SES: Mögen die Spiele beginnen

Nach dem ersten Workshoptag in Berlin hat nun die eigentliche Konferenz der Search Engine Strategies begonnen. Nach dem für einige SEOs doch langen Stammtischabend im Oranium, begann heute die SES 2009 doch recht früh. Um 8:00-9:00 Uhr war die Anmeldephase für die wissbegierige Meute und für die fachkundige SEO-Tagung. Einige verschlafene Gesichter bekam man hierbei schon zu sehen. Gegen 9:00 Uhr, war es dann aber auch schon so weit und die SES Konferenz 2009 in Berlin wurde offiziell von Thomas Bindl eröffnet, der natürlich allen Teilnehmern zur Anmeldung gratulierte, diesen auch viel Spaß und vor allem einen lohnenden Wissenstransfer wünschte.

Die sich anschließende „Eröffnungsrede“, auch neudeutsch „Opening Keynote genannt, wurde durch Mike Grehan (Incisive Media), Lars Lehne (Google Deutschland) und Stefan Weitz (Microsoft) vorgetragen. In dieser 45 minütigen Keynote referierten die 3 Redner über aktuelle Trends zum Thema Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung.

So verwies vor allem Lars Lehne von Google in seiner kurzen Präsentation auf die sich verändernden Rahmenbedingungen von Suchanfragen und wie wichtig es für Internetbenutzer sei, relevante Daten und Informationen präsentiert zu bekommen. Also bis dato nichts wirklich neues.  Lehne versuchte in dem recht allgemein gehaltenen Vortrag eine Brücke zwischen unserem gesellschaftlichen Habitus und dem Informationsüberfluss in den weiten des modernen Webs zu schlagen. Lehne verwies darauf, dass eine Suchmaschine dafür sorgen muss, dass aus der Flut der Daten und Informationen diejenigen herausgefiltert werden, welche dem Nutzer den größten Mehrwert in kürzester Zeit präsentieren können. Als Ziel definierte er hierbei, dass sämtliche Entwicklungen von Suchmaschinen und vor allem Google dahin gehen sollten, relevanter, besser und schneller zu werden. Adäquat zum Wachstum der im Netz zur Verfügung gestellten Informationen.  Jedoch seien auch Google grenzen bei der „Beantwortung“ von Suchanfragen gesetzt.

Bing vs. Google

An den Vortrag schloss sich Stefan Weitz von Microsoft an und stellte diese aktuellen Trends in Bezug zur Konkurrenzsuchmaschine Bing. Stefan Weitz verwies darauf, dass es auch in Deutschland notwendig war Google einen Konkurrenten gegenüberzustellen und genau diesen Part möchte Bing mit Bravur übernehmen. Auch er versuchte das Thema Relevanz und Suchanfragen zu verbinden und verdeutlichte, dass Suchergebnisse doch mehr als von Links abhängig sein und auch die Präsentation mehr als in Linkform dargestellt werden sollten. Geheimnisse gabs aber auch in diesem Einführungsvortrag nicht zu hören.  Interessant und ein kleiner Seitenhieb an Google war eine Studie, die er vorstellte und in der sich zeigte, dass der wichtgste Button eines suchenden Nutzers der „Backbutton“ ist, da der User zumeist nicht wirklich die Informationen auf Anhieb findet, die er eigentlich benötigt. Abgeleitet von dieser Studie sollten seiner Ansicht nach die Suchmaschinen daran orientieren, welche Suchanfragen tatsächlich an die Suchmaschinen gestellt werden und die Algos dahingehend optimieren.  Denn laut der gleichen Studie verwendet ein durchschnittlich Suchender Internetnutzer ca 50% seiner Onlinezeit mit Suchanfragen. Aber auch er konstatierte, dass Suchmaschinen wie Bing und Google, relevanter, schneller, mit mehr Medien zurecht kommen und die Ergebnisse ansprechender präsentieren müssen, damit die Effizenz der Suchanfragen den Entwicklungen der Informationsflut gerecht werden kann. Ein Ansatz von Bing ist hierzu die sagen wir einmal „Dreiteilung von Suchanfragen“ in „Core Search“ „Intelligent Organization“ und „Descision Tool“.  Mehr dazu bestimmt in kürze.

Q&A zu Google und Bing

Im Anschluss an die kleinen Eröffnungsreden gab es eine kleine Q&A Runde bezgl. immer angesprochenen Relevanz von Suchergebnissen. So versuchte Stefan zu erklären, dass die Häufigkeit und die letztliche Zielseite, auf welche ein User mit einer bestimmten Phrase landet darüber entscheidet, welches Ergebnis relevant sei. Ein enormes Tracking wie er beiläufig eingestand. Beispiel war hier eine „Brandanfrage“ zu UPS. Wenn 80% der Anfragenden auf Ergebnis XY landen mit der Suchanfrage UPS, dann ist die Seite XY doch recht relevant in bezug zu diesem Querrie. Naja, das mit den Links haben sie eben mal ein wenig ausgeklammert, oder? Auch wurde angekündigt, dass die Paidsearch, also die Adsenseanzeigen usw. sich auch verändern werden. Sie werden evtl. Videos Bilddateien und weitere Multimediadaten enthalten. Evtl. so, wie es im US bereits bei der Google Product Search der Fall ist. Let´see.

Das war es auch erst einmal von mir und dem ersten Vortrag der SES Berlin 2009. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Einblick ermöglichen aber wirkliche Knallesnews gabs noch nicht, aber es war wie gesagt auch nur eine Eröffnungskeynote, die Lust auf mehr und die Anreize für die weiteren vertiefenden Veranstaltungen geben sollte. Ob ich auch bei den anderen Vorträgen so zeitnah bloggen, kann ich euch noch nicht versprechen. Ich versuch es zwar, aber es kann durchaus sein, dass ein Posting evtl. etwas länger auf sich warten lässt, da die Infos auch erst einmal bei mir ankommen müssen. Ich hoffe ihr seht es mir nach.


Kommentare

  1. Vielleicht beim nächsten Mal nicht sofort veröffentlichen, sondern einen Dritten über Groß- und Kleinschreibung und Wort-Schöpfungen wie Querri entscheiden lassen?

  2. @Randolf: Sonst keine Probleme?

  3. Wird versucht zu beachten. Wollte einfach flott sein 🙂 Also sorry für die Flüchtigkeitsfehler.

    Bis bald

  4. Erste Sahne! Vielen Dank für diese sehr ausführliche Zusammenfassung der Keynotes. Prima Infos für alle Daheim gebliebenen. Danke für die Mühe, die Du Dir damit machst. Freue mich schon auf Deine Postings zu den weiteren Vorträgen.

  5. Ja, ich würd die kleinen Fehler auch mal nicht so streng nehmen. Danke für den schnellen Bericht.

  6. Hallo, danke auch für die nette Zusammenfassung. Freue mich auf mehr!

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