Jede Sekunde zählt: 40% der Mobil-Nutzer verlassen Seiten mit Ladezeit über 3 Sekunden

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Der Webanalyse-Anbieter Kissmetrics hat in einer älteren Studie einige spannende Zahlen zum Thema “Ladezeit” veröffentlicht. Doch trotz des Alters der Auswertung wird beim Studieren der Ergebnisse mehr denn je deutlich, dass jede Sekunde zählt. Ob Desktop oder Mobilgerät ist generell egal: Ein Viertel der Nutzer verlässt unabhängig vom Endgerät eine Webseite, die 4 Sekunden und mehr zum vollständigen Seitenaufbau benötigt.

Nutzer von Mobilgeräten sind noch anspruchsvoller: Über 50% der Mobilnutzer erwarten, dass die Ladezeiten auf dem Smartphone mit den Desktop-Ladezeiten fast identisch oder nur geringfügig höher sind:

Diesen Anspruch können viele mobile Webseiten, aufgrund schlechter mobiler Datenverbindungen oder großer Bilddateien, meist nicht erfüllen. Bei einer Ladezeit von 3 Sekunden und mehr springen daher schon rund 40% der Nutzer ab.

Um diese Diskrepanz zumindest teilweise aufzulösen, versucht Google mit dem Accelerated Mobile Pages (AMP)-Framework die Ladezeit mobiler Webseiten zu verkürzen – die beliebten Content-Management-Systeme WordPress und Joomla arbeiten auch schon an der Umsetzung eines Plugins.

69% der Teenager aus UK können Google Ads nicht von organischen Suchergebnissen unterscheiden

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Die britische Medienaufsichtsbehörde “Office of Communications” (kurz: Ofcom) hat den “Media Use and Attitudes Report” des Jahres 2015 herausgegeben und darin auch unter anderem Erkenntnisse aus der Onlinenutzung der Teenager im Vereinigten Königreich bekanntgegeben.

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© Ofcom

Aus dem Bericht geht hervor, dass rund 69% der Teenager im Alter von 12 bis 15 Jahren, die an der Studie teilgenommen haben, nicht zwischen bezahlten Suchergebnissen und organischen Suchergebnissen unterscheiden konnten. Und das trotz der eindeutigen Kennzeichnung der “Ads”. Das wird Google freuen, da sie ja den Großteil ihrer Umsätze über Werbeeinnahmen einfahren. Dies wussten jedoch nur 46 Prozent Befragten in der oben genannten Altersklasse. Dem Rest der Befragten war nicht klar, dass Google durch Werbeeinnahmen finanziert wird. Bei YouTube war es hingegen schon 50% der Teenager klar – zumindest, dass hier Produkte gegen Geld platziert werden, also klassischen Product Placement stattfindet.

Gut für Google: Rund 19% der 12 bis 15-jährigen vertraut den Suchergebnissen von Google – denn was dort angezeigt wird, muss ja auch der Wahrheit entsprechen.

Für weitere Erkenntnisse: Children and parents: Media use and attitudes report 2015

Generation Y: 81% nutzen YouTube, sogar 79% Netflix regelmäßig

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Laut einer Befragung des US-Magazins Business Insider, nutzen rund 80% aller 18-34-Jährigen YouTube noch vor Netflix, Amazon Prime Instant Video und weiteren US-spezifischen Streaming-Diensten. Allerdings liegt Netflix sehr dicht dahinter: 79% der jungen Generation in den USA nutzt diesen Streaming-Dienst. Die weiteren Anbieter allerdings liegen weit abgeschlagen dahinter:

YouTube ist für Google, durch die ausgespielte Werbung, eine wichtige Einnahmequelle. Auch mit dem bislang nur in den USA verfügbaren Programm “YouTube Red” versucht Google hier noch attraktiver für die Zuschauer zu werden. Mit YouTube Red können YouTube-Nutzer nach Zahlung eines monatlichen Beitrags die Videos ohne Werbeunterbrechungen und auch offline schauen – also ganz ähnlich wie bei einem “normalen” Streamingdienst”.

Umfrage: Ein Viertel aller Webseiten setzen auf WordPress

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Laut aktuellen Zahlen dem Tech-Analyseunternehmen W3Techs macht das Content-Management-System WordPress mittlerweile 25%, also gut ein Viertel, aller im Internet verfügbaren Webseiten aus.

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Quelle: W3Techs

Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass rund 59% aller Content-Management-Systeme, deren Software bekannt ist, auf die WordPress-Lösung setzen – hier zählen wahrscheinlich auch Intranet-Lösungen und Newsletter-Lösungen dazu. Laut Wired konnte WordPress in den letzten Jahren kräftig an Marktanteil gewinnen. So sei der Marktanteil von Oktober 2012 bis jetzt von 54,4% auf 58,7% angewachsen – weiter wachsend.

20% mehr organischer Suchtraffic zu Twitter seit Integration in Google-SERPs

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Seit Mai dieses Jahres finden sich bei bestimmten Suchanfragen wieder Tweets in den SERPs. Diesen Deal verkündete Twitter CEO Dick Costolo im Feburar. Dabei begann Google Tweets zuerst in den Suchergebnissen auf dem Smartphone anzuzeigen und danach auch bei Desktop-Suchen – hier allerdings bisher US-only.

Das Web-Analyseunternehmen Stone Temple Consulting zeigte in einer Studie, dass seit der Twitter-Integration in die Google-SERPs 466% mehr Tweets durch den Googlebot gecrawlt und indexiert wurden – die Maschine lief also ordentlich an.

Nun hat Similiarweb, ein weiteres Analyse-Unternehmen einen Blick auf den organischen Suchtraffic von Google zu Twitter geworfen. Dabei haben sie herausgefunden, dass der Google-Traffic um 20% zugenommen hat:

twitter-traffic

© Similiarweb

Ab Juni, also dem Start-Zeitpunkt der Integration, fiel auch in gleichem Maße die Absprungrate von Twitter. So scheint das Ziel erreicht zu werden, Nutzer einfacher an Twitter zu binden. Denn bei der Kooperationsankündigung erklärte Twitter-Chef, dass man mit der Kooperation noch mehr Nutzer erreichen wolle – auch wenn sie nicht bei Twitter registriert oder eingeloggt sind:

The goal is to get people to consume content and engage with that content whether they log in or not.
Dick Costolo, CEO Twitter
Quelle: SearchEngineLand

Das Chart dazu:

Twitter Bounce Rate

© Similiarweb

Studie: 27% mehr Conversion bei Verringerung der Ladezeit um eine Sekunde

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Tammy Everts von der US-Webanalyse-Firma Soasta hat in einer Case Study herausgefunden, dass eine geringere Ladezeit einer Shop-Seite einen positiven Einfluss auf die Conversion-und auch auf die Bounce-Rate hat. Nun, dies ist nicht verwunderlich, denn jeder kennt das frustrierende Warten auf das vollständige Laden aller Inhalte einer langsamen Webseite. Wenn die Inhalte schneller bereitstehen, dann kaufen wir dort auch bevorzugt ein – denn die User Experience stimmt.

Für die Untersuchung hat die Senior Analystin die Conversion- und Bounce-Rate eines Kunden von Soasta über einen Zeitraum von 30 Tagen untersucht. Ich habe mir die Kundenliste einmal angeschaut und tippe auf den Luxus-Online-Shop Bonobos. Über diesen Zeitraum konnte sie rund 4,5 Millionen Mobil-Sessions sammeln und analysieren. Mit der Soasta-Software “mPulse” hat sie die Abhängigkeit zwischen Ladezeit und Conversion- sowie Bounce-Rate untersuchen können.

Bei dem nachfolgenden Graphen zeigt die x-Achse die Ladezeit einer Seite in Sekunden und die y-Achse die Seitenaufrufe bzw. die Conversion-Rate. So ist erkennbar, dass die höchste Conversion von fast 2% bei einer Seitenladezeit von rund 2,4 Sekunden zu verzeichnen ist. Mit einer Ladezeit von 3,3 Sekunden, also fast einer Sekunde mehr, fällt die Conversion schon auf 1,5% ab. Ab einer Ladezeit von rund 2 Sekunden mehr, also bei 4,2 Sekunden, halbiert sich die Conversion-Rate sogar. Danach nimmt sie mit steigender Seitenladezeit kontinuierlich ab und bleibt ab 6,6 Sekunden auf einem gleichbleibenden Niveau.

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Die niedrige Conversion bei schnellen Seiten könnte ein Indiz dafür sein, dass es sich hierbei um Kategorieseiten oder Seiten mit wenigen Inhalten und damit einhergehend keiner Conversion-Möglichkeit handelt.

Die Absprungrate verhält sich ähnlich zur Conversion-Rate. So kann man vereinfacht sagen, dass sie sich mit steigender Seitenladezeit kontinuierlich erhöht. Die geringste Absprungrate verzeichnen diejenigen Seiten, die nur rund 2,4 Sekunden zum Laden benötigen:

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Die hohe Absprungrate bei Seitenladezeiten bis 1,8 Sekunden könnte darauf zurückzuführen sein, dass hier Kategorie- oder Übersichtsseiten, bzw. Seiten mit wenigen Inhalten besucht wurden, die nur als Mittler zu Artikelseiten oder Seiten mit vielen Informationen dienen.

Die gesamte Auswertung findet ihr im Soasta Blog: Case study: Mobile pages that are 1 second faster experience up to 27% increase in conversion rate

Umfrage: IKT-Branche setzt auf Mobile Marketing und SEO – Gefahr für Google AdWords

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Laut einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM wollen die Mehrheit der Unternehmen aus der Informations- und Telekommunikationstechnologie (IKT) in Zukunft in Mobile Marketing und die klassische Suchmaschinenoptimierung investieren. Klassische Werbung dagegen wird nicht weiter ausgebaut und sogar zurückgefahren. Der Online-Marketing-Anteil des gesamten Marketingbudgets in dieser Branche wird im Zweijahres-Verlauf um 7% gesteigert.

Infografik: Unternehmen betreiben mehr Online-Marketing - aber nicht mit klassischer Werbung | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Aus der obigen Grafik wird deutlich, dass die IKT-Unternehmen stark auf Mobile Marketing und SEO setzen. Auch sollen Marketing-Aktivitäten über soziale Netzwerke erhöht und die eigene Webseite gestärkt werden. Klassische Onlinewerbung soll im Durchschnitt eher zurückgefahren werden. Das heißt, dass auch die Marketingbudgets für Google-Werbung, wie AdWords und AdSense zurückgefahren werden. Zwar ist das nur die Bestandsaufnahme einer einzelnen Branche und auch nur innerhalb Deutschlands. Doch sollte diese Entwicklung zum Trend werden, bedeutet das weniger Einnahmen für Googles Desktop-Werbegeschäft. Doch Google hat noch ein Ass im Ärmel: So baut der Suchmaschinenriese sein Werbegeschäft auf dem mobilen Markt zurzeit extrem aus und entwickelt auch regelmäßig neue mobile Werbeformate. Damit könnte Google auf der Welle “Mobile Marketing” mitschwimmen und die Verluste aus klassischer Desktop-Werbung ausgleichen.

US-Nutzer nutzen nur 1/3 aller installierten Apps: App-Indexing soll dagegensteuern

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Im Google Webmaster Central office-hours hangout zum Thema “App-Indexing” haben die Googler heute ein Slide gezeigt, dass die Smartphone-Nutzer in den USA im Schnitt immer mehr Apps auf ihren Mobilgeräten installiert haben, aber immer weniger Apps davon aktiv nutzen:

So scheint es, dass manche Nutzer gar nicht wissen, welche Apps sie installiert haben. App-Entwickler, die ihre Apps für das App-Indexing angemeldet haben, können dem nun entgegensteuern. Denn falls Google die Apps indexiert hat, wird diese je nach Suchanfrage ausgegeben.

Im heutigen Hangout bestätigte Google auch, dass auf Android-Geräten je nach Suchanfrage auch nicht-installierte Apps zum Download vorgeschlagen werden.

Das vollständige Hangout findet ihr hier:

US-Studie: Facebook bringt mehr Referral-Traffic zu Medienseiten als Google

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Das Online-Analyseunternehmen Parse.ly aus den Vereinigten Staaten hat in einer Studie herausgefunden, dass Facebook im Juli erstmals mehr Traffic auf 400 untersuchte Webseiten bringt, als alle Google Seiten, wie Google.com, Google News etc. Unter den 400 untersuchten Seiten tummeln sich Medienportale wie Reuters, Mashable und The Atlantic.

Der Anstieg beginnt ungefähr im April dieses Jahres. Zu diesem Zeitpunkt hat Facebook seinen Algorithmus umgestellt und damit den News Feed neu durchmischt. Die Analytiker von Parse.ly sehen darin einen möglichen Grund für den Traffic-Anstieg von Facebook zu den 400 untersuchten Webseiten:

Soziale Netzwerke machen im Drei-Monats-Schnitt 43% des Gesamt-Referral-Traffics der untersuchten Webseiten aus und liegen damit 5 Prozentpunkte vor dem Such-Traffic (38% des Gesamttraffics). Die restlichen 19% teilen sich RSS-Feeds, News-Aggregatoren und Andere auf:

Dass Facebook Ambitionen hat in der Medienbranche als wichtiger Kanal wahrgenommen zu werden, festigte das Unternehmen im Mai mit der Einführung der Instant Articles. Bei den Instant Articles handelt es sich um extra für Facebook aufbereitete (Kurz-)Artikel, die keinen weiterführenden Klick auf das Online-Angebot des betreffenden Nachrichtenportals mehr benötigen. Bisher sind in Deutschland BILD und SPIEGEL ONLINE als Partner an Bord.
Doch scheinbar veröffentlichen noch genug weitere Nachrichtenportale Teaser-Artikel auf Facebook, die den Leser dann auf die eigene Seite lenken. Und nicht nur das: Laut Business Insider stammt ein Teil des Facebook-Traffics aus Facebook Ads, also den bezahlten Anzeigen bei dem sozialen Netzwerk. So hat Facebook nicht nur Google als Traffic-Lieferant überholt, sondern verdient sogar noch daran.

Studie: Google-Traffic für größte deutsche Online-Shops wichtiger als Direkt-Traffic, AdWords-Traffic sinkt stetig

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Die Marketing-Agentur Aufgesang Inbound Marketing GmbH hat heute die fünfte Auflage der Studie “Online-Marketing bei deutschen Online-Shops” herausgegeben und damit die Entwicklungen der größten Trafficlieferanten für Online-Shops analysiert. Dazu wurden die Trafficquellen, wie organische Google-Suchergebnisse, AdWords und Social Media von den 199 größten Online-Shops in Deutschland untersucht.

Aus den Studienergebnissen wird ersichtlich, dass die organischen Suchergebnisse weiterhin die größte Trafficquelle für die untersuchten Online-Shops ist – Tendenz steigend. So ist der Traffic über die organischen Suchergebnisse weiterhin der wichtigste Kanal für die untersuchten Online-Shops und verzeichnete sogar einen Anstieg von 81,66% (2014) auf 82,45% (2015). Wie aus dem nachfolgenden Schaubild erkennbar, stieg der Anteil an Universal-Search Traffic im Vergleich zum Vorjahr enorm, wohingehend der Traffic über bezahlte Suchergebnisse zurückging.

Aufgesang_E-Commerce-Studie_Anteile_gesamt_Vergleich2014_2015-08-13

© Aufgesang

Vor allem Online-Shops, die ein “Komplettsortiment” anbieten, haben eine hohe organische Sichtbarkeit. Online-Shops für Büroausstattung oder auch Shops für Tiernahrung stehen am unteren Ende der Skala:

Aufgesang_IM_Studie2015_Organische_Sichtbarkeit_2015-08-12

© Aufgesang

In der Aufschlüsselung aller Traffic-Kanäle sind die Google-Suchergebnisse, organisch und paid der wichtigste Kanal für die untersuchten Online-Shops und das noch vor direkten Zugriffen:

Aufgesang_IM_Studie2015_Verteilung_Traffic_Kanaele_2015-08-12

© Aufgesang

Auch wenn aus dem Kuchendiagramm des Gesamttraffics hervorgeht, dass der Traffic über soziale Netzwerke, wie Facebook, Google+ und Twitter, vergleichsweise gering ist, so stechen drei unterschiedliche Branchen heraus: die Möbelbranche (1,28% am Gesamttraffic), die Mode- und Kosmetikindustrie (1,61% und 2,96% am Gesamttraffic) und die Elektronikbranche (1,17% am Gesamttraffic). Alle anderen untersuchten Branchen können einen Social-Traffic von nur unter einem Prozentpunkt verzeichnen. Spitzenreiter unter den Netzwerken ist weiterhin Facebook mit über 81% des Gesamt-Social-Traffics aller Branchen:

Aufgesang_IM_Studie2015_Social_Media_Verteilung_2015-08-12

© Aufgesang

Alle Studienergebnisse und weitere Informationen zur statistischen Erhebung sind hier gegen einen Tweet oder Facebook-Share zum Download verfügbar.