First Click Free: Google News-Nutzer lesen bis zu 3 Paid-Artikel kostenfrei

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In Deutschland monetarisieren die Online-Ableger einiger Verlagshäuser nicht mehr ausschließlich über Werbung auf ihrer Webseite, sondern über kostenpflichtige Artikel. Einen großen Einfluss auf diese Entwicklung wird der Werbe-Blocker AdBlock Plus haben. Damit Nutzer von Google News nach dem Klick auf ein Nachrichten-Snippet nicht vor einer Bezahlschranke stehen, hat der Suchmaschinenanbieter aus Mountain View mit den Publishern ein Abkommen geschlossen: „First Click Free“ heißt es, obwohl es eigentlich „Three Clicks Free“ heißen müsste, denn Google-Nutzer dürfen, nach der Initiative von Google und den Verlagshäusern, drei Artikel kostenlos lesen. Der vierte Artikel wäre dann kostenpflichtig.

In Deutschland sind vier Paid-Modelle in Gebrauch: Bezahlschranke, Freemium, Metered Model und Spenden-Modell. Bei der Bezahlschranke sind alle Inhalte kostenpflichtig, d.h. nur Abonnenten der Zeitung können auf die Inhalte zugreifen. Ein Beispiel hierfür ist die Rhein-Zeitung. Beim Freemium-Modell entscheidet das Verlagshaus, welche Inhalte kostenpflichtig sind und welche Inhalte auch Nicht-Abonnenten lesen dürfen. Die Nutzer können so frei entscheiden, ob sie diese kostenpflichtigen Inhalte lesen/sehen möchten. Meist sind bei diesem Modell die reinen (Kurz-)Nachrichten kostenfrei und längere, aufwendige Berichte kostenpflichtig. Beispiele sind hier neben dem Handelsblatt auch die Hamburger Morgenpost und das Hamburger Abendblatt. Beim Metered Model erwartet den Leser ein, je nach Verlagshaus unterschiedliches, Freikontingent an Artikel. „Dazu wird beim Leser ein kleiner Cookie gesetzt, der ihn dann identifizierbar macht. Nach jedem gelesenen Artikel wird dann sein Freikontigent für den Monat runter gerechnet – auch wenn er die Welt erst wieder nach einigen Tagen ansurft“, erklärt uns Heiko Stammel, der SEO-Manager der WeltN24 GmbH. Auch beim Kölner Stadtanzeiger (Ksta) wird gleichermaßen verfahren. Das bestätigte uns Katrin Diener, die SEO-Managerin des Ksta, auf unsere Anfrage hin. Kommt der Leser über Google News, dann greift das Metered-Model erst etwas später, denn laut den „First-Click-Free“-Richtlinien, müssen Google News-Leser mindestens drei Artikel kostenlos lesen können. Einzige Voraussetzung: Sie müssen über Google News auf die Nachrichtenseite gelangen. Übrigens: Laut Statista ist in Deutschland das Freemium-Modell am meisten verbreitet:

Infografik: 106 deutsche Zeitungen setzen auf Paywall | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Interessant: Der Googlebot wird auch bei Paid-Inhalten ausdrücklich zugelassen. Wenn ein Bot sich als Googlebot ausgibt, dann kann er alle Inhalte einer Website crawlen. Sonst würde er ja bei einer Bezahlschranke schon beim ersten Besuch ausgesperrt und beim Metered Model nach einigen Artikeln. Technisch lösen viele Medienhäuser die First-Click-Free Implementierung durch eine Überprüfung des „Referrer“-Wertes im HTTP-Request-Header. Wird hier deutlich, dass der Nutzer von Google kommt, dann greift First-Click-Free.

SEO-Basics: Richtige Paginierung von Webseiten mit vielen Inhalten

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Heute zeigen wir Euch in einem weiteren Kapitel der „SEO-Basics“, worauf ihr bei der Paginierung Eurer Webseite achten solltet.

Vor allem bei Blogs mit fortlaufenden Posts (ganz ähnlich wie hier auf SEO.at) oder Online-Shops, mit mehreren Produkten innerhalb einer Kategorie, kann es sein, dass viele Informationen auf Komponentenseiten dargestellt werden müssen. Dies bezeichnet man auch als „Paginierung“. Allerdings lauern hierbei mehrere Fallstricke, da Google zunächst jede Komponentenseite ohne Zusammenhang indexiert – allerdings ist meist nur die erste Seite für den Suchenden relevant. Da Google alle Seiten separat indexiert, hat auch für jede Seite eigenständige Rankings. Es wäre allerdings zum Vorteil wenn Seite 2 bis Seite n jeweils als weiterführende Seiten zu Seite 1 deklariert würden und diese auf diese Weise stärken.

Wie die Paginierung umgesetzt werden kann, zeigen wir Euch nun mit zwei Beispielen:

Übersichtsseite aller Komponentenseiten

Die Informationen der Komponentenseiten werden auf einer Übersichtsseite zusammengefasst. Diese könnte folgendermaßen heißen: https://www.meinewebseite.de/page/view-all/ Die übrigen Komponentenseiten bleiben bestehen, verweisen allerdings alle per Canonical-Tag auf die Übersichtsseite: < link rel="canonical" href="https://www.meinewebseite.de/page/view-all/" >. Diese Lösung bietet sich allerdings nur an, wenn die Übersichtsseite auch vergleichsweise schnell lädt, das heißt unter 2-3 Sekunden. Bei zu vielen Bildern und zu großen Dateien könnte diese Seite kein positives Nutzererlebnis bieten und durch eine möglicherweise hohe Return-to-SERPs-Rate in den Google-Rankings heruntergestuft werden. Auch der Googlebot schaut bei einer langen Ladezeit seltener vorbei – hier gelten 2 Sekunden als Schwellenwert für regelmäßige Crawls.

Verwendung der Linkattribute rel=“next“ und rel=“prev“

Eine andere Variante ist die Verwendung der Linkattribute rel=“next“ und rel=“prev“. Hierbei wird jede Komponentenseite mit Linkattributen versehen. Die erste und die letzte Seite bekommen jeweils nur ein Linkattribut (die erste Seite nur rel=“next“ und die letzte Seite nur rel=“prev“), alle Zwischenseiten bekommen zwei Linkattribute, da sie ja jeweils eine vorhergehende und eine nachfolgende Seite haben.

Beispiel für das Markup von Seite 3 (wenn sie so ausgegeben wird: /page/3/):

1. < link rel="prev" href="/page/2/" >
2. < link rel="next" href="/page/4/" >

Weiteres Learning: Eine Paginierung sollte nicht mit <> und <> umgesetzt werden. Damit Google die Paginierung besser verstehen kann und auch der Nutzer sich besser zurecht findet, sollte man die Seiten mittels „Seite 1,2,3 […] n“ kennzeichnen.

Hilfevideo von Google zur Paginierung:

Wissenswertes | Google zeigt bald AMP-Seiten in den SERPs

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In wenigen Tagen soll es soweit sein: Google wird auch AMP-Seiten in den Suchergebnissen anzeigen. Dies sind mobile Webseiten, die mit dem speziellen Accelerated Mobile Pages Framework arbeiten und deutlich schlanker und weniger datenlastig sind, als herkömmliche mobile Webseiten.

Doch es wird nicht bei der reinen Anzeige bleiben, denn Google wird diesen Seiten sehr wahrscheinlich einen zusätzlichen Rankingboost verschaffen und sie in den mobilen Suchergebnissen mit einem „Fast“-Label kennzeichnen. Diese Kennzeichnung erinnert an das „mobile-friendly“-Label, welches Google im Zuge des Mobile-Update eingeführt hat.

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Pagespeed as fast as you can. Symbolbild @ Shutterstock / Liudmyla Marykon

Daher sollten Publisher nun umdenken und schnellstmöglich AMP-Seiten ausliefern. Diese sollten dann per rel=“canonical“ auf die Original-Seite verweisen, um Duplicate Content zu vermeiden:

Habt ihr Euch schon in das AMP-Framework eingelesen? Wenn nicht, dann findet ihr hier ein paar Informationen dazu. Falls ihr Euch schon eingelesen und erste Inhalte erstellt habt, dann lohnt sich ein Blick in die überarbeitete Dokumentation von Google zu Rich Snippets, in welcher sich nun einige Informationen zur korrekten Auszeichnung strukturierte Daten von AMP-Artikeln finden.

SEO-Basics: Title-Tag-Optimierung – So bekommt Dein Suchergebnis höhere Aufmerksamkeit

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seoBasics

Mit dem heutigen Tag starten wir unsere neue Reihe „SEO-Basics“. Damit greifen wir SEO-Grundlagenwissen auf und erklären SEO-Neulingen, was sie bei dem Start in die Suchmaschinenoptimierung ihrer Webseite beachten sollten. SEO-Erfahrenen mit einem breiten Grundsockel an SEO-Wissen, wollen wir mit dieser Reihe ein Nachschlagewerk für grundsätzliche Fragen bieten, die ihnen alltäglich begegnen können und auf die sie immer eine aktuelle Antwort brauchen.

Title-Tag-Optimierung: So sieht der optimale Title-Tag aus

Google bezieht rund 200 Faktoren in die Berechnung der Rankings in den Suchergebnissen (Search Engine Result Pages, kurz: SERPs) mit ein. Dieser Title-Tag auch Title-Element genannt ist ein wichtiger Faktor, wenn es um die Onpage-Optimierung einer Webseite geht. Bei dem Title ist es wichtig, dass jede URL einer Domain jeweils einen individuellen Title besitzt. Auch sollte das wichtigste Keyword der Inhalte dieser URL ganz vorne im Title stehen. Daneben ist es wichtig, dass der Title eine gewisse Länge von 55 Zeichen (ohne Leerzeichen) nicht überschreitet – da Google nicht mehr Platz zur Verfügung stellt. Andernfalls wird der Title durch […] abgeschnitten und kann so nicht den Titel Deiner Webseite oder Deines Artikels optimal weitergeben.

Tipp: Google bestimmt die maximale Länge des Titles technisch gesehen nicht in Zeichen, sondern in Pixeln. Die maximale Pixelanzahl sind daher 512 Pixel, 55 Zeichen dienen allerdings als guter Richtwert.

Best practice Beispiel

Beim folgenden Beispiel werden wichtige Punkte beachtet: Das Keyword „Herrenjeans“ steht ganz zu Beginn des Title. Auch wird die Suchintention befriedigt: „Jeans für Herren kaufen“:
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Worst practice Beispiel

Hier wird leider keiner der für den kurzen Title so wichtigen Punkte beachtet. Das Keywords steht nicht am Anfang, es wird nicht ersichtlich, welche Information der Google-Nutzer nach Klick auf das Ergebnis finden wird. Und auch die Meta-Description bringt kein Licht ins Dunkeln:

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Mithilfe des SERP-Snippet-Generators könnt ihr überprüfen, ob Euer Title in den Google-Suchergebnissen korrekt angezeigt wird, oder zu lang ist. Auch lässt sich hier das Zusammenspiel zwischen Title und Meta-Description überprüfen.

Vorschau: So werden AMP-Artikel in der Google Suche aussehen

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Einigen Medienvertretern hat Google eine Vorschau der zukünftigen Darstellung von AMP-Artikeln in der Google Suche gegeben. Der spanische SEO Alberto Estrada hat auf Twitter einen Screenshot veröffentlicht:

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© Alberto Estrada, Twitter, Quelle: Search Engine Roundtable

Demzufolge werden Artikel und Websites, die mit dem Accelerated Mobile Pages-Framework arbeiten in Zukunft mit einem grünen „AMP“-Logo und einem kleinen Blitz-Symbol gekennzeichnet. Bis diese Darstellung ihren Weg in die SERPs findet, wird es wahrscheinlich noch ein paar Wochen dauern, bisher wird Ende Februar als Start-Zeitpunkt gehandelt.

Codename Vladivostok: Yandex rollt Mobile-friendly-Algorithmus aus

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Die russische Suchmaschine Yandex hat in ihrem Heimatland einen sehr großen Marktanteil und liefert sich zurzeit ein Duell mit dem Konkurrenten Google um Platz 1 im Suchmaschinenmarkt:

Um weiter mithalten zu können und ihren Nutzer die bestmöglichen Suchergebnisse und die beste Nutzererfahrung bieten zu können, verfeinert Yandex stetig seinen Algorithmus. Jüngste Änderung ist das gestern gestartete Rollout des eigenen Mobile-Friendly-Algorithmus‘ – das zumindest berichtet Barry Schwartz auf Search Engine Land.

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Dieser Ranking-Algorithmus trägt den Codenamen Vladivostok, die für Russland wichtigste Hafenstadt am Pazifik, welche den größten Anteil Mobil-Nutzer im ganzen Land verzeichnen kann. Vorerst arbeitet Yandex nur in Russland mit seinem neuen Mobil-Algorithmus. Websites, die nicht mobilfreundlich sind, werden nicht aus den Suchergebnissen verschwinden. Allerdings besteht die Gefahr, dass sie von Wettbewerbern, die eine mobilfreundliche Website haben, verdrängt werden und so auf die hinteren Plätze in den Suchergebnissen vertrieben werden.

Was Yandex als mobilfreundlich betrachtet, kurz zusammengefasst:

A mobile-friendly webpage is a webpage whose content (text, images, etc.) fits the small screen, features vertical, rather than horizontal, scrolling, and is accessible on mobile devices (Java applets, Flash and Silverlight plug-ins are not supported by most of mobile browsers). Flash Video media files, for instance, cannot appear in search results on the mobile version of Yandex’s video search and hosting service, Yandex.Video, which only supports the HTML5 format.

How to: Sonderzeichen in Title und Meta-Description

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Bekanntermaßen ist nur der Title einer Webseite ein Google-Rankingfaktor. Die in den Google-Suchergebnislisten unter dem Title und der URL eines Suchergebnisses angezeigte Meta-Description dagegen nicht. Allerdings dient der Title in Kombination mit einer aussagekräftigen Meta-Description noch einem weiteren Zweck: Die Aufmerksamkeit des Google-Nutzers auf sich zu lenken:

Da Google den Inhalt einer Meta-Description nicht in die Berechnung für das Ranking einer Webseite in den SERPs heranzieht liegt die “optimale” Meta-Description meist im Auge des Betrachters, bzw. des Suchenden, da für sie die Meta-Description ein erster Indikator über den Inhalt der Webseite ist.

Durch diesen Umstand ist die Meta-Description einer Webseite der CTR (zu deutsch: Klickrate) von Suchenenden zuträglich und sollte aus diesem Grunde mit Bedacht gewählt werden.

Aus: FRAG SISTRIX

Pascal Horn, SEO-Manager und OM-Nerd, hat auf seinem Blog, NextlevelSEO, untersucht, welchen Einfluss Sonderzeichen auf die CTR eines Suchergebnisses haben. Die Learnings aus dem Artikel stelle ich einmal kurz vor:

  • Google entfernt Sonderzeichen aus dem Title, wenn
    • sie ganz am Anfang stehen
    • ganz am Ende stehen
    • mehrfach hintereinander wiederholt werden
zu-viele-sonderzeichen

© NextlevelSEO

Pascal vermutet, dass Google Sonderzeichen ganz zu Beginn und ganz am Ende des Titles als „Klickbait“ wertet und eine Anhäufung von Sonderzeichen als Überforderung der Photorezeptoren der Augen des Google-Nutzers – die weiteren Suchergebnisse hätten keine Chance mehr aufzufallen.

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Keywordrecherche für Online-Journalisten

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Dass sich Online- und Print-Journalismus grundlegend voneinander unterscheiden, ist nichts Neues. Denn auch wenn sich bei beiden Medien Überschneidungen in der Zielgruppe finden – so lesen beispielsweise Welt.de-Leser bestimmt auch gerne die gedruckte Zeitung oder sind wiederkehrende Leser, wenn nicht sogar Abonnenten. Doch ein nicht geringer Anteil der Welt.de-Leser surfen das Online-Portal nicht gezielt an, weil die Welt „ihre“ Zeitung ist, sondern kommen über Google. Das Statistikportal Statista zeigt dies in der folgenden Grafik:

Neben den „Stammlesern“ kommen viele Besucher über die Google-Suche oder Google-News. Dazu geben sie Suchanfragen ein und klicken auf das für sie am attraktivsten und informativsten aussehende Ergebnis. Um allerdings mit ihrem Text für die Suchanfrage zu ranken, müssen Journalisten umdenken.
Früher in Print-Zeiten galt es noch möglichst Doppelungen zu vermeiden und Synonyme zu verwenden, damit ein Text ansprechend war. Im Online-Journalismus helfen Doppelungen dagegen deutlich zu machen, um welches Thema es im Text geht. Doch noch viel wichtiger: Es müssen die richtigen Wörter im Text verwendet werden. Redakteure sollten beim Verfassen eines Textes an die Suchbegriffe denken, nach denen ihre Zielgruppe – genauer gesagt ihre Leser – suchen würden. Und da die Google-Besucher ja meist keine Stammleser sind, müssen sie einen möglichst großen Querschnitt aller Internetnutzer treffen – Stichwort „hohes Suchvolumen“.

Auf dem Blog „Lousy Pennies“ hat Stephan Goldmann einen Artikel veröffentlicht, in dem er deutlich macht, dass Journalisten ja für den Leser publizieren und daher auch darauf achten sollten, dass der Leser die publizierten Inhalte findet. Also sollten man sich auch im Sprachumfeld des Lesers aufhalten und Wörter nutzen, die der Leser auch benutzt. Denn ein potenzieller Leser wird nur Worte aus seinem Sprachumfeld ins Suchfeld bei Google eintippen. Jene Onlinemedien, die sich nicht nach dem Sprachumfeld dieses Lesers richten, würden dann in den SERPs nicht auftauchen – sie nutzen schlicht und einfach die falschen Worte. Und auch wenn Google als Suchmaschine immer klüger wird, so wird es noch lange dauern, bis die Suchmaschine versteht, dass die CHIP-Redakteure mit „Pixelknecht“ nichts anderes als „Bildbearbeitungsprogramm“ meinen.

Tools zur Keywordrecherche

Herauszufinden, in welchem Sprachumfeld sich der Großteil der Internetnutzer aufhält und dann „Leseroptimiert“ zu schreiben, ist gar nicht schwierig. Google selbst hat mehrere hilfreiche Tools auf Lager: Google Suggest, Google Trends und den Google Keyword Planner. Google Suggest klappt auf, wenn ein Google-Nutzer einen Suchbegriff in die Suchleiste eingibt und schlägt weitere Kombinationen mit diesem Suchbegriff vor. Google Trends visualisieren die Häufigkeit von Suchanfragen im historischen Kontext. Damit lassen sich, wie der Name schon sagt, Trends identifizieren. Der Google Keyword Planner ermittelt das Suchvolumen eingegebener Keywords. Auf diese Weise können Publisher herausfinden, nach welchen Suchbegriffen die Internetnutzer suchen und ihren Text anpassen. Auch kann man auf diese Weise sehen, ob potenzielle Leser nach den verwendeten Begriffen in ihrem Text suchen würden. Externe Tools, wie Übersuggest oder das Keywordtool.io, ermitteln für einen eingegeben Suchbegriff alle von Google ausgelieferten Keyword-Vorschläge und generiert neue Vorschläge. Suchvolumina können dann im Google Keyword-Planner eingesehen werden.

Matt Cutts: Starke Auswirkungen des Core-Updates durch viele kleine Anpassungen in der Pipeline

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Im Online-Format „This Week in Google“, das von twit.TV produziert wird, hat sich Matt Cutts, der sich zurzeit in einer Auszeit befindet, zum letzten Google Core-Update geäußert.

Seiner Auffassung nach haben die Google-Ingenieure den Code vor den Weihnachtstagen „eingefroren“ und diverse Veränderungen dann auf einen Schlag Anfang des Jahres eingespielt. Diese zahlreichen Veränderungen hätten dann zu den starken Ausschlägen im Core-Algorithmus und letztlich auch zu den starken Schwankungen in den diversen SEO-Wetter-Tools geführt.

Seine Aussage im Wortlaut (via Search Engine Roundtable):

[…] my suspicion, I don’t know for sure, that this particular change, I don’t think it was Penguin, it was just been a lot of stuff been building up in the pipeline and the code freeze has been lifted and we’re ready to begin launching stuff. So you see a lot of changes often right at the beginning of the year cause you know, everything has been waiting to go out.

Allerdings ist dies nur eine Vermutung von Matt Cutts. Er befindet sich immer noch in seiner Auszeit und ist daher nicht tief in Google-Interna und -Abläufe involviert.

SEO-Tipps beherzigt: Möbel-Boss rankt nach Relaunch wieder

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Im September 2015 hat Rene im IndexWatch unter anderem den Internetauftritt des Möbelhauses Möbel-Boss vorgestellt. Hier wurde die Website relauncht, aber leider wurden die Webcrawler per NOINDEX ausgesperrt:

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Alle so wichtigen 301-Weiterleitungen vom alten Auftritt auf die neue Website wurden aber gesetzt – diese Weiterleitungen werden häufig vergessen:

Seo_tipps_beherzigt_erreichbarkeit_linkziele

Doch die Website-Verantwortlichen haben ihren Fehler mit dem NOINDEX-Tag glücklicherweise bemerkt. Beim heutigen Aufruf hat das Chrome-Plugin „SeeRobots“ angezeigt, dass alle Signale auf grün stehen. Suchmaschinencrawler werden somit nun nicht mehr blockiert und können die Inhalte von Möbel-Boss crawlen und indexieren:

Seo_tipps_beherzigt_index_tag

Wie von selbst steigt dann auch wieder die Sichtbarkeit (hellblau markierter Bereich):

SI_Moebel_boss