Rich Cards: Google stellt Nachfolger der Rich Snippets vor

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Am Anfang gab es die mobilen Google Suchergebnisse. Um seinen Nutzern aber noch mehr Informationen auf einen Blick zu geben, entwickelte Deutschlands Marktführer im Suchmaschinenmarkt die sogenannten Rich Snippets. Plump ins Deutsche übersetzt sind dies “Reiche Schnipsel”. Reich sind diese Schnipsel, und zwar an Informationen – beispielsweise Rezepte oder Ortshinweise. Um noch mehr Informationen und ein noch besseres mobiles Surferlebnis zu bieten, hat Google nun im letzten Evolutionsschritt Rich Cards entwickelt. Hier werden größere Bilder als bei den Rich Snippets angezeigt und die Rich Cards sind eindeutig von den herkömmlichen organischen Suchergebnissen abgetrennt – dies könnte in der Folge auch die Klickrate dieser Suchergebnisse erhöhen.

Die Entwicklung der angereicherten Suchergebnisse wird mit folgendem Bild anschaulich dargestellt. Alle drei Entwicklungsstufen werden allerdings noch in den mobilen Suchergebnissen sichtbar sein. Es wird also wahrscheinlich keine Darstellungsform ersetzt:

Tipps und Hilfen zur korrekten Implementierung, die zur Anzeige Deiner Inhalte in den neuen Rich Cards notwendig sind, listet Google hier auf. Dann könnten Deine Inhalte auf Mobilgeräten schon bald folgendermaßen ausgespielt werden:

Übrigens: In die Search Console haben es die Rich Cards auch schon geschafft. Dort werden sie unter dem Menüpunkt “Darstellung der Suche” angezeigt:

Google legt “mobile-friendly”-Testtool neu auf

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Im offiziellen Webmaster Blog hat Yaniv Loewenstein aus dem Google Search Console Team verkündet, dass das neue “mobile-friendly”-Testtool nun online ist. Es findet sich nun unter der URL: https://search.google.com/search-console/mobile-friendly und sieht folgendermaßen aus:

mftt_google

© Google

Mftt_action_google

© Google

In der nächsten Zeit wird das neue Tool das unter https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/ verfügbare Pendant ersetzen.

Probleme bei manuellen Maßnahmen gegen irreführende mobile Weiterleitungen

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Google hat in den letzten Tagen scheinbar erste manuelle Maßnahmen gegen Webmaster verhängt, die Besucher irreführen und auf eine andere URL weiterleiten, als in den Google-Suchergebnissen angezeigt. Dass Google diesen Schritt gehen wird, haben wir schon im Oktober vergangenen Jahres berichtet.

Mit dem folgenden Google-Beispiel wird der Sachverhalt nochmals vereinfacht dargestellt:

Diese angekündigten manuellen Maßnahmen sind nun scheinbar in die Tat umgesetzt worden. Allerdings hapert es bei der Umsetzung. Laut einem Thread im Webmaster Central Help Forum, schickt Google die Ankündigung einer manuellen Maßnahme per E-Mail heraus, in der Search Console ist die manuelle Maßnahme allerdings nicht aufgeführt – ein Interner Server Error sorgt dafür:

Ein Top-Beitragender hat verkündet, dass Google allerdings daran arbeitet das Problem schnellstmöglich zu beseitigen.

Gboard für iOS – Google-Suche aus jeder App starten

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Google hat gestern eine Tastatur für Apples Mobil-Betriebssystem iOS vorgestellt, welche mittlerweile auch im US-App-Store zu finden ist. “Gboard” heißt die Google-Tastatur und kann die Suche auf dem Smartphone erheblich vereinfachen. Denn wie auf dem folgenden Screenshot erkennbar ist, wird neben den Wortvorschlägen ein kleines Google-Logo angezeigt. Ein Klick auf eben dieses Logo eröffnet dem Tastatur-Eigner die Google-Welt in ihrer vollen Pracht: Text, -Bild und Videosuchen sind sofort und in jeder App verfügbar, wo die Tastatur angezeigt wird:

Leider ist das neue iOS-Tastatur bisher nur im US-App-Store und damit nur für US-Kunden verfügbar. Eine Anfrage an Google wann die Tastatur auch in den deutschen App Store wandert, wurde bisher nicht beantwortet.

“Mobile-friendly”-Update 2.0 nun vollständig ausgerollt

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Im März dieses Jahres kündigte Google per Blogpost an, dass das Unternehmen im Mai die Stufe zwei des “mobile-friendly”-Update vom 21. April 2015 ausrollen wird, wir berichteten. Damit verfolgt Google das Ziel die Auswirkungen des ersten Updates zu verstärken und in der Folge auch mehr Webmaster zu forcieren ihre Mobilseiten mobilfreundlich zu gestalten. Die Kriterien dazu sind weiterhin die folgenden:

  • Für Mobilgeräte unübliche Software wie Flash wird vermieden.
  • Der Text kann ohne Zoomen gelesen werden.
  • Die Größe des Inhalts wird an den jeweiligen Bildschirm angepasst, sodass Nutzer nicht horizontal scrollen oder zoomen müssen.
  • Der Abstand zwischen Links ist groß genug, damit Nutzer problemlos auf den gewünschten Link tippen können.

Heute verkündete Webmaster Trends Analyst John Mueller, dass der “Nachbrenner” nun vollständig gezündet wurde:

Die Auswirkungen lassen sich wahrscheinlich in den kommenden Tagen messen. Der Mozcast zeigt auf jeden Fall schon stärkere Bewegungen in den Suchergebnissen an:

Google Translate App kann nun auch bei iOS offline übersetzen und bei Android aus jeder App heraus

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Google Translate wird 10 Jahre alt. Mit dem Ziel Sprachbarrieren einzureißen startete die Web-Anwendung und später die Smartphone-App in den Wörterbuch-Markt. Die Besonderheit: Google Translate übersetzt nicht nur einzelne Wörter, sondern auch ganze Sätze. Damit diese Funktion immer besser funktioniert und die Übersetzungen auch in Punkto Satzbau und Grammatik korrekt sind, haben die Entwickler, auch durch tatkräftige externe Hilfe, die Erkennung von Satzbau und Satzsemantik im Laufe der Zeit stetig verbessert. Google Translate konnte in den vergangenen 10 Jahren auch die folgenden Meilensteine verbuchen:

  • Von den über 500 Millionen Menschen, die den Google Übersetzer nutzen, lebt die Mehrheit außerhalb der USA. Angeführt wird die Liste dabei von Brasilien, dessen Bewohner zu den eifrigsten Nutzern gehören.
  • Insgesamt unterstützt der Google Übersetzer 103 Sprachen, darunter auch Friesisch, Zulu und Birmanisch.
  • Die am häufigsten verwendeten Übersetzungen gibt es bei Spanisch, Arabisch, Russisch, Portugiesisch und Indonesisch jeweils mit Englisch als Ausgangs- oder Zielsprache.
  • 100 Milliarden Wörter werden täglich übersetzt.
  • Bislang haben 3,5 Millionen Menschen 90 Millionen Übersetzungsbeiträge über die Google Übersetzer-Community eingereicht, um den Google Übersetzer zu verbessern und neue Sprachen hinzuzufügen.
  • Der Google Übersetzer lässt sich auch offline nutzen – für insgesamt 52 Sprachen.

Die Offline-Übersetzungs-Funktionalität hat Google zum zehnten Geburtstag auch für iOS-Geräte nachgeliefert und im gleichen Zug auch direkt die Sprachpakete um 90% verkleinert – ein Segen für so manche iPhone-Nutzer mit dem 16GB Einstiegsmodell:

Google_translate_app_hindi_language_package

© Google

Darüber hinaus führt Google ab sofort “Tap to Translate” für Android-Geräte ein. Satzfragmente müssen nun nicht mehr umständlich per Copy & Paste in die Google Translate-App übertragen werden, sondern können in jeder App übersetzt werden. Beim Markieren von Wörtern oder ganzen Sätzen kann die Übersetzung direkt über das Kontextmenü der jeweiligen App gestartet werden. Da Bilder jedoch mehr als tausend Worte sagen, findet ihr diese Erklärung im folgenden Google-Video sehr anschaulich umgesetzt:

Alle weiteren Neuerungen zum zehnten Geburtstag findet ihr im Blogpost von Google.

Penguin 4.0: Bisher keine Integration in den Core-Algorithmus

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Die vierte Iteration des Penguin Algorithmus Update lässt weiter auf sich warten. Seit rund 569 Tagen warten Webmaster nun schon auf den Penguin 4.0, der mit seinem Rollout in den Core-Algorithmus integriert werden und damit kontinuierlich laufen soll. Doch Websites, die vom Penguin 3.0 betroffen sind, benötigen den Daten-Refresh des Penguin 4.0 um ihre dadurch verlorenen Rankings wiedererlangen zu können.

Auf Nachfragen bezüglich eines Rollout-Termins reagiert Webmaster Trends Analyst Gary Illyes mittlerweile gereizt, die vom Penguin 3.0 betroffenen Webmaster werden aber Informationen sehnlichst erwarten:

Suchanalyse in Search Console: keine Daten seit 6 Tagen & Update bei Impressions

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Wer in den letzten Tagen einen Blick in den Suchanalyse-Report in der Google Search Console geworfen hat, dem wird aufgefallen sein, dass seit dem 04.05.2016 keine Daten mehr angezeigt werden:

suchanalyse_search_console_ohne_daten_seit_04_05_16

Google hat sich dazu bisher noch nicht offiziell geäußert, aber wir sind dran:

Auf dem obigen Screenshot habe ich auch den Zeitpunkt des 27. April 2016 markiert. Hier hat Google ein Update in der Zählweise der Impressions eingespielt:

We refined our standards for calculating clicks and impressions. As a result, you may see a change in the click, impression, and CTR values in the Search Analytics report. A significant part of this change will affect website properties with associated mobile app properties. Specifically, it involves accounting for clicks and impressions only to the associated application property rather than to the website. Aus: Google Support

Google testet schwarze Titel in den SERPs: Hohes Verwirrungspotanzial?

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In der SEO-Szene wird seit heute Morgen darüber berichtet, dass Google in den mobilen, wie auch den Desktop-Suchergebnissen einen Test mit schwarzen Titeln der Suchergebnisse fährt. Letzte Woche änderte Google die Farbe der Titel und Sitelinks schon von hellblau in dunkelblau und nun folgt die Farbe Schwarz. Aktuell ist es nur ein Test, allerdings dürfte diese Veränderung der Farbe für eine hohe Verwirrung sorgen. So werden Hyperlinks schon seit Anbeginn des WWW blau hinterlegt, damit sie vom Fließtext eindeutig abgegrenzt und als Link erkennbar sind. Nicht-anklickbarer Text dagegen ist meist schwarz.

Ich konnte die schwarzen Titel noch nicht reproduzieren, daher ein Screenshot von Barry Schwartz von Search Engine Roundtable im Vergleich zu den deutschen Suchergebnissen mit (noch) blauen Titeln:

blaue_Titel_Google_Suche

Mobile Suchergebnisse in Deutschland am 09.05. – mit blauen Titeln

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© Search Engine Roundtable – schwarze Titel in den Google Suchergebnissen

Was denkt ihr? Wird Google die Titel in der Zukunft schwarz einfärben? Seht ihr auch Verwirrungs-Potenzial?

CRM à la Google: Nutzern zuhören und Anregungen umsetzen

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Weltweit ist Google klarer Marktführer, wenn es um die Websuche geht:StatCounter-search_engine-ww-monthly-201504-201604

© StatCounter

Daher hat Google das Potenzial auf rund 7,39 Milliarden Kunden. Real sind es weitaus weniger, denn Grundvoraussetzung für die Nutzung der Google-Suche ist ein Internetanschluss via Kabel oder Funk. Und Google hat verschiedene Kundenbeziehungen. So gibt es den Nutzer der klassischen Websuche. Dieser Nutzer ist ein Kunde von Google, mit ihm erwirtschaftet das Unternehmen jedoch kein Geld. Allerdings gibt es auch noch die Werbekunden, die Google Geld für AdWords zahlen oder an Google Provision bei AdSense abtreten. Daneben gibt es noch weitere Kundenbeziehungen, auf die ich jetzt allerdings nicht weiter eingehen werde. Denn wenn wir uns jetzt die Kundenbeziehung zwischen dem klassischen Nutzer der Google-Suche und Google betrachten, dann eint sie ein gemeinsames Ziel: die bestmöglichen und vertrauenswürdigsten Suchergebnisse. Und um dieses Ziel zu erreichen, setzt Google auf umfangreiches Customer Relations Management und zwar im direkten Kundendialog.

Onlinesprechstunden als Informationskanal Google -> Kunden

Eine zentrale Rolle bei Googles CRM spielt Webmaster Trends Analyst John Mueller. Woche für Woche stellt er sich im Webmaster Central office hours hangout in Englisch und Deutsch den Fragen von Google-Nutzer und Webmastern. Wenn es wichtige Informationen gibt, die Google-Nutzer betreffen, veranstalten die Webmaster Trends Analysts auch Spezial-Hangouts zu einem bestimmten Thema, beispielsweise “mobile-friendlyness” oder dem AMP-Framework. Diese Hangouts werden in den Google-Hilfeseiten bekanntgegeben.

Webmaster-Forum als “selbstheilende Community”

Mit dem Webmaster Forum betreibt Google indirekt CRM. Denn in diesem Forum tummeln sich einige sehr erfahrene Webmaster, die ihr Wissen gerne mit Neulingen teilen. Google-Offizielle müssen nur sehr selten eingreifen – es wurde praktisch eine sich selbstheilende Community geschaffen. Hilfreicher Input von Nutzern und Webmastern fließt in die Weiterentwicklung der Suche mit ein.

Spammeldungen – Nutzer sprechen, Google hört zu

Darüberhinaus haben Nutzer die Möglichkeit Spam-Meldungen nach Mountain View zu schicken. Wenn Google-Nutzern also Websites auffallen, die stark nach Spam in Form von Keyword-Stuffing, seltsamen Footer-Links oder ähnlichem aussehen, dann können diese gemeldet werden. Aus einem aktuellen Bericht geht hervor, dass im vergangenen Jahr rund 400.000 Spam-Meldungen durch Google-Nutzer eingereicht wurden. Bei mehr als der Hälfte (65%) wurden manuelle Maßnahmen ergriffen. Damit haben die Nutzer aktiv dabei geholfen, dass gemeinsame Ziel von bestmöglichen und vertrauenswürdigen Websites und Suchergebnissen zu verfolgen.

Google betreibt mit diesen Maßnahmen aktives, effektives Customer Relations Management und bindet seine Nutzer/Kunden mit in den Entwicklungsprozess der Suche ein – so festigt Google seine Marktführerschaft, indem es den Nutzern zuhört und Anregungen aktiv umsetzt.