US-Agentur Northcutt: Es gibt nur 61 konkrete Google-Rankingfaktoren

Kommentar verfassen

Die US-amerikanische Inbound-Marketing Agentur Northcutt hat die kursierenden und von Google bestätigten Rankingfaktoren einmal in einer Übersicht zusammengefasst und nach „Mythos“ und „Konkret“ organisiert. Die Quellen sind Google Patent-Einreichungen, direkte Aussagen von Google oder wissenschaftliche Methoden.

Wenn wir also in der interaktiven Matrix den Schieberegler „Myth —> Concrete“ vollständig zu „Concrete“ bewegen, zeigt die Liste nur noch 61 Rankingfaktoren an:
google_ranking_factors_northcutt_agency

Google kommuniziert seit längerer Zeit, dass es über 200 Faktoren gäbe. Was bei der Auflistung von Northcutt allerdings beachtet werden muss: Hier werden keine Lokal-Rankingfaktoren mitgezählt. Auch gibt es für reine Bildersuchen und Videosuchen leicht angepasst Faktoren. Daher befindet sich die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Hier könnt ihr die Matrix selber ausprobieren: Google Ranking Factors

Der IndexWatch 09/2015 steht bereit

Kommentar verfassen

Pünktlich Anfang September präsentiert Rene Dhemant den IndexWatch 09/2015. Darin analysiert er die Gewinner und Verlierer im SISTRIX Sichtbarkeitsindex des Monats August.

Mit Abstand der größte Gewinner im August ist mit +413,61% das personalisierbare Online-Radio last.fm. Hier wurde scheinbar entschieden alle Inhalte zentral auf der Domain last.fm zu bündeln – dies wird auch den hohen Anstieg in der Sichtbarkeit zur Folge gehabt haben.
Auch die E-Learning Plattform lecturio.de hat rund 26% Sichtbarkeit hinzugewinnen können und befindet sich insgesamt in einem steilen Aufwärtstrend. René hat sich gefragt wie dies zustande kommt und herausgefunden, dass hochwertige Inhalte und eine optimierte interne Verlinkung dazu geführt haben bzw. dazu führen.

SISTRIX-IndexWatch-Blogpost

Zu den Verlieren des Monats August zählen axelspringer-mediapilot.de (-82,41%), lastfm.de (-77,09%) und das Reisebüro topbucher.de (-67,08%). Die Auskunft über das Medien-Portfolio von Axel Springer (axelspringer-mediapilot.de) hat so stark an Sichtbarkeit verloren, weil die Inhalte auf die Domain media-impact.de umgezogen wurden. Lastfm.de wurde ja, wie schon bei der Auflistung der Gewinner erklärt, auf last.fm umgezogen und hat daher fast 80% der Sichtbarkeit verloren bzw. an last.fm abgegeben. Beim Reisebüro topbucher.de wird der Googlebot kurioserweise mit NOINDEX davon abgewiesen die Inhalte aller URLs zu indexieren. Auch in der robots.txt werden alle Crawler angewiesen die Seite nicht zu besuchen. So erklärt sich auch der starke Abfall in der Sichtbarkeit.

Alle weiteren Analysen findet ihr hier.

Webseiten mit ganzflächigen App-Interstitials werden ab 1. November abgestraft

Kommentar verfassen

Es war schon abzusehen: Google straft ab dem 1. November diejenigen Webseiten ab, die ihre eigenen Apps mit einem ganzflächigen Interstitial bewerben. Sie werden in der Folge dann in den mobilen Suchergebnissen nicht mehr als „mobile-friendly“ bzw. „Für Mobilgeräte“ geeignet gekennzeichnet:

After November 1, mobile web pages that show an app install interstitial that hides a significant amount of content on the transition from the search result page will no longer be considered mobile-friendly. This does not affect other types of interstitials. As an alternative to app install interstitials, browsers provide ways to promote an app that are more user-friendly.

Ab heute wird das Mobile-friendly Test-Tool einen Hinweis anzeigen, wenn die eingegebene Webseite ein ganzflächiges Interstitial enthält:

Mobile_friendly_test_Interstitial

Google empfiehlt die Nutzung von Inline-Bannern bzw. „App-install banner“. Diese würden Apples Safari Browser als „Smart Banner“ und Googles Chrome-Browser als „Native App Install Banner“ unterstützen. So könnten Besucher die Inhalte der Seite sehen, ohne zwangsläufig ein Banner weg klicken oder eine App installieren zu müssen. Sie hätten so die freie Entscheidung – ein Vorgehen, welches ganz im Sinne von Google ist.

