Bekämpfung von Webspam: Google aktualisiert Qualitätsrichtlinien für Doorway-Pages

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Brian White vom Google Webspam Team hat gestern auf dem Webmaster Central Blog bekanntgegeben, dass die Suchmaschine im Kontext der allgemeinen Bekämpfung von Webspam daran arbeitet den Einfluss von sogenannten Doorway-Pages in den SERPs zu minimieren. Doorway-Pages sind Seiten, die dazu dienen “den ‘Fußabdruck in der Suche’ zu maximieren”, erklärt White in seinem Blogpost. Das heißt, dass diese Seiten keinen eigenen Mehrwert haben und in einer Vielzahl auf die eigentlich relevante Unterseite einer Domain verweisen. Mit vielen dieser Doorway-Pages (zu deutsch: Brückenseiten) in den SERPs steigert der Webmaster einer Domain die Wahrscheinlichkeit, dass ein Besucher die relevante Seite besucht.

Doorway Pages Ranking-Change

Bei Google+ wird von einem “RankingChange” gesprochen.

Mithilfe der folgenden Fragen können Doorway-Pages identifiziert werden:

  • Dienen sie der Optimierung für Suchmaschinen und dazu, Besucher auf den tatsächlich nutzbaren oder relevanten Teil eurer Website zu leiten, oder sind sie ein wesentlicher Bestandteil der Nutzererfahrung eurer Website?
  • Sollen die Seiten einen Rang für allgemeine Suchbegriffe erhalten, obwohl die Inhalte auf der Seite sehr spezifisch sind?
  • Duplizieren die Seiten nützliche Zusammenfassungen von bereits auf der Website zu findenden Elementen wie Orte oder Produkte, um die Zugriffe über die Suche zu steigern?
  • Wurden diese Seiten einzig und allein erstellt, um die Zugriffe über Partnerwebsites zu steigern und Nutzer weiterzuleiten, ohne einen sichtbaren Mehrwert in Bezug auf Inhalte oder Funktionen zu schaffen?
  • Führen diese Seiten ein “Inseldasein”? Ist es schwierig oder unmöglich, von anderen Teilen eurer Website zu ihnen zu gelangen? Werden Links auf solche Seiten von anderen Seiten der Website oder des Website-Netzwerks nur für Suchmaschinen erstellt?

Ob und in welchem Maße Google nun gegen diese Brückenseiten vorgehen wird, ist nicht bekannt. Es ist aber denkbar, dass nach dieser Aktualisierung der Qualitätsrichtlinien auch eine Ranking-Anpassung vorgenommen werden könnte. So lautet die Aussage bei Google+: “We’ll soon launch a ranking change to better address doorway pages.” Auch Barry Schwartz spekuliert darüber und nennt die Anpassung “Ranking-Adjustment”.

Recaps zur Campixx Week und SEO Campixx 2015

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Vom 9. bis einschließlich 15. März fand in Berlin am Müggelsee die Campixx Week und die SEO Campixx statt. Unter der Woche wurden unter anderem beim Neuromarketing Day, beim Media Day, beim Creativity Day, beim Communication Day und beim Inbound Marketing Day themenrelevante Workshops abgehalten und Vorträge präsentiert. Am Wochenende vom 14. und 15. März schloss sich dann die altbekannte Un-Konferenz SEO Campixx an.

Campixx 2015 Logo

Für alle die, die nicht an der Campixx Week und oder der SEO Campixx teilnehmen konnten, bieten Recaps eine gute Möglichkeit die Vorträge aufzuarbeiten. Und alle diejenigen, die im Hotel am Müggelsee waren, aber nicht alle Sessions besuchen konnten (ein unschaffbares Unterfangen) können durch die Recaps die Vorträge aufarbeiten, an denen sie nicht teilnehmen konnten.

Die (vorläufige) Auflistung der Recaps zur Campixx Week und SEO Campixx 2015:
Seokratie: SEO Lebt! Mein SEO Campixx 2015 Recap
RankingCheck: Recap Campixx 2015 – Learnings & Erkenntnisse aus 5 Jahren
TakeValue: SEO CAMPIXX 2015 und RECAP ZUR SEO CAMPIXX 2015
Klaus Ahrens: Campixx: SEO geht heute anders
Popularity Reference: SEO CAMPIXX 2015 RECAPS – hier ist die “Events”-Seite verlinkt, da PR auch über alle Tage der Campixx Week berichtet hat.
Seo Profi Berlin: Meine SEO Campixx 2015
Sebastian Blum: SEO Campixx 2014 – Recap
Redirect 301 (Daniel Weihmann): SEO Campixx 2015
Clicks.de: SEO Campixx 2015 Recap – Campixx Week
Jonas Weber: SEO Campixx Recap 2015
1a SEO: Campixx-Week 2015 und SEO-Campixx 2015 Recap
Zweidoteins: SEO Campixx 2015 Recap
Blurithmics: Recap SEO Campixx 2015 – Bilder, Learnings & Rückschlüsse

Beiträge in Online-Medien:
heise.de: SEO:Google als unverzichtbarer Problembereiter
OnlineMarketing.de: Die CAMPIXX:Week 2015 – Eine Woche gemeinsam lernen, wohnen, networken und Spaß haben

Zur visuellen Auflockerung hat Ines Schaffranek die Vorträge in Form von SketchNotes zu Papier gebracht: SEO Campixx 2015 Sketchnotes

Google gibt in PageSpeed Insights Hilfen zur Optimierung von CSS- und JS-Ressourcen

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Schon gestern haben wir darüber berichtet, wie offensiv Google Hilfestellung leistet und Webmaster bei der Optimierung ihrer Websites für Mobilgeräte unterstützt. Neben der Initiative #mobilemadness ist uns heute aufgefallen, dass Google auf der Testseite zum PageSpeed den Download optimierter CSS-, Bild- und JavaScript-Dateien anbietet, falls durch das Tool auf der Website nicht-optimierte CSS,-Bild- und JavaScript-Dateien gefunden wurden.

PageSpeed Insights_Seo.at Test

Beim Test von seo.at findet das Tool einige Dateien, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind…

PageSpeed Insights_Optimierte Dateien downloaden

…und bietet den Download optimierter CSS,-Bild- und JavaScript-Dateien an.

Heruntergeladene optimierte Dateien

Die Dateien finden sich dann nach Typ geordnet auf der Festplatte wieder und müssen nun nur die äquivalenten nicht-optimierten Dateien ersetzen.

Das PageSpeed Insights Tool findet ihr hier.

Habt ihr Eure Seiten schon für Mobilgeräte optimiert? Werdet ihr die optimierten Dateien von Google nutzen?

#MobileMadness bei Google: Vorbereitung auf das ab 21. April gültige neue Ranking-Signal

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Ab dem 21. April wird die Mobilfreundlichkeit von Websites zu einem Ranking-Signal. Uns bleibt also noch mehr als ein Monat Zeit unsere Mobil-Seite so zu optimieren, dass sie von Google in den mobilen Suchergebnissen mit dem Label “mobile-friendly” ausgezeichnet wird. Bei der Vorbereitung bisher nicht mobil-optimierter Websites hilft die Suchmaschine aktiv mit und vereint unter dem Hashtag #mobilemadness Hangouts für Webmaster, Informationsseiten zur richtigen Konfiguration von Mobil-Seiten oder die Google-eigenen Tools zur Überprüfung der Mobilfreundlichkeit der eigenen Website.

#mobilemadness Ankündigung auf Google+

Den vollständigen Terminkalender zum Durchklicken findet ihr hier.

Zu Beginn dieser Informations-Reihe hat Google am 5. März ein Hangout zu den Grundlagen von Suchperformance und -strategien veranstaltet, den ihr hier anschauen könnt.

Ab heute startet eine vierteilige Hangouts on Air-Serie, die zeigt, wie Webmaster ihre Website mobilfreundlich machen können:

Learn the correct configurations, go-to tools and optimization strategies to make a big impact on both your customers and search engines.

Der erste Teil beginnt heute Abend um 18.00 Uhr unserer Zeit – alle weiteren Termine und Links findet ihr im folgenden Link: [Basics of a mobile website for SMBs] 1. Learn the tools: PageSpeed Insights, Mobile-Friendly Test and Mobile-Usability

Webmaster Tools geben detaillierte Informationen über Ressourcenblockierungen

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Mit einem Post im Google Webmaster Central Blog hat Webmaster Trend Analyst John Mueller eine neue Funktion in den Webmaster Tools vorgestellt und zwar den “Bericht über blockierte Ressourcen”. Diese Funktion ist unter dem Menüpunkt “Google-Index” im Auswahlmenü zu finden und hilft Webmastern bei der Identifizierung und Lösung von Ressourcenblockierungen, wie beispielsweise die Blockierung von CSS- und JavaScript-Dateien.

Wenn das Crawlen dieser Ressourcen unterbunden wird, kann der Googlebot sie beim Rendern dieser Seiten für die Suche nicht verwenden.

wmt-blockierte-ressourcen

Die Anzahl der blockierten Ressourcen wird mit einem zeitlichen Verlauf angezeigt – die Tabelle unter dem Graphen zeigt die direkten Links und beim Klicken auf diese Links bietet Google mehrere Analysemöglichkeiten an. Quelle: Google

Auch die Funktion “Abrufen und Rendern” wurde erweitert. So geht aus dem Post von Mueller hevor, dass hier nun Screenshots angezeigt werden, die die Website einmal beim Abrufen durch den Googlebot und einmal beim Abrufen durch einen regulären Nutzer zeigt. Wie das aussieht, zeigt Jens Fröhlich auf seinem Blog.

Mit dieser neuen Funktion möchte Google wahrscheinlich sichergehen, dass der Googlebot die Website genauso rendern kann, wie sie für einen regulären Nutzer angezeigt wird. Denn so kann die Suchmaschine bestmögliche Suchergebnisse anzeigen, die eine gute User Experience bieten.

HTTPS muss auch in Sitemap oder rel=canonical angegeben werden

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Heute postete Gary Illyes von Google auf Google+, dass er in einem Test herausgefunden habe, dass rund 80% der auf HTTPS umgestellten URLs nicht indexiert und anerkannt werden können, obwohl sie keine Crawling-Fehler, noindex-Attribute oder ähnliches aufweisen. Sie sind schlicht und ergreifend nur für Google nicht auffindbar, da in den Sitemaps und in rel=canonical- und hreflang-Elementen immer noch die HTTP-URL hinterlegt ist.

Den Original-Post von Illyes findet ihr hier:

Google+Post Gary Illyes Tell your SE about HTTPS URLs

Habt ihr Eure Website verschlüsselt? Wie macht ihr die Suchmaschinen auf diese Änderung aufmerksam? Als Google im Sommer letzten Jahres HTTPS zum Ranking-Signal erhob, war die Aufregung groß. Doch hat sich wirklich etwas geändert? Habt ihr – falls ihr auf eine Verschlüsselung umgestiegen seid – eine Veränderung bei Euren Rankings bemerkt, die darauf zurückzuführen ist?

US-Studie: Rund 20% aller Suchanfragen beantwortet Google durch “Rich Answers”

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Eric Enge, der Geschäftsführer der amerikanischen Online-Marketing-Agentur Stone Temple, hat in einem Test analysiert wieviele von 850.000 gestellten Suchanfragen direkt von Google mittels “Rich Answer” beziehungsweise One Box beantwortet werden. Das Ergebnis direkt vorweg: Der Anteil liegt bei 19,5% – also rund ein Fünftel aller Suchanfragen beantwortet Google mittlerweile selbst. Die Studie bezieht sich dabei auf die US-Suchergebnisse.

2015 Study_One Box bringt 20 Prozent der Google Antworten

Bei rund einem Fünftel der über 850.000 Suchanfragen zeigte Google “Rich Answers” an – das Klicken auf ein organisches Suchergebnis wäre hier nicht mehr nötig, Quelle: StoneTemple

Das Set der 850.000 Suchanfragen lässt sich auf drei Bereiche aufteilen: Google Autocomplete, Bing Suggest und ein manuell zusammengestelltes Keywordset (aus Short- und Longtail-Keywords). Die Themenbereiche der manuell zusammengestellten Suchanfragen hat Eric Enge auf seinem Blog aufgelistet – sie eignen sich ehrlich gesagt aber auch für direkte Antworten, denn die Themen waren u.a. “Berühmte Personen”, “Filme”, “Historische Sport-Events” oder “Zeitgeschichte”. Daher sollte das Ergebnis nicht verallgemeinert werden.

Schon seit einigen Wochen berichten wir über die Entwicklung von Google von einer traditionellen Suchmaschine hin zu einem Antwortgeber – dazu passt auch Martin Missfeldts Artikel “Offizieller Kurswechsel: Google will Findmaschine sein”

Wie gefällt Euch die neue Google-Strategie? Damit stellt Google ja eine direkte Konkurrenz gegen die einzelen Websitebetreiber dar. Könnte Google damit seine eigenen Quellengeber (also die Websitebetreiber) verdrängen und so auch den Nachschub an Informationen stoppen? Das spekuliert zumindest der Googlewatchblog.

Die Studie von Stone Temple Consulting zum Nachlesen: Google Provides Rich Answer Results to 19% of Queries Used in Our Test

Kein Crawling mehr von Ajax-Anwendungen auf Websites?

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Auf der SMX West, die bis gestern in San Jose stattfand, äußerte sich Google Webmaster Trends Analyst Gary Illyes dazu, dass die Suchmaschine in Zukunft die Informationen aus dem Developers-Bereich über Crawling von Ajax-Anwendungen stilllegen könnte. Es solle im Laufe der nächsten Woche ein offizielles Statement dazu im Google Webmaster Blog geben.

Gary Illyes from Google commented during a panel at SMX West that since Google was able to render your full page starting back in May 2014, it may discontinue the AJAX crawlability recommendations offered in the Google Developer center.
Quelle: Search Engine Land

Könnte damit eine Entscheidung Googles zusammenhängen das Crawling von Ajax-Anwendungen ganz aufzugeben? Barry Schwartz spekuliert auf Search Engine Land über diese mögliche Konsequenz.

Im Google Devolopers-Bereich gibt die Suchmaschine zurzeit noch Informationen zum Crawling von Ajax-Anwendungen und der Problematik, die bei Ajax-Anwendungen auftritt:

Historically, AJAX applications have been difficult for search engines to process because AJAX content is produced dynamically by the browser and thus not visible to crawlers.

In einem persönlichen Zusatz sagte Gary Illyes, dass Websites mit Ajax nicht die beste User Experience bieten würden – das schreib zumindest Barry Schwartz.

Arbeitet ihr mit Ajax? Und wenn ja, warum? Was denkt ihr über diese mögliche Konsequenz?

“Mobile-friendly”-Label gilt für jede Unterseite separat & wird in Real-Time erfasst

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Auf der am Dienstag gestarteten SMX West Konferenz in San Jose gab Googles Gary Illyes ein paar weitere Details zu dem neuen Rankingsignal “mobile-friendly” bekannt.

Wie Barry Schwartz auf Search Engine Land berichtete, wird Google ab dem 21. April in Real-Time nach Websites mit dem “mobile-friendly”-Label schauen, sodass auch diejenigen Websites eine Chance haben weiterhin vorne in den Google-Mobile-SERPs angezeigt zu werden, wenn sie am 21. April noch kein Label haben sollten. Voraussetzung ist natürlich das Erreichen der Google-Standards, um als mobilfreundlich angezeigt zu werden. Informationen und den Test auf Mobilfreundlichkeit von Google findet ihr hier. Laut Schwartz können von der Real-Time-Erfassung auch kleinere Websites profitieren, wenn Google sie einfach weniger häufig crawlt:

By real-time, I believe this means that once Google crawls the page again, it will immediately be labeled as mobile-friendly and immediately benefit from the algorithm. If your pages are slow to be indexed because they are rarely updated, then it is important to go mobile-friendly sooner.

Weiter erklärte Gary Illyes, dass das mobile-friendly-Label nur bei den Unterseiten einer Website angezeigt wird, die für Mobilgeräte optimiert sind – und auch nur diese könnten dann am 21. April von dem neuen Rankingsignal profitieren. Wenn eine Website jedoch gesamthaft mit einem responsive Design ausgestattet ist dürfte es keine Probleme geben.

Wie bereitet ihr Euch auf das bevorstehende neue Rankingssignal vor? Wieviele Besucher gelangen auf Eure Website über mobile Endgeräte?

“think with Google” zeigt Trends und Einblicke in mobile Erfolgsgeschichten

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think with Google Logo

Quelle: Google

Es scheint, dass für Google der Abruf von Daten über Mobilgeräte weiter ein sehr wichtiges Thema ist. Der Suchmaschinen-Riese hat auf seiner Plattform für Werbetreibende “think with Google” alles “mobile” umgestellt und zeigt so beispielsweise, wie Anzeigen auf mobilen Endgeräten geschaltet werden können, wie der Traffic über Smartphones optimiert werden kann – mit Fokus auf dem Reisemarkt – und was Werbetreibende nun allgemein tun müssen, um ihre Kunden auch auf mobilen Endgeräten zu erreichen.

Alle Geschichten findet ihr auf Googles Plattform für Werbetreibende

Mobile ist für Google nun unübersehbar auf dem Vormarsch, oder? Ab dem 21. April wird “mobile-friendly” zum Rankingsignal, Google gibt viele Tipps zur Gestaltung von mobilfreundlichen Websites und schreibt Webmaster an, deren Mobilseiten nicht “mobile-friendly” sind. Wie findet ihr die Entwicklung? Seid ihr oft mit dem Smartphone online unterwegs und freut Euch über Googles Initiative oder seid ihr der Meinung, dass sich der Suchmaschinen-Gigant zu sehr auf das Thema konzentriert?