Yandex führt Links wieder als Rankingfaktor ein

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Die russische Suchmaschine wertet in ihrem Suchalgorithmus ab sofort wieder Links – das im März letzten Jahres für die Metropolregion Moskau gestartete Algorithmus-Experiment ist damit beendet.

yandex_eng_logo

Wie wir berichteten, meldete Yandex im vergangenen Jahr, dass man in Moskau und der umliegenden Region auf Backlinks als Rankingfaktor verzichten wolle. Damit sollten Websites belohnt werden, die nicht nur durch Linkbuilding und manipulierte Links weit oben in den Suchergebnissen rankten, sondern eine gute User Experience bieten und durch Inhalte und unique Content überzeugen konnten.

Nun bringt Yandex die Backlinks zurück – das titelte das russische Internetmagazin “Russian Search Tips”. Ab Mai solle Yandex diese für die Metropolregion Moskau wieder in den Suchalgorithmus aufnehmen und zusätzlich weltweit mit einem Algorithmus-Update gegen gekaufte Links vorgehen – vergleichbar mit Googles Penguin-Update. Doch anders als bei Google wird Yandex deutlicher gegen linkkaufende Seiten vorgehen und sie gegebenenfalls bis zur Bedeutungslosigkeit und damit Unsichtbarkeit abwerten. Als Grund für diesen deutlichen Schritt gibt Yandex den, mit 16%, nur geringen Rückgang an gekauften Links an.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung bei Yandex? Ist es nur eine Kampfansage gegen Spam-Links, oder rudert die Suchmaschine zurück, weil die Suchergebnisse auf Basis von Onpage-Faktoren und völlig ohne bewertende Links nicht zufriedenstellend waren?

Weitere Quellen:
Search Engine Roundtable: Yandex: Links To Return To Our Search Ranking Algorithm
Search Engine Land: Yandex To Bring Back Links To Their Ranking Algorithm
Russian Search Tips: IMPORTANT Yandex Link value is BACK + link buyers will be penalized!

EU-Kommission wirft Google Behinderung des Wettbewerbs vor

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Der Suchmaschinengigant Google war in der Vergangenheit schon häufig im Visier der EU. Ende 2010 wurde eine Untersuchung wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen eröffnet. Google reagierte darauf und versicherte in Zukunft konkurrierenden Diensten mehr Platz in den Suchergebnissen einzuräumen und legte ein Angebot vor wir berichteten. Der amtierende Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia wollte daraufhin das Verfahren einstellen. Nach einigen weiteren Querelen, unter anderem auch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, kochte ein anderes Thema auf – die Dienste von Suchmaschinen, also auch von Google, sollten “zerschlagen” werden, wofür sich das EU-Parlament dann auch aussprach.

Nun meldete sich heute die neue EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager, die Google die Behinderung seiner Wettbewerber vorwurf und ein formelles Verfahren gegen das Unternehmen ankündigte. Dabei geht es speziell um Google Shopping, da Google in den SERPs bevorzugt die eigenen Shopping-Suchergebnisse anzeigt, wie im folgenden Screenshot erkennbar:

Google Shopping_bevorzugte Anzeige von eigenen Suchergebnissen

Laut Spiegel Online sagte die Wettbewerbskommissarin, dass die EU-Kommission wolle, dass die Verbraucher bei einer Suchanfrage die besten Suchergebnisse präsentiert bekommen – das trifft sich, denn genau das möchte Google ja auch und kommuniziert es in einem sehr ähnlichen Wortlaut.

Das Google-Management indes hat sich in einem internen Dokument an seine Mitarbeiter gewandt und auf das kommende formelle Verfahren aufmerksam gemacht. Auch hat es einige Punkte aufgeführt die gegen eine Sanktion oder Strafe seitens der EU-Kommission sprechen – denn die Google Nutzer könnten selber entscheiden, welche Ergebnisse sie nutzen: Googles oder die eines Wettbewerbers. Auch hätten sie die Möglichkeit Informationen direkt über die Kanäle in den sozialen Netzwerken zu bekommen. Google Shopping sei da nur ein Teil von Googles Strategie seinen Nutzern einen immer besseren Service zu bieten und reihe sich nahtlos in die weiteren Google Dienste ein, wie beispielsweise Google Flights, die One Box mit Wetterinformationen oder die lokalen Suchergebnissen mit den Öffnungszeiten von Geschäften in der Nähe.

Unabhängig von Google Shopping hat die EU-Kommission auch eine Untersuchung zu Google Betriebssystem für Mobilgeräte, Android, eingeleitet. Hier sind die Gründe die gleichen – Googles Antwort im internen Dokument auch. Denn auch wenn das Betriebssystem oftmals mit vorinstallierten Google Apps ausgeliefert würde, könne der Nutzer immer selber entscheiden, ob er sie nutzt oder ein passendes Äquivalent von einem Wettbewerber, heißt es im internen Google-Dokument:

Consumers decide which apps they use and download on Android devices. Apps that compete directly with Google such as Facebook, Amazon, Microsoft Office, and Expedia are easily available to Android users; and

Many of these apps come pre-loaded onto Android devices. Google apps, like Search, Maps, Gmail, and Google Play, are also available out of the box on many handsets. The recent Samsung S6 is a great example of this — there are pre-installed Facebook, Microsoft, and Google apps. Quelle: Recode

Falls es zu einem offiziellen Verfahren kommen sollte, könnte das eine Milliardenstrafe für Google bedeuten, Recode spricht dabei von einer Summe um die 6 Milliarden.

Inhaltsverzeichnisse können mehr Rankings bei Longtail-Keywords bringen

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Im Ranking-Check Blog hat Christian Roeb einen Artikel über die Verwendung von Inhaltsverzeichnissen bei langen Content-Seiten verfasst – dieses soll einerseits Struktur in den Text bringen und andererseits kann es neue Longtail-Rankings für die Content-Seite generieren.

Das ein Inhaltsverzeichnis einer besseren Strukturierung eines längeren Artikels dient, ist ja nichts neues. Wenn man dann mit Sprungmarken arbeitet, können Leser schon im Vorfeld sondieren, welchen Abschnitt des Artikels sie lesen wollen und per Klick im Inhaltsverzeichnis direkt dorthin springen.
Spannend ist jedoch der Tipp von Roeb, dass Inhaltsverzeichnisse auch Rankings im Longtail-Bereich bringen können. Wie auf dem Screenshot von RankingCheck zu sehen, rankt die Boulder-Website auch für “Boulderschuhe für Anfänger” und zwar durch die Einbindung einer Sprungmarke mit genau diesem Longtail-Keyword.

longtail-keyword-ergebnis

Quelle des Screenshots: RankingCheck

Schön zu erkennen ist, dass in der Description nun der Sprungmarker mit angezeigt wird und der Nutzer mit Klick auf diesen direkt zum Artikel gelangt. Das Ergebnis fällt durch den weiteren Anker in der Description deutlich mehr ins Auge und du kannst dadurch deine CTR deutlich verbessern.

Christian Roeb

Boulderschuh für Anfänger_Seite mit Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis mit der rot markierten Sprungmarke verhilft der Unterseite das Longtail-Ranking.

Wie geht ihr mit Inhaltsverzeichnissen um? Nutzt ihr sie nur zur Strukturierung oder auch um Rankings im Longtail-Bereich zu generieren? Ab welcher Textlänge würdet ihr Inhaltsverzeichnisse nutzen? Im obigen Beispiel liegt der Text bei unter 300 Wörtern – wirkt das Inhaltsverzeichnis dann für den Leser “erzwungen” oder kann es Eurer Meinung nach bei jeder Textlänge verwendet werden?

Auch Bing zeigt “mobile-friendly”-Label in den SERPs

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Seit Neuestem zeigt auch Microsofts Suchmaschine Bing ein Label bei mobilfreundlichen Seiten in den Suchergebnissen an. Dieses heißt “Für Mobiltelefone optimiert” und grenzt sich damit von Googles “Für Mobilgeräte” ab.

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In den Bing-SERPs wird ab sofort auch das Label “Für Mobilgeräte optimiert” angezeigt. Stehen größere Rankingveränderungen a la Google bevor?

Barry Schwartz spekuliert auf Seroundtable, dass dies ein Zeichen dafür sein könnte, dass auch Bing in der näheren Zukunft ein neues Rankingsignal in Bezug auf Mobilfreundlichkeit von Websites einführen könnte.

Was denkt ihr? Zieht Bing nicht nur in der Anzeige von mobilfreundlichen Seiten, sondern auch bei der Gewichtung in den SERPs nach? Es wäre ja ein logischer und nachvollziehbarer Schritt.

Typische Shop SEO-Probleme: Bloofusion Webinar am 24. April um 10 Uhr

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Freitag in zwei Wochen (24.4.) findet von 10 Uhr bis 11 Uhr wieder ein Webinar von Bloofusion statt. Themen in diesem Webinar werden Shop-SEO und speziell die dabei auftretenden typischen Probleme sein.

In dem Webinar geht es u. a. um die Problematik von Filterseiten, Lösungen für auslaufende Produkte, das optimale Varianten-Handling, Shop-Blogs und die Optimierung der internen Verlinkung. Es sollte also für jeden Shop-Betreiber etwas passendes dabei sein.

Das Besondere bei diesem Webinar ist, dass die Folien noch nicht final sind und Interessierte gerne eigenen Input geben können, welche Themen sie gerne behandeln würden.

Alle weiteren Informationen und ein Feld zur individuellen Fragen-Abgabe findet ihr auf der Anmeldeseite: Typische SEO-Probleme von Online-Shops – und was man dagegen tun kann

Local Pack Ergebnisse nicht vom “mobile-friendly”-Update betroffen

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Bei der Google-Suche mit einem Smartphone werden bei bestimmten Suchanfragen, beispielsweise “Burger Bonn”, neben den organischen Suchergebnissen auch lokale Suchergebnisse im sogenannten Local Pack angezeigt. Dieses Local Pack umfasst meist drei, vier oder sieben Suchergebnisse und zeigt auch direkt Adresse, Telefonnummer und Google-Bewertungen an.

Desktop SERPs_Burger Bonn_Local Pack

Im rot markierten Bereich finden sich die lokalen Suchergebnisse im Local Pack.

Vom kommenden “mobile-friendly”-Update werden diese Ergebnisse, laut Gary Illyes, nicht betroffen sein. Dies meldete Jennifer Slegg auf TheSEMPost.

Mobile SERPs_Burger Bonn_Local Pack

In den mobilen Suchergebnissen wird sich auch ab dem 21. im Local Pack nichts ändern – nicht-optimierte Websites werden dort weiterhin angezeigt.

Da viele Nutzer die Ergebnisse aus dem Local Pack vor allem aufgrund der Google-Bewertungen und der direkten Anzeige von Adresse und Telefonnummer nutzen, mache dies natürlich auch Sinn, so Slegg. Die umliegenden organischen Suchergebnisse werden dann ja im Gegenzug vom “mobile-friendly”-Update so geordnet sein, dass sie dem Google-Nutzer eine bestmögliche User Experience bieten.

Dennoch ist es sicher förderlich eine mobilfreundliche Website zu haben, denn durch Klick auf die Suchergebnisse im Local Pack gelangt der Nutzer ja auch auf die Website.

Noch nicht “mobile-friendly”? Manueller Crawling-Anstoß durch Einreichen einer XML-Sitemap

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Der 21. April rückt immer näher – ab dann gilt das neue “mobile-friendly”-Ranking-Signal. Doch das heißt nicht, dass Websites oder URLs, die bis zu diesem “Stichtag” nicht mobiloptimiert sind und kein entsprechendes “Für Mobilgeräte”-Label in den Mobil-SERPs bekommen haben, dieses nie bekommen werden. Sofern sie bis zum 21. nicht mobilfreundlich sind – also beispielsweise Links aufweisen, die zu eng beieinander liegen oder manche Inhalte nur per vertikalem Scrollen erreichbar sind – werden sie wahrscheinlich erstmal in den SERPs runtergestuft. Dabei bezieht sich Google auf die zum Stichtag indexierte Version der Seite und URLs. Also würde eine Website, die bis zum 21. mobiloptimiert wurde, aber zum Stichtag der Indexierung noch nicht mobilfreundlich war, kein Label bekommen und in den SERPs heruntergestuft werden. Gleiches gilt für zum Teil nicht mobiloptimierte URLs der Website.
Laut Aussage von Google wird die Mobilfreundlichkeit fortlaufend kontrolliert und gilt für jede URL einer Website separat – allerdings werden manche Websites häufiger und manche eher selten gecrawlt. Wenn Webmaster also nicht solange warten wollen, bis ihre Seite automatisch gecrawlt wird, bietet es sich an, Google per Webmaster Tools die aktuelle XML-Sitemap zu übermitteln. Dann wird Google die darin beinhalteten URLs erneut crawlen und sehen, dass diese nun mobilfreundlich sind. So können die Rankings aus der Zeit vor dem “mobile-friendly”-Update zurückerlangt werden.

Was hier beachtet werden muss: Die Anzahl der URLs, die der Googlebot aus der Sitemap crawlt, hängt vom individuellen Crawling-Budget der Website ab – eine durch alle Ebenen “nicht-mobilfreundliche” Website kann so wahrscheinlich nicht sofort komplett neu gecrawlt und als mobilfreundlich erkannt werden.

Diese Vorgehensweise bietet sich auch an, wenn manche URLs einer Domain nicht für Mobilgeräte optimiert sind – beispielweise ältere Artikel o.ä. Diese können dann, nachdem sie mobiloptimiert wurden, auch per Sitemap eingereicht werden. Diese Information bezieht sich auf eine Aussage von John Mueller aus dem heutigen Webmaster Central Hangout, die ihr im Folgenden findet:

Weitere Informationen zur Erstellung von Sitemaps und was dabei besonders beachtet werden sollte, findet ihr bei FRAG SISTRIX.

“Mobile-friendly”-Update: Brand Search wird wahrscheinlich nicht beeinflusst

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Im gestrigen Webmaster Central Hangout teilte Googles John Mueller mit, dass nicht-mobiloptimierte Brand-Websites auch nach Rollout des neuen “mobile-friendly”-Algorithmus weiterhin in Top-Positionen angezeigt werden können. Natürlich muss die Brand-Website die höchste Relevanz für die Suchanfrage bieten. Google bevorzugt allerdings keine Brand-Websites oder schließt sie von den Folgen des “mobile-friendly”-Updates aus, sondern hier wirkt die hohe Relevanz des brands zur Suchanfrage gegen das “mobile-friendly”-Update und gewinnt sozusagen – leicht zurückgestuft wird die brand-Website aber auf jeden Fall.

It’s just that these [brand] sites are often very relevant for these queries and even if they are slightly demoted then it is not going to drop them from page one or drop them, sometimes not even from the first position. So that is something where we don’t treat the brand queries in any way special there, but these pages are really really relevant and sometimes even if they are demoted slightly, then there still the top result.

Zitatquelle: Search Engine Roundtable

Die wörtliche Aussage von Mueller findet ihr im nachfolgend eingebetteten Video:

Keyword Planner beherrscht nun auch Wettbewerbsvergleich

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Am Ostermontag hat Google per Google+ mitgeteilt, dass das Keyword Planner Tool ab sofort auch den direkten Vergleich mit Wettbewerben beherrscht. So können einerseits der eigene Anteil möglicher Impressionen in einer ausgewählten Keyword-Kategorie mit den Top 5 Marktführern und andererseits der Anteil möglicher Impressionen mit den direkten Konkurrenten verglichen werden. Anschaulich wird es mit den folgenden zwei Screenshots:

edited3-Market-Leaders-Screenshot

edited3-Competitor-Domains-Screenshot

Mit diesem Wettbewerbsvergleich können unter anderem Chancen für eigene Keywords herausgefiltert werden – beispielsweise, wenn die eigenen Ad Impressions im Vergleich zur Konkurrenz sehr niedrig sind:

To identify missed opportunity with existing products, you can focus on keyword categories where your ad impression share is low compared to other advertisers. Find the keyword ideas most relevant to your business, and add those with high average monthly search volume and low ad impression share first. You can even concentrate on keywords with lower competition and suggested bids where you can more easily rank in top ad positions.

Auch kann diese neue Funktionalität dazu genutzt werden wichtige Keywords zu identifizieren. Denn jene Keyword-Kategorien, bei denen die Marktführer einen hohen Anteil an Impressionen verzeichnen können, sind zwangsläufig besonders gefragt. Hier müssen nur noch Nischen-Keywords herausgefiltert werden, um ein Stück vom Kuchen abbekommen zu können.

Die neue Funktionalität wird für alle Nutzer im Laufe der nächsten Wochen ausgerollt.

Den Google+ Post dazu findet ihr hier:

Prognose: Google bekommt 55% der Werbeerlöse im globalen Suchmarkt

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Laut einer aktuellen Hochrechnung des unabhängigen Marktforschungsinstituts eMarketer, wird Google in diesem Jahr den größten Teil der Werbeerlöse aus dem globalen Suchmarkt einnehmen. Die weltweiten Ausgaben für Suchmaschinenwerbung werden laut dieser Prognose 2015 bei rund 82 Mrd. US-Dollar liegen – Google als weltweit größter Anbieter im Suchmaschinenmarkt wird mit 44,46 Mrd. somit 54,5% der Erlöse bekommen.

Weltweit hat Google einen Marktanteil von 89,49% (März 2015) – damit ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Suchmaschinengigant über die Hälfte der Werbeerlöse durch Suchmaschinenwerbung einfährt.

Source: StatCounter Global Stats – Search Engine Market Share

Interessant ist dagegen, dass die Konkurrenz (Baidu, Bing, Yahoo! etc.) mit einem kumulierten Marktanteil von 10,51%, Werbeerlöse in Höhe von 37,13 Mrd. US-Dollar einfahren werden. Die genauen Erlöse und prozentualen Veränderungen über einen Drei-Jahres-Zeitraum könnt ihr der folgenden Tabelle von eMarketer entnehmen:

eMarketer_Net Search Revenue Worldwide_2013-2015

Quelle: eMarketer