Also nochmal in kurz:

ganzflächiges_Interstitital

So sollte es nicht aussehen,…

Inline_Banner_Interstitial

…sondern so.

Alle weiteren Informationen dazu findet ihr im Webmaster Central Blog:
Mobile-friendly web pages using app banners

CTR, Impressionen, Position und Klicks: SISTRIX Toolbox speichert historische Daten aus Search Console

4 Kommentare

Anfang August hat Google die Suchanalyse-API der Search Console vorgestellt. So erlaubt Google den externen Zugriff auf die Daten aus dem Suchanalyse-Bericht – diese lassen sich auf diese Weise auch über den Zeitraum von 90 Tagen hinaus analysieren.

Search Console_Daten_SISTRIX_Toolbox

Um die Daten aus dem eigenen Konto in der Google Search Console auch in der Toolbox anzeigen zu können, muss zuerst die eigene Domain eingegeben werden (1). Anschließend lässt sich über den Menüpunkt „Google Search Console“ (2) die Integration der Daten starten. Nach erfolgreicher Integration sieht man die Kennzahlen wie im Bild aufbereitet. © SISTRIX

Seit heute bietet die SISTRIX Toolbox seinen Nutzern die Möglichkeit ihr Google Search Console-Konto mit dem Toolbox-Account zu verbinden. Auf diese Weise können die Daten aus dem Suchanalyse-Bericht nun direkt in der Toolbox angezeigt werden. Dazu zählen die Impressions, Klicks, CTR und die durchschnittliche Position der Inhalte der eigenen Domain in den Google Suchergebnissen. Diese Daten lassen sich mithilfe der Toolbox auf Domain- und Verzeichnisebene betrachten. Darüber hinaus ist es mit dieser Integration möglich die Suchanalyse-Daten auch über den Speicherzeitraum der Google Search Console hinaus zu speichern und so langfristige Analysen erstellen zu können. Die angezeigten Daten stehen nur Dir zur Verfügung und können weder von SISTRIX noch von anderen Nutzern eingesehen werden.

Themenseiten schon wieder ein Auslaufmodell?

2 Kommentare

Auf dem tagSeoBlog hat Martin Missfeldt einmal analysiert, ob Themenseiten (Seiten-holistisch) und ganzheitliche Domains (Domain-holistisch) positive Nutzersignale hervorbringen und somit das Zeug zu einem echten Zukunfts-Trend haben.

Er kommt zu dem Fazit, dass Themenseiten, die eine große Anzahl Keywords und Keywordkombinationen zu einem Thema beinhalten keine gute Nutzererfahrungen bieten. Denn so müssten sich die Google-Nutzer nach Klick auf das Suchergebnis auf eine zweite Suche innerhalb ihrer Zielseite begeben, um die gesuchten Informationen herauszufiltern und zu finden. Eine lange Verweildauer spräche auch nicht automatisch für eine positive Nutzererfahrung auf der Webseite. Nutzer, die nur schnell eine Information suchen, möchten nicht mehrere Minuten auf der Seite danach suchen müssen – was eine hohe Verweildauer zur Folge hätte.

shutterstock_174624449_urheber_Bloomua WEB

Für jede Suchanfrage eine Unterseite – besser als konzentrierte Themenseiten? Quelle: Shutterstock

Ganzheitliche Domains dagegen, also Domains, die alle Fragen zu einem Thema beantworten und alle Keywordkombinationen zu einem Thema beinhalten, sind sinnvoll. Hier sollen die Seiten aber strukturell so aufgebaut sein, dass Nutzer auch über Sitelinks bei Google oder eine clevere interne Menüführung mit Sprungmenüs schnell zu dem gewünschten Ergebnis oder ihrer gewünschten Antwort kommen.

Was denkt ihr? Entwickeln sich Themenseiten schon wieder zum Auslaufmodell?

Den gesamten Artikel findet ihr im tagSeoBlog: Ist das holistische Website-Konzept ein Auslaufmodell?

SEO-Day 2015: Heute letzte Chance auf Early-Bird Tickets

Kommentar verfassen

Der diesjährige SEO-Day findet zwar erst am 23.10.2015 im Kölner Rhein-Energie-Stadion statt, aber heute endet schon die Anmeldefrist für die vergünstigten Early-Bird Tickets. Die Tickets sind bis Ende des Tages für 250 Euro erhältlich. Regulär kosten die Tickets 350 Euro, es lohnt sich also.

SEO-DAY-2014-Fazit

Am 23.10.2015 ist es wieder soweit: Mit Speakern, die mindestens so erstklassig sind wie der 1. FC.

Um Euch auf die Konferenz einzustimmen, lohnt es sich das Recap des letztjährigen SEO-Days hier durchzulesen. Das aktuelle Timetable für den SEO-Day 2015 findet ihr hier. Euch erwarten unter anderem Nina Baumann von Linkspiel, Internetanwalt Christian Solmecke, Dominik Wojcik von den Trust Agents, Ex-Googler Kaspar Szymanski und Johannes und René von SISTRIX.

Gary Illyes: Rankings kommen spätestens 2 Wochen nach Wechsel von HTTP auf HTTPS wieder

3 Kommentare

Mit einem harschen Tweet sorgte Webmaster Trends Analyst Gary Illyes heute für einigen Gesprächsstoff in der SEO-Community:

Damit macht er deutlich, dass jeder Webmaster seine Webseite auf HTTPS umstellen sollte, ob die Webseite nun eine Infoseite zu einem Klempner mit drei Unterseiten oder ein großer Shop mit mehreren tausend Unterseiten ist. Einige Webmaster fürchten einen längeren negativen Einfluss auf die Rankings bei Google nach der Umstellung von HTTP auf HTTPS, wie Jennifer Slegg von TheSEMPost in einem Artikel erklärte. Gary Illyes beschwichtigte nervöse Nutzer jedoch und erklärte, dass sich die Rankings im Schnitt für maximal zwei Wochen verschlechtern würden:

Twitter_Konversation_DaveNaylor_GaryIllyes

Was denkt ihr über dieses Thema? Stellt ihr Eure Seite auf HTTPS um, auch wenn ihr nur wenige Unterseiten und keine Eingabemaske für vertrauliche Daten habt? Nehmt ihr den Aufwand und mögliche kurzfristige Rankingeinbußen in Kauf?

Mobile-only hat keinen negativen Einfluss auf Desktop-Rankings

Kommentar verfassen

Webmaster Trends Analyst John Mueller hat im englischen Webmaster Central Hangout vom vergangenen Freitag erklärt, dass Webseiten, die aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung nur für mobile Endgeräte optimiert sind und über keine spezifische Desktop-Seite verfügen, keine Nachteile in den Desktop-Suchergebnissen haben.

So sagte er, dass in einem solchen Fall die Mobil-Seite in den Desktop-SERPs angezeigt würde. Einzige Voraussetzung wäre ein reibungsloses Rendern der Seite auf einem vergleichsweise großen Desktop-Bildschirm. Barry Schwartz hat bei Search Engine Land eine wichtige Aussage dazu von Mueller transkribiert:

[…] make sure that desktop users can still see some of your content, if it is formatted in a way that works best for mobile, that’s perfectly fine.

Die Aussage im Wortlaut findet ihr hier:

Interview | „So gerne wir Links haben, brauchen wir nicht wirklich Linkbuilding“

1 Kommentar

In unserem heutigen Interview zeigen wir Euch den Arbeitsalltag von Raphael Raue. Er arbeitet als Head of SEO bei SPIEGEL ONLINE und übernimmt mit seinem Kollegen Maximilian Rau die SEO-Arbeit des Online-Nachrichtenmagazins.

1. In welchem Organisationsbereich bist Du angesiedelt?
Mein Team ist direkt in der Redaktion angesiedelt. Das zeigt auch den Fokus unserer Arbeit, unterschlägt aber, dass Suchmaschinenoptimierung kein Thema einer Abteilung ist. Vielmehr müssen alle Ressorts mitgenommen werden.

2. Wie viele Mitarbeiter zählt das SEO-Team?
Das SEO-Team ist zurzeit noch klein, es besteht aus mir und Maximilian Rau, wir werden uns aber schon bald vergrößern. Ich verantworte den Bereich und konzentriere mich vor allem auf den technischen Teil der Arbeit. Max betreut Google News und die inhaltliche
Koordination. Aber wir werden von allen Ressorts und CVDs unterstützt, sodass bei uns eher Planung und Strategie liegen. An den durchzuführenden Maßnahmen arbeitet die gesamte Redaktion mit.

3. Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Da ich erst seit Anfang des Jahres bei SPIEGEL ONLINE bin, kann ich noch keinen normalen Arbeitsablauf beschreiben. Meine Arbeit besteht momentan viel aus Forschen, Zuhören, Schulen und dem Vernetzen aller Abteilungen. Ich werde in alle Vorgänge und Planungen einbezogen und versuche das spezifische Wissen und Denken, das meiner Meinung nach SEO ausmacht, einzubringen. Dabei geht es natürlich auch darum, das ein oder andere Vorurteil auszuräumen und – so platt es sich anhört – ins Gespräch zu kommen. SPIEGEL ONLINE wäre ohne die vielen unheimlich guten Journalisten nicht dort, wo es ist. Aber allein guter Inhalt macht noch keine gute Webseite aus. SEO ist ein weiterer Baustein in diese Richtung. Aber wie jede neue Struktur, muss sie erst in die bestehenden integriert werden. Mein Arbeitsalltag ist also so unterschiedlich, dass einfach noch kein Alltag aufkommt.

raphael-raue-arbeitsplatz

Raphael Raue im Büro: Google News und Analysetools wie die SISTRIX Toolbox sind zwei wichtige Komponenten seiner alltäglichen Arbeit.

4. Ist die gesamte SEO-Arbeit bei SPIEGEL ONLINE zentral bei Dir organisiert oder
gibt es mehrere Teams, die für verschiedene Unternehmensbereiche zuständig
sind? Arbeiten die Ressorts eigenständig?

Bei SPIEGEL ONLINE wurde natürlich auch schon SEO betrieben, bevor es eine eigene Abteilung gab. Die einzelnen Ressorts, Redakteure und auch die Technik haben sich schon immer mitverantwortlich gefühlt und tun dies weiterhin. Meine Aufgabe ist es, all diese Aktivitäten in einer Gesamtstrategie zu bündeln. Somit mag SEO bei mir zentral organisiert sein, aber ich freue mich über jede Eigenverantwortung und -initiative, höre zu, diskutiere Ideen und unterstütze meine Kollegen bei Tests. Alles, was funktioniert, trage ich dann weiter.

5. Optimieren die Redakteure ihre Artikel eigenständig?
Ja. Wir beraten und arbeiten auch nach, aber ein Großteil der Artikel kommt bei uns schon so an, wie wir uns das vorstellen. Für den Rest ist Max [Maximilian Rau, Anm. d. Red.] zuständig.

6. Ist Deine Arbeit eher technischer Natur oder liegt der Fokus auf den Inhalten und
deren Nachhaltigkeit?

Unsere Arbeit und somit meine Verantwortung umfasst beides, und das muss auch so sein. Technisches SEO und inhaltliche Ausrichtung muss im Journalismus Hand in Hand gehen. Und das nicht als Phrase, sondern als Konzept. Es geht sowohl darum, den Crawler zu leiten, als auch darum, die Inhalte so gut wie möglich auszuspielen. Wichtig ist es aber auch, Potenziale zu entdecken. SPIEGEL ONLINE gibt es jetzt seit 20 Jahren und somit stehen uns Top-Inhalte zur Verfügung. Aber durch die starke Marke und die exzellente Arbeit der Redaktion steht noch immer die Startseite im Mittelpunkt. Alte Artikel verschwinden bisweilen – das wollen wir ändern. Das ist nicht allein SEO-Arbeit, sondern auch eine redaktionelle. Mit dem Wissen, dass neben der Startseite und den Social-Media-Kanälen auch die Google-Suche sehr viel Potenzial hat, wollen wir neue Leser mit unseren Inhalten in Berührung bringen.

SEO in einem Medienhaus unterscheidet sich dadurch natürlich ein wenig von der klassischen SEO-Arbeit. So gern wir Links haben, brauchen wir nicht wirklich Linkbuilding. Unsere Inhalte sind gut, sie sind gesellschaftsrelevant und aktuell. Darauf liegt der Fokus und dadurch bekommen wir jede Menge Aufmerksamkeit. Meine Arbeit ist also sehr News-lastig. Und das bringt sehr viele Vorteile mit sich. Aber dabei dürfen wir unsere langfristigen Stücke nicht vergessen, müssen sowohl den Besucher, als auch den Crawler leiten und die Servicestücke, die Hintergründe und Ratgeber, die SPIEGEL ONLINE auch seit jeher ausmachen, besser auffindbar machen. Es geht dabei in gewisser Weise um eine Mischung aus technischen SEO, redaktionelle Feingefühl, UX und Crawling-Architektur.
Die Frage ist also nicht die nach einem Fokus. Ein Webseite, egal ob journalistisch oder servicegetrieben, ist ein Gesamtkonstrukt. Je größer dieses Konstrukt, desto komplexer wird es auch, eine ausgewogene Mischung aller Aspekte einer Webseite zu finden. Darauf liegt mein Fokus bei SPIEGEL ONLINE.

7. Wie regelt ihr den Abstimmungsprozess der unterschiedlichen Bereiche, die an
den Inhalten der Website beteiligt sind? (Content, Technik etc.)

Da ich erst so kurz hier bin, kann ich dazu noch nicht viel sagen. Ich denke die Prozesse gehen von der großen und starken Redaktion aus. Für die technischen Belange spreche ich stärker mit der IT. Aber viele technische Änderungen sind auch Änderungen am Markenkern, am Workflow. Wie oben schon erwähnt ist eine Webseite ein Gesamtkonstrukt – Technik bestimmt auf gewisse Weise Inhalte, und Inhalte bestimmen die Technik. Niemand liest einen Text, auch wenn er noch so gut ist, wenn er darauf 20 Sekunden warten muss. Technik ermöglicht Inhalt. Aber es besucht auch niemand eine Seite mit schlechtem Content, nur weil sie schnell lädt. Dementsprechend sind unsere Abstimmungsprozesse sehr eng und wir treffen uns wöchentlich in einer Entscheidungsrunde aus SEO, Social Media, Video, Design, IT und Chefredaktion. Dort werden die wichtigsten Themen besprochen, festgelegt und priorisiert. Das betrifft vor allem die großen Projekte. Für kleinere Änderungen spreche ich direkt mit den Entwicklern oder eben mit den Ressorts, CVDs etc.

8. Welche Widrigkeiten gibt es, durch die komplexe Struktur eines Verlages bei der
Umsetzung von SEO-Maßnahmen?

Komplexität bringt immer Nachteile mit sich. Man kann nicht alles kontrollieren, was man als SEO vielleicht kontrollieren möchte. Da kann es schon mal passieren, dass irgendetwas gelöscht wird, obwohl es einige Links und Rankings hatte. Oder es werden Weiterleitungen nicht so eingestellt, wie man das möchte. SEO ist zwar kein ganz neues Thema, aber es gilt: Je größer die Organisation, desto mehr Arbeit ist es, eine gewisse Konsistenz in die Gesamtstrategie zu bringen. SEO besteht eben nicht nur aus ein paar
Keywords hier und einigen Links dort. Wer nur gute Inhalte produziert, sie mit Keywords anreichert und hofft, dass allein aus diesem Grund alle zu einem kommen, wird nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen. Menschen suchen – und sie suchen eben vor allem bei
Google. Wir wollen gefunden werden, also müssen wir SEO in jeden einzelnen Workflow integrieren. Und je komplexer die Workflows, desto mehr hat der Seo auch zu tun. Man kann das Widrigkeiten nennen, aber sind genau diese Herausforderungen und Anforderungen, die diesen Beruf so spannend machen. Es ist eben nicht nur ein technisches Thema, sondern ich rede mit allen Abteilungen im Haus und bin überall eingebunden.

9. Arbeitet ihr zusätzlich noch mit Agenturen zusammen oder setzt ihr alle
Maßnahmen inhouse um?

Wir setzen alle Maßnahmen inhouse um, arbeiten aber seit langem mit Sebastian Cario zusammen. Ich schätze diese Zusammenarbeit sehr, da er das Haus deutlich länger kennt und die meisten Projekte vor meiner Zeit hier konzeptionell begleitet oder angestoßen hat.
Aber auch zuvor wurden alle Maßnahmen inhouse umgesetzt. Die Meinung Sebastians ist mir wichtig und so ist er immer noch in beratender Funktion für uns tätig.

Das Interview mit Maik Mistian von Anfang August gibt es hier: „Beim Website-Relaunch ist es manchmal eine Herausforderung alle Projektbeteiligten für das Thema SEO zu sensibilisieren“

Anzeige im Knowledge Panel lässt sich nicht erzwingen

Kommentar verfassen

Webmaster Trends Analyst John Mueller hat im Webmaster Central Office-Hours Hangout vom vergangenen Dienstag erklärt, dass es kein Rezept und auch keine Garantie dafür gibt, dass Unternehmensinformationen im Knowledge-Panel oben rechts auf der Suchergebnisseite angezeigt werden. Bei Google ist es natürlich der Fall:

Google_Knowledge_Panel

Wenn Webmaster jedoch relevante Unternehmensinformationen in Datenbanken wie Wikipedia, Freebase und anderen einpflegen, dann spürt der Googlebot diese auf und diese werden dann, je nach Suchanfrage, vom Algorithmus als relevant oder nicht relevant eingestuft. Sofern sie als relevant für die Suchanfrage angesehen werden, zeigt die Suchmaschine diese auch im Knowledge-Panel an. Technische Kniffe um die Anzeige zu erzwingen gäbe es jedoch nicht:

So I think by going through and making sure that the base information is available, you’re doing the right thing there and the rest is not really something that depends on technical issues but rather on how we think this content might match what a user might be looking for.

Quelle: TheSEMPost

Die Original-Aussage von John Mueller findet ihr hier: