Alphabet Quartalszahlen Q1/2016: Sinkender CPC belastet Werbegeschäft

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Im gestrigen Earnings Call gab Ruth Porat, Chief Financial Officer von Google-Holding Alphabet, die Quartalszahlen für das abgelaufene erste Quartal 2016 bekannt. Zwar konnte der Konzern Zuwächse im Umsatz und auch beim Überschuss verbuchen, Analysten waren jedoch enttäuscht. So steigerte Alphabet seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 17% auf 20,26 Milliarden US-Dollar, erwartet war ein Umsatz von rund 20,38 Milliarden US-Dollar, berichtet Business Insider. Damit einhergehend blieb auch der Gewinn mit rund 4,21 Milliarden US-Dollar hinter den Erwartungen.

Investor_Relations_Alphabet

© Alphabet Inc.

Eines darf man nicht vergessen: Doch trotz hinter den Erwartungen gebliebenen Zahlen, ist Alphabet fulminant in das neue Jahr gestartet.

Verantwortlich für die „schlechten“ Zahlen könnte der im Schnitt rund 9% gesunkene Cost-per-Click der Werbeanzeigen sein. Doch die Alphabet-Tochter Google arbeitet daran, den CPC wieder zu erhöhen. Denn erste Analysen nach der Design-Anpassungen der AdWords-Anzeigen in den Google Suchergebnissen zeigen, dass die Anpassungen einen Anstieg des CPC zur Folge haben könnten. Einen weiteren negativen Impact haben auch die Verlustgeschäfte der Alphabet-Nebenaktivitäten, wozu unter anderem der Breitbandausbau, das Google Auto und der Thermostat-Anbieter Nest gehören, berichtet Spiegel Online.

Im Earnings Call berichtete Alphabet-CFO Ruth Porat außerdem, dass Google genauso viel Geld mit dem mobilen Werbegeschäft verdient, wie mit dem Desktop-Werbegeschäft. Wenn also die Desktop-Design-Anpassungen von AdWords nicht die gewünschten Erfolge bringen sollten, so könnten Desktop-Umsatzeinbuchen in der Zukunft vom mobilen Geschäft ausgeglichen werden.

Google bringt AMP offiziell in die Google News

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Anfang März hat Google damit begonnen in den mobilen Suchergebnissen AMP-Artikel anzuzeigen. AMP steht für Accelerated Mobile Pages und bezeichnet ein Open Source Framework, welches Webseiten mit herkömmlichen HTML-Code ein Pendant (den AMP-Artikel) zur Seite stellt, der durch Code-Anpassungen eine vielfach verbesserte Ladezeit aufweisen kann:

Our tests have shown that AMP documents load an average of four times faster and use 10 times less data than the equivalent non-amp’ed result. In many cases these stories will load instantly.

Quelle: Maricia Scott, Engineering Director, Google News „AMPlifying the News“

Nach einigen Tagen konnten Google-Nutzer weltweit die ersten AMP-Artikel in den Suchergebnissen entdecken. Sie wurden bei relevanten Suchanfragen im News-Carousel angezeigt, einem abgetrennten Bereich innerhalb der mobilen Suchergebnisse. Zuerst schien es so, dass nur News-Publisher im fortan für AMP-Artikel reservierte News-Carousel angezeigt würden. Doch Search One-Geschäftsführer Kai Spriestersbach fand heraus, dass auch AMP-Artikel von Publishern angezeigt werden, die nicht in Google-News gelistet sind – AMP also als Eintrittkarte in die News Onebox? Diese Frage konnten wir bisher nicht beantworten, allerdings gibt es seit heute ein offizielles Update zur Distribution von AMP-Artikeln seitens Google. Denn ab sofort zeigt Google in den Google News-Suchergebnissen auch das AMP-News-Carousel an – bisher fanden Google-Nutzer dies lediglich in den normalen Suchergebnissen. AMP-Artikel, die sich in der unter dem Carousel angeordneten Artikel-Liste befinden, sind mit dem bekannten grauen AMP-Blitz-Symbol gekennzeichnet. Das Carousel sieht dann folgendermaßen aus:

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© Google

Das Feature wird zuerst in den USA ausgerollt. Die anderen Länder- und Sprachversionen sollen in den nächsten Tagen folgen.

Apple startet Angriff auf Google Maps: Apple Maps bald auch im Browser?

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Apple Maps hatte beim Start auf den Apple-eigenen Betriebssystemen (iOS, OSX) mit ein paar Problemen zu kämpfen. Denn wer sich auf die 2012 gestartete Google Maps-Alternative verlassen hatte, war in den ersten Wochen verlassen – zahlreiche Fehler in den Kartendaten sorgten für Frust und einige Umwege. Doch Apple besserte schnell nach und nach diesen Startschwierigkeiten läuft der Kartendienst mittlerweile rund. Auf iPhone, iPads und Macs kann Apple Maps benutzt werden, im Web beherrscht allerdings Konkurrent Google mit Google Maps den Markt. Das könnte sich bald ändern. Auf der Minisite zur kommenden WWDC hat Apple schon eine interaktive Karte eingebaut, die eine Webversion der, von iOS und Mac OSX bekannten, Karten-App zu sein scheint:

Webversion_Apple_Maps

Und eine API, über die alle Daten des Kartendienstes abgerufen werden können, gibt es auch schon. Entwickler Tim Broddin aus Belgien hat die Daten aus der API auch schon in ein Web-Interface eingebaut, sozusagen „Apple Maps beta“. Zu finden ist sie unter fruitymaps.com.

Ob und wann Apple seine Daten offiziell per Web-Interface bereitstellen wird, ist nicht bekannt. Aber der erste Schritt scheint gemacht und falls der Anwendungsumfang dem von Google Maps entsprechen wird, könnte hier ein echter Konkurrent heranwachsen.

Neuer Google Smartphone User-Agent ab sofort online

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Im März kündigte Webmaster Trends Analyst Gary Illyes an, dass Google den Smartphone User-Agent aktualisieren wird, wir berichteten:

Google aktualisiert Smartphone user-agent – Liveschaltung im April

Google will mit immer aktuellen User-Agents Sorge dafür tragen, dass Websites, die neue Technologien nutzen, immer vollständig gerendert werden können.

Seine Kollegin Zineb Ait Bahajji kommunizierte nun heute per Twitter, dass der aktualisierte Smartphone User-Agent nun online und unterwegs ist:

 

Google Patent: Smartphone-Kamera erkennt an Mimik die Nutzerzufriedenheit

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Google hat beim US-Patentamt das Patent „RANKING QUERY RESULTS USING BIOMETRIC eingereicht und zeigt damit vielleicht die Zukunft der Messung von Nutzerzufriedenheit – allerdings in einer Welt ohne Datenschutz. Google hat sich die Nutzung der Frontkamera eines Smartphones zur Messung der Mimik beim Ausspielen von Suchergebnissen zu einer Suchanfrage patentieren lassen. Auf diese Weise soll sich herausfinden lassen, ob das erste Suchergebnis den Erwartungen des Nutzers entspricht. Falls dies nicht der Fall ist, wird ein weiteres Suchergebnis ausgespielt und das Messverfahren wiederholt. Die folgende Skizze von Bill Slawski zeigt dies sehr anschaulich:

Google will nicht nur die Augenbewegung und die Gesichtsmimik messen, sondern auch die Veränderung der Herzfrequenz und eine eventuelle Erhöhung der Körpertemperatur. Abwarten, inwieweit wir dieses Patent in Zukunft in der Praxis sehen werden.

Eyetracking-Studie: Mehrheit der Nutzer erkennen AdWords sofort und klicken Organic

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Die Usability GmbH & Co. KG hat eine Eyetracking-Studie herausgegeben, in der das Dienstleistungsunternehmen die Auswirkungen von Google AdWords-Designupdate auf die Wahrnehmung und Klickrate der AdWords analysiert hat.

Um es schon vorweg zu sagen: Die Studie kann sich leider nur auf eine Erhebungsmenge von 30 Testpersonen stützen. Die Ergebnisse allerdings sind sehr interessant und dürften, falls sie auch für eine umfangreichere Personengruppe zutreffen, nicht nur für Google interessant sein. Denn von 30 Testpersonen konnten 22 Personen, also rund 73%, AdWords auf den ersten Blick identifizieren, der Rest habe nach eigenen Aussagen nicht darauf geachtet. Wie auf dem nachfolgenden Bild erkennbar, werden Anzeigen auch fast gar nicht beachtet. Der Blick fällt auf das erste organische Suchergebnis und bei Einblendung von Bildern zur Suchanfrage sogar noch stärker auf das erste organische Suchergebnis nach der Bildstrecke:

Anschließend haben sich die Nutzer aktiv dagegen entschieden auf die Anzeigen zu klicken, da sie diese von Unternehmen gezielte Aussteuerung von Suchergebnissen als eine Art Bevormundung verstehen:

„Die Anzeigen werden dabei nicht als relevante Ergebnisse, sondern als losgelöste Werbung betrachtet.“

In bestimmten Situationen seien Anzeigen allerdings relevant, zum Beispiel wenn Nutzer nach bestimmten Anbietern suchen und bereits wissen, was sie wollen.

Google werden die Ergebnisse der Studie nicht gefallen, denn mit dem AdWords Designupdate hat man ja das offensichtliche Ziel verfolgt, die Klicks auf AdWords zu steigern – und andere Studien haben dies ja auch schon bewiesen.

Google testet grüne Ad-Symbole: Erhöhung der Ad-CTR um jeden Preis?

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Update 18.04.2016: Auch in Deutschland werden manchen Google-Nutzern grüne AdWords-Symbole angezeigt:

Danke Tobias!

15.04.2016:
In den USA und Kanada scheint Google neue Symbole zu testen, die neben den AdWords angezeigt werden. Dies teilte unter anderem Sergey Alakov aus Toronto per Twitter mit:

Der im oben eingebetteten Tweet verlinkte Barry Schwartz, griff das Thema auf Search Engine Roundtable noch einmal auf und zeigte noch mehrere Beispiele anderer Nutzer, die diese neue Farbgebung der Ad-Symbole auch angezeigt bekommen haben. Ich konnte dies bei google.de und auch mithilfe des Tricks google.com/ncr (–> die Anzeige der US-Suchergebnisse ohne Geotargeting) nicht reproduzieren.

Sollte sich dieser Test zu einem weltweiten Rollout ausweiten, erschwert es Google seinen Nutzer weiter, organische von bezahlten Suchergebnissen zu unterscheiden. Denn das Symbol hat die gleiche Farbe wie der nebenstehende Link. Bisher waren Ads durch die Benutzung der Signalfarbe Gelb bei den Ad-Symbolen noch als solche zu erkennen. Nach dem Wegfallen der Abtrennungslinie zwischen organischen und bezahlten Suchergebnissen und dem Entfernen der Ads auf der rechten Seite, wäre dies nun der dritte Schritt in Richtung „Verwässerung“ der Grenzen zwischen Paid und Organic. Und Studien belegen: Viele Nutzer können schon jetzt die organischen nicht mehr von den bezahlten Suchergebnissen unterscheiden.

Clickjacking: Google dreht dubiosen Publishern den Geldhahn zu

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Im WWW lauern immer wieder Betrüger auf naive Opfer, die auf offensichtliche Tricks hereinfallen – doch dieses Vorurteil ist noch harmlos. Denn auch sehr versierte Internet-Nutzer können auf Betrügereien hereinfallen. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass die Betrüger ihre Fallen so verschleiern und Inhalte vortäuschen, die durch einen Klick auf einen Link, ein Video oder ähnliches gar nicht erreicht werden. Diese Irreführung nennt man „Clickjacking“. Und das nachfolgende, von Google publizierte, Video beschreibt die Vorgehensweise sehr anschaulich:

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© Google AdSense

Ein Nutzer klickt auf einen täuschen echt aussehenden Play-Button in einem in eine Webseite eingebetteten Video. Doch anstatt mit dem Klick ein Video mit süßen Welpen zu starten, wird er auf eine Website mit diversen Katzenbildern weitergeleitet. Denn hinter dem vermeintlichen Play-Button hat sich ein Ad versteckt, welches per Klick auf die Website mit den Katzenbildern verweist.

Andres Ferrate, Google-Anwalt im Verantwortungsbereich „Ad Traffic Quality“ hat in einem Blogpost auf dem AdSense Blog bekanntgegeben, dass Google in Zukunft aktiv gegen Clickjacking vorgehen wird. Ads, die so platziert sind, dass sie Nutzer in die Irre führen und nur dem Publisher helfen, Geld zu verdienen, werden nicht mehr gezählt. Das heißt die darüber erzielten Klicks werden in Zukunft wertlos sein.

Alles weitere und wertvolle Informationen für Publisher, um ein möglichst angenehmes Ad Experience zu erzielen, findet ihr im AdSense-Blog.

Local Pack in den US-SERPs: Nun auch Spritpreise bei Tankstellen-Suche

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Eine erfreuliche Nachricht für alle Autofahrer: Google informiert bei einer Tankstellensuche nun auch über die Preise der von der Tankstelle angebotenen Kraftstoff-Sorten. So zeigt das Local Pack in den US-Suchergebnissen bei der Suchanfrage „gasoline“ auf einen Blick die sich in der Nähe befindenden Tankstellen an. Und dazu gesellen sich seit gestern auch die Preise vom bleifreien Normal-Benzin. Klickt man auf eins der Suchergebnisse, öffnet sich ein neues Fenster mit weiteren Informationen und allen verfügbaren Kraftstoff-Sorten mit den aktuellen Literpreisen.

Mike Blumenthal konnte diese Anzeige auch für die Desktop-Suchergebnisse reproduzieren. In Deutschland scheint das Feature noch nicht ausgerollt worden zu sein. Um die Preise anzuzeigen und auch verifizieren zu können, muss wahrscheinlich noch ein geeigneter Daten-Partner gefunden werden.

Amazon SEO: Sales Rank und Keywords im Produkttitel korrelieren mit Produkt-Ranking

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Mit einer Studie, in der das Analyseunternehmen Ripen eCommerce 344.936 Produkte und rund 746.000 Amazon-Produktsuchen analysiert hat, konnte es eine Korrelation zwischen mehreren Produkt- und Händlerfaktoren und dem Ranking von Produkten bei einer entsprechenden Amazon-Suchanfrage herausfiltern. Die Ergebnisse sind nicht überraschend – so korrelieren unter anderem der Amazon Best Sellers Rank (eine Liste derer Produkte, die sich am häufigsten in ihrer Kategorie verkaufen), die Anzahl der per FBA (Fulfilled by Amazon) verkauften Produkte und die Anzahl der passenden Keywords mit dem allgemeinen Ranking eines Produktes in den Amazon-Suchergebnissen:

Die oben genannten Faktoren korrelieren positiv mit dem Ranking eines Produktes. Allerdings gibt es auch zwei Faktoren, die negativ korrelieren – dies sind „Third Party FBA“ und „Third Party Merchant Fulfilled“. So scheint es, dass Amazon Produkte stärker puscht, die der Shop-Gigant selber im Lager hat und verschickt, als Produkte, deren Lieferung Drittanbieter übernehmen. Allerdings sind dies natürlich nur Korrelationen, die nicht in einem direkten Zusammenhang stehen (müssen).

via SearchEngineLand