SEOkomm: Effizientes no bullshit Long Tail SEO

Franz Enzhofer ist seit kurzem SEO-Manager bei Tupalo.com und bereits seit 12 Jahren im Web unterwegs. Vor seiner letzten Station war er u.a. als Consultant bei 123people tätig und betreute darüber hinaus externe Kunden wie Red Bull.

Für Franz Enzhofer besteht eine SEO-optimierte Seite lediglich aus den folgenden Bereichen:

  • Landingpage
  • Sitemap (XML)
  • Startseite

Alles andere ist für ihn nur Ballast, da es unnötige Arbeit macht und zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet. Die Definition von SEO ist für Franz ganz klar: „SEO is the business of getting found.“, was seine Methoden der Optimierung auf den Punkt trifft. Es geht ihm nicht um den Nutzer, es geht ihm um Google und darum gefunden zu werden.

Der starke Fokus auf den Long Tail erlaubt es ihm, dass ein Visit pro erstellter Landingpage bereits ausreichend ist. Erklärtes Ziel muss es daher sein, jede erdenkliche Suchanfrage mit einer spezifischen Landingpage abