Leistungsschutzrecht: Axel Springer erteilt Google nun doch Gratislizenz

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Wie das Nachrichtenmagazin Meedia heute berichtete, wird Axel Springer Google nun doch eine Gratiseinwilligung für die Titel ‚welt.de‘, ‚Computer Bild‘, ‚Auto Bild‘ und ‚Sport Bild‘ erteilen. Noch vor zwei Wochen gab der Springer-Verlag bekannt „sich Google nicht zu beugen“ und Google keine Gratiseinwilligung zu erteilen, wir berichteten.

Die Entscheidung gab der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, laut Meedia, im Zuge der Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen an. Ein Tweet von Axel Springer bestätigt dies:
Axel Springer knickt im LSR-Streit ein

Grund für das Einknicken des Verlags seien wirtschaftliche Probleme, der Traffic der vier Websites sei um 40% eingebrochen, der Traffic über Google News sogar um 80%.

Die Pressemitteilung von Axel Springer findet ihr hier: Axel Springer schließt Datendokumentation ab: Gravierender Schaden durch verschlechterte Suchanzeigen bei Google

Ist der Streit nun beigelegt?


Kommentare

  1. Ich frage mich manchmal wirklich, wer solche Entscheidungen trifft.
    …“Sich Google nicht zu beugen“…
    Was hat sich der Verantwortliche denn dabei gedacht? Wurden alle Zugriffszahlen und damit verbundenen Einnahmen komplett ignoriert?

    • Julian Hoffmann meint:

      Scheinbar wollte Springer ein Exempel statuieren:

      „Wir wollen damit nicht nur ein Zeichen setzen, dass wir unsere Position nicht aufgeben, auch wenn wir unter Druck gesetzt werden“, so eine Sprecherin des Springer-Verlags im Handelsblatt, sondern “der Konzern nehme auch bewusst Umsatzeinbußen in Kauf, wenn Google die Suchergebnisanzeige bei diesen Titeln wie angekündigt auf Überschriften beschränke”, so das Handelsblatt weiter.

      Aus unserem Artikel vom 24.Oktober 2014.

      Da bleibt uns nur ein Kopfschütteln…

      Viele Grüße
      Julian

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