die aktuellen Nachrichten aus der Branche. Im Büro angekommen, stehen ein Check der E-Mail Inbox und die Tagesplanung an. „Zur Tagesplanung gehören die Vorbereitung von Meetings und Kundenterminen sowie die tägliche Absprache mit den Account-Managern.“ Wenn irgendwo Not am Mann ist, hilft Katrin Schaefer auch operativ aus. Doch der Großteil der Arbeit bestehe aus dem Planen von Prozessen, dem Feinschliff für Produkte und dem Erstellen von Angeboten. Personalthemen stehen daneben natürlich auch auf der Agenda.

katrin-schaefer_reachgroup

Alles im Griff: Katrin Schaefer an ihrem Arbeitsplatz.

Jeder Kunde bekommt einen zentralen Account-Manager als Ansprechpartner

Unsere Kunden finden uns meist über unsere Webseite. „Typischerweise beginnen wir dann mit einem Gespräch, in dem die Ziele des Kunden so genau wie möglich definiert werden“, berichtet uns Katrin. Anschließend steht eine umfassende Analyse der Kundenwebseite an. Anhand dieser Analyse und der genauen Zieldefinition können dann geeignete Maßnahmen ausgewählt werden. „Jeder Kunde wird von einem Account-Manager betreut, der die für die verschiedenen Maßnahmen verantwortlichen Mitarbeiter und Teams koordiniert“, erklärt sie uns weiter. Da die „The Reach Group“ sehr breit aufgestellt ist, kann die Agentur auf jeden Kunden zugeschnittene Teams zusammenstellen und deckt so eine hohe Anzahl unterschiedlicher Zielgruppen ab.
Die eigene Content Abteilung stellt beispielsweise eine direkte Schnittstelle zu SEO dar. „So können technische und inhaltliche Aspekte der Arbeit verknüpft und wirkungsvoll umgesetzt werden. Da wir so breit aufgestellt sind, können wir auf allen Ebenen wie Analyse, Strategieentwicklung und Umsetzung mitwirken“, erklärt sie uns.

„SEO ist ein immerwährender Prozess“

Um einen gleichmäßig hohen Qualitätsstandard zu erfüllen, greifen Katrin Schaefer und ihr Team auf vorgegebene Arbeitsabläufe zurück. Um die Bedürfnisse des Kunden zu bedienen, werden diese natürlich auch individuell angepasst, „aber die generellen Abläufe sind definiert und tragen dazu bei, dass wird immer eine gleichbleibende hohe Qualität abliefern“, erzählt sie uns stolz. Und da SEO ein immerwährender Prozess ist und konsequent weitergeführt werden muss, sind vorgegebene Abläufe sehr sinnvoll.
Kundenbindung durch regelmäßige Telefonate und persönlichen Kontakt
„Nach einer Zeitlang kennen wir den Kunden sehr gut, ebenso wie seine Bedürfnisse und Besonderheiten.“ Für eine intensive Kundenbindung ist der persönliche Kontakt sehr wichtig: „In erster Linie integrieren wir uns in den Arbeitsalltag der Kunden durch Meetings und regelmäßige Telefonate. Auf Wunsch halten wir auch Workshops beim Kunden ab“, berichtet Katrin Schaefer. Denn die persönliche Bindung sei ihr sehr wichtig – SEO sei ja, wie gesagt, keine Eintagsfliege, sondern ein langfristiger Prozess. Deshalb müssen Kunde und Dienstleister auch gut miteinander arbeiten können und bestenfalls auch auf persönlicher Ebene zueinander passen.

Das Interview mit Raphael Raue von SPIEGEL ONLINE findet ihr hier: „So gerne wir Links haben, brauchen wir nicht wirklich Linkbuilding“

Interview | „So gerne wir Links haben, brauchen wir nicht wirklich Linkbuilding“

1 Kommentar

In unserem heutigen Interview zeigen wir Euch den Arbeitsalltag von Raphael Raue. Er arbeitet als Head of SEO bei SPIEGEL ONLINE und übernimmt mit seinem Kollegen Maximilian Rau die SEO-Arbeit des Online-Nachrichtenmagazins.

1. In welchem Organisationsbereich bist Du angesiedelt?
Mein Team ist direkt in der Redaktion angesiedelt. Das zeigt auch den Fokus unserer Arbeit, unterschlägt aber, dass Suchmaschinenoptimierung kein Thema einer Abteilung ist. Vielmehr müssen alle Ressorts mitgenommen werden.

2. Wie viele Mitarbeiter zählt das SEO-Team?
Das SEO-Team ist zurzeit noch klein, es besteht aus mir und Maximilian Rau, wir werden uns aber schon bald vergrößern. Ich verantworte den Bereich und konzentriere mich vor allem auf den technischen Teil der Arbeit. Max betreut Google News und die inhaltliche
Koordination. Aber wir werden von allen Ressorts und CVDs unterstützt, sodass bei uns eher Planung und Strategie liegen. An den durchzuführenden Maßnahmen arbeitet die gesamte Redaktion mit.

3. Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Da ich erst seit Anfang des Jahres bei SPIEGEL ONLINE bin, kann ich noch keinen normalen Arbeitsablauf beschreiben. Meine Arbeit besteht momentan viel aus Forschen, Zuhören, Schulen und dem Vernetzen aller Abteilungen. Ich werde in alle Vorgänge und Planungen einbezogen und versuche das spezifische Wissen und Denken, das meiner Meinung nach SEO ausmacht, einzubringen. Dabei geht es natürlich auch darum, das ein oder andere Vorurteil auszuräumen und – so platt es sich anhört – ins Gespräch zu kommen. SPIEGEL ONLINE wäre ohne die vielen unheimlich guten Journalisten nicht dort, wo es ist. Aber allein guter Inhalt macht noch keine gute Webseite aus. SEO ist ein weiterer Baustein in diese Richtung. Aber wie jede neue Struktur, muss sie erst in die bestehenden integriert werden. Mein Arbeitsalltag ist also so unterschiedlich, dass einfach noch kein Alltag aufkommt.

raphael-raue-arbeitsplatz

Raphael Raue im Büro: Google News und Analysetools wie die SISTRIX Toolbox sind zwei wichtige Komponenten seiner alltäglichen Arbeit.

4. Ist die gesamte SEO-Arbeit bei SPIEGEL ONLINE zentral bei Dir organisiert oder
gibt es mehrere Teams, die für verschiedene Unternehmensbereiche zuständig
sind? Arbeiten die Ressorts eigenständig?

Bei SPIEGEL ONLINE wurde natürlich auch schon SEO betrieben, bevor es eine eigene Abteilung gab. Die einzelnen Ressorts, Redakteure und auch die Technik haben sich schon immer mitverantwortlich gefühlt und tun dies weiterhin. Meine Aufgabe ist es, all diese Aktivitäten in einer Gesamtstrategie zu bündeln. Somit mag SEO bei mir zentral organisiert sein, aber ich freue mich über jede Eigenverantwortung und -initiative, höre zu, diskutiere Ideen und unterstütze meine Kollegen bei Tests. Alles, was funktioniert, trage ich dann weiter.

5. Optimieren die Redakteure ihre Artikel eigenständig?
Ja. Wir beraten und arbeiten auch nach, aber ein Großteil der Artikel kommt bei uns schon so an, wie wir uns das vorstellen. Für den Rest ist Max [Maximilian Rau, Anm. d. Red.] zuständig.

6. Ist Deine Arbeit eher technischer Natur oder liegt der Fokus auf den Inhalten und
deren Nachhaltigkeit?

Unsere Arbeit und somit meine Verantwortung umfasst beides, und das muss auch so sein. Technisches SEO und inhaltliche Ausrichtung muss im Journalismus Hand in Hand gehen. Und das nicht als Phrase, sondern als Konzept. Es geht sowohl darum, den Crawler zu leiten, als auch darum, die Inhalte so gut wie möglich auszuspielen. Wichtig ist es aber auch, Potenziale zu entdecken. SPIEGEL ONLINE gibt es jetzt seit 20 Jahren und somit stehen uns Top-Inhalte zur Verfügung. Aber durch die starke Marke und die exzellente Arbeit der Redaktion steht noch immer die Startseite im Mittelpunkt. Alte Artikel verschwinden bisweilen – das wollen wir ändern. Das ist nicht allein SEO-Arbeit, sondern auch eine redaktionelle. Mit dem Wissen, dass neben der Startseite und den Social-Media-Kanälen auch die Google-Suche sehr viel Potenzial hat, wollen wir neue Leser mit unseren Inhalten in Berührung bringen.

SEO in einem Medienhaus unterscheidet sich dadurch natürlich ein wenig von der klassischen SEO-Arbeit. So gern wir Links haben, brauchen wir nicht wirklich Linkbuilding. Unsere Inhalte sind gut, sie sind gesellschaftsrelevant und aktuell. Darauf liegt der Fokus und dadurch bekommen wir jede Menge Aufmerksamkeit. Meine Arbeit ist also sehr News-lastig. Und das bringt sehr viele Vorteile mit sich. Aber dabei dürfen wir unsere langfristigen Stücke nicht vergessen, müssen sowohl den Besucher, als auch den Crawler leiten und die Servicestücke, die Hintergründe und Ratgeber, die SPIEGEL ONLINE auch seit jeher ausmachen, besser auffindbar machen. Es geht dabei in gewisser Weise um eine Mischung aus technischen SEO, redaktionelle Feingefühl, UX und Crawling-Architektur.
Die Frage ist also nicht die nach einem Fokus. Ein Webseite, egal ob journalistisch oder servicegetrieben, ist ein Gesamtkonstrukt. Je größer dieses Konstrukt, desto komplexer wird es auch, eine ausgewogene Mischung aller Aspekte einer Webseite zu finden. Darauf liegt mein Fokus bei SPIEGEL ONLINE.

7. Wie regelt ihr den Abstimmungsprozess der unterschiedlichen Bereiche, die an
den Inhalten der Website beteiligt sind? (Content, Technik etc.)

Da ich erst so kurz hier bin, kann ich dazu noch nicht viel sagen. Ich denke die Prozesse gehen von der großen und starken Redaktion aus. Für die technischen Belange spreche ich stärker mit der IT. Aber viele technische Änderungen sind auch Änderungen am Markenkern, am Workflow. Wie oben schon erwähnt ist eine Webseite ein Gesamtkonstrukt – Technik bestimmt auf gewisse Weise Inhalte, und Inhalte bestimmen die Technik. Niemand liest einen Text, auch wenn er noch so gut ist, wenn er darauf 20 Sekunden warten muss. Technik ermöglicht Inhalt. Aber es besucht auch niemand eine Seite mit schlechtem Content, nur weil sie schnell lädt. Dementsprechend sind unsere Abstimmungsprozesse sehr eng und wir treffen uns wöchentlich in einer Entscheidungsrunde aus SEO, Social Media, Video, Design, IT und Chefredaktion. Dort werden die wichtigsten Themen besprochen, festgelegt und priorisiert. Das betrifft vor allem die großen Projekte. Für kleinere Änderungen spreche ich direkt mit den Entwicklern oder eben mit den Ressorts, CVDs etc.

8. Welche Widrigkeiten gibt es, durch die komplexe Struktur eines Verlages bei der
Umsetzung von SEO-Maßnahmen?

Komplexität bringt immer Nachteile mit sich. Man kann nicht alles kontrollieren, was man als SEO vielleicht kontrollieren möchte. Da kann es schon mal passieren, dass irgendetwas gelöscht wird, obwohl es einige Links und Rankings hatte. Oder es werden Weiterleitungen nicht so eingestellt, wie man das möchte. SEO ist zwar kein ganz neues Thema, aber es gilt: Je größer die Organisation, desto mehr Arbeit ist es, eine gewisse Konsistenz in die Gesamtstrategie zu bringen. SEO besteht eben nicht nur aus ein paar
Keywords hier und einigen Links dort. Wer nur gute Inhalte produziert, sie mit Keywords anreichert und hofft, dass allein aus diesem Grund alle zu einem kommen, wird nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen. Menschen suchen – und sie suchen eben vor allem bei
Google. Wir wollen gefunden werden, also müssen wir SEO in jeden einzelnen Workflow integrieren. Und je komplexer die Workflows, desto mehr hat der Seo auch zu tun. Man kann das Widrigkeiten nennen, aber sind genau diese Herausforderungen und Anforderungen, die diesen Beruf so spannend machen. Es ist eben nicht nur ein technisches Thema, sondern ich rede mit allen Abteilungen im Haus und bin überall eingebunden.

9. Arbeitet ihr zusätzlich noch mit Agenturen zusammen oder setzt ihr alle
Maßnahmen inhouse um?

Wir setzen alle Maßnahmen inhouse um, arbeiten aber seit langem mit Sebastian Cario zusammen. Ich schätze diese Zusammenarbeit sehr, da er das Haus deutlich länger kennt und die meisten Projekte vor meiner Zeit hier konzeptionell begleitet oder angestoßen hat.
Aber auch zuvor wurden alle Maßnahmen inhouse umgesetzt. Die Meinung Sebastians ist mir wichtig und so ist er immer noch in beratender Funktion für uns tätig.

Das Interview mit Maik Mistian von Anfang August gibt es hier: „Beim Website-Relaunch ist es manchmal eine Herausforderung alle Projektbeteiligten für das Thema SEO zu sensibilisieren“

Interview | „Beim Website-Relaunch ist es manchmal eine Herausforderung alle Projektbeteiligten für das Thema SEO zu sensibilisieren“

2 Kommentare

Auch heute haben wir ein neues Interview aus der Reihe „Einblicke in den Arbeitsalltag eines SEO” für euch. Wir geben einen Einblick in die Arbeit vom Director SEO bei der United Digital Group (UDG) SUMO, Maik Mistian.

Der SEO-Bereich bei der United Digital Group SUMO (kurz: UDG SUMO) kann in „technische Beratung und Optimierung“ und „Linkmanagement“ und „Local SEO“ unterteilt werden. Maik Mistian ist als Leiter der SEO-Consulting Abteilung zusammen mit 17 Kollegen im Kern für die technische Beratung und Optimierung zuständig.

Zwischen E-Mails und Meetings viele Management-Aufgaben

„Ich fange meist schon auf dem Weg ins Büro an meine Mails zu checken und auch schon zu beantworten […] bis die ersten Meetings beginnen“, beschreibt der Director SEO Maik Mistian einen typischen Arbeitsmorgen. Dazwischen gibt es viele Management-Aufgaben zu erledigen, wie die Koordination von diversen Projekten, Planungserstellung und auch die Abstimmung einiger interner Abläufe, erzählt er weiter. „Natürlich analysiere ich auch SEO-Entwicklungen und finde Trends heraus – aber die Management-Aufgaben überwiegen“, so Maik Mistian.

maik_mistian_arbeitsplatz

An seinem ordentlichen Arbeitsplatz hat der Director SEO von UDG SUMO alles im Griff.

Anzahl der Teammitglieder je nach Projekt skalierbar

Bei UDG SUMO betreuen Teams die Kunden, bei denen bei Bedarf verschiedene Projektbeteiligte für verschiedene Aufgaben mit hinzugezogen werden. „Ein Projektteam besteht dabei mindestens aus einem Account-Manager und einem SEO-Consultant. Je nach Komplexität des Projektes werden dann auch zusätzlich Linkmanager, Content-Marketing-Manager, Texter und gegebenenfalls weitere Spezialisten Teil des Projektteams“, erklärt Mistian. Dann wird eine Potenzial-Analyse erstellt und eine Liste an Zielen definiert. Dabei unterscheidet das SEO-Team technische Maßnahmen, „um den Auftritt insgesamt für Google & Co. barrierefreier zu gestalten“ und inhaltlichen Maßnahmen, erklärt uns der Director SEO. „Ist dies abgeschlossen, werden mit dem Kunden die Umsetzungsmöglichkeiten der definierten Maßnahmen abgestimmt, wobei sich dann herauskristallisiert wann wie und mit welchem Aufwand sich Maßnahmen tatsächlich zeitnah vom Kunden oder den beteiligten Agenturen umsetzen lassen und welche Maßnahmen in die langfristige SEO-Strategie aufgenommen werden müssen“, erzählt er weiter. Hier entwickle das Team ein Gespür dafür mit welchem Tempo das Projekt umgesetzt werden könne. Somit kann sich der Kunde ganz auf die Arbeit von Mistian und seinem Team verlassen, sie führen ihn sozusagen durch das Projekt.
Die Dauer eines Projektes könne man an der Größe und Komplexität festmachen: „Bei kleinen einfachen Projekten dauert die initiale Optimierung ca. 2-4 Wochen. Bei größeren Unternehmen und komplexeren Projekten liegt die Umsetzungszeit bei 3 Monaten und länger. Das liegt meist [am] höheren Planungs- und Abstimmungsaufwand“, erklärt Mistian.

Unvorhersehbare Probleme durch plötzliche neue Erwartungshaltungen der Kunden

Im Agenturalltag ist eine enge und kontinuierliche Abstimmung mit dem Kunden sehr wichtig, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Allerdings komme es, laut Mistian, regelmäßig vor, dass der Kunde plötzliche Erwartungshaltungen entwickelt, die vorher nicht absehbar oder vereinbart waren. Auch passiert es, dass der Director SEO und sein Team zu spät über wichtige Änderungen am Online-Auftritt oder gar einem vollständigen Relaunch informiert werden. „Dies geschieht aber meist bei kleineren Projekten“, relativiert er. Bei größeren Projekten sei es aber manchmal eine Herausforderung die am Relaunch Beteiligten für das Thema SEO zu sensibilisieren und Chancen und vor allem Risiken bei einer verspäteten Einbindung von SEO aufzuzeigen. Aber da Mistian und sein Team mit regelmäßigen Statusmeeting, Telefonkonferenzen und Workshops für die Kunden den kontinuierlichen Austausch treiben, können sie aktiv gegen unvorhergesehene Probleme steuern. Und er kann auf lange Erfahrung zurückschauen: „Ich bin bereits schon lange dabei, sodass ich vieles inzwischen etwas entspannter sehe und vieles mich auch nicht mehr aus der Ruhe bringt.“

Das Juli-Interview mit Florian Elbers von der COMPUTER BILD DIGITAL GmbH findet ihr hier: „Ein Redakteur kann seinen Kollegen die Vorteile einer Optimierung überzeugender deutlich machen“

Interview | „Ein Redakteur kann seinen Kollegen die Vorteile einer Optimierung überzeugender deutlich machen“

2 Kommentare

Im Zuge unserer Interviewreihe „Einblicke in den Arbeitsalltag eines SEO“ geben wir Euch heute einen Einblick in die Arbeit vom SEO-Manager Florian Elbers, der bei der COMPUTER BILD DIGITAL GmbH unter anderem für die Portale computerbild.de und autobild.de zuständig ist.

Florian Elbers ist SEO-Manager bei der Axel Springer SE und zusammen mit seinem 6-köpfigen Team für die Portale autobild.de und computerbild.de, wieistmeineip.de und ekitchen.de verantwortlich. Das Team gehört organisatorisch zur IT der COMPUTER BILD DIGITAL GmbH.
„Jeder Tag beginnt bei uns mit der Teilnahme an den Kanban-Runden unserer beiden Entwickler-Teams, wo auch der Fortschritt der technischen SEO-Tasks besprochen wird“, erzählt Elbers. Zu seinen technischen SEO-Aufgaben gehören unter anderem die „Optimierung der Crawlability, die Indexierungssteuerung und eine Verbesserung der Informationsarchitektur. Das sind Grundvoraussetzungen, dass wir mit den Inhalten die unsere Redakteure schaffen auch ordentlich ranken“, berichtet er weiter.

Arbeiten auf Zuruf als Business-Consultants

Oft arbeiten Florian Elbers und sein Team auf Zuruf mit anderen Abteilungen zusammen – „wir sind sozusagen Inhouse-Consultants“. Als Consultants erstellen sie Potenzial- oder Konkurrenzanalysen für die Business-Development-Abteilung. Damit helfen sie „bei der Entscheidungsvorbereitung hinsichtlich neuer Partnerschaften und Geschäftsmodelle zu unterstützen“. Daneben betreibt das SEO-Team auch strategisches SEO. Dabei beschäftigen sie sich damit „Erfolgspotenziale über Evergreen-Content“ zu schaffen – „das ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit“, erklärt Elbers. Natürlich gehören neben diesen Aufgaben auch Keywordanalysen, die Optimierung des Snippetdesigns, das Nachhalten der relevanten internen Verlinkung und inhaltliche Recherchen, die die Redakteure in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, zu den täglichen Aufgaben von Florian Elbers und seinem Team.

Florian_Elbers_Computerbild_Digital_GmbH

An kleinen Details kann man erkennen, dass Google auf dem Arbeitsplatz von Florian Elbers längst Einzug gehalten hat. Und die SISTRIX Toolbox auch – erkennt ihr wo?

Redakteure werden von Kollegen in Punkto SEO geschult

Doch um die Optimierung ihrer Texte kümmern sich die Redakteure eigenständig. Sie „bekommen mit gewisser Regelmäßigkeit redaktionelle SEO-Schulungen. Diese führen wir aber nur noch selten selbst aktiv durch, da wir einen ambitionierten Redakteur SEO-mäßig stark ‚aufgeschlaut‘ haben“, erklärt Elbers freudig. Er könne seinen Kollegen einfach überzeugender die Vorteile einer Optimierung deutlich machen und dabei auch auf die speziellen Felder im CMS eingehen. Florian Elbers und seine Kollegen sind bei den Schulungen häufig anwesend um tiefergehende Fragen zu beantworten. „Oft kommen Redakteure aber auch direkt auf uns zu um sich Rat zu passenden Keywords oder Empfehlungen einzuholen“, so Elbers weiter. 
Da durch die vielen unterschiedlichen Akteure viel Abstimmungsarbeit geleistet werden muss, treffen sich die Teams in regelmäßigen Jour Fixes, „meistens jedoch stehen wir doch in fast permanentem Austausch“, erklärt der SEO-Manager.

Priorisierung von SEO stellt noch Probleme dar

Trotz konsequenter Einbindung des SEO-Teams in das technische Grundgerüst der Portale von Axel Springer und nachhaltige Schulung der Redakteure, hat die Suchmaschinenoptimierung noch keinen selbstverständlichen Stellenwert im Verlag. „Ich glaube es ist keine verlagstypische Begebenheit zu sagen, dass SEO-Themen in den meisten Unternehmen nicht stets auch die wichtigsten Sachverhalte in der technischen Umsetzung sind. Dies ist jedoch kein grundsätzliches Ressourcenproblem, sondern eher ein Problem der Priorisierung“, bemängelt Elbers. Doch es ist Besserung in Sicht: In weiteren neuen Projekten hätten Elbers und sein Team in Zusammenarbeit mit einem interorganisationalen Team die komplette technische und inhaltliche Planung, als auch die Überwachung übernommen, sagte er. Dabei handelt es sich um die Projekte ekitchen.de, egarden.de und evivam.de.

Das Juni-Interview mit Dennis Esterl von der Allianz Deutschland AG findet ihr hier: „Die größte Herausforderung entsteht durch die große Zahl an Beteiligten – und die damit verbundenen Erwartungen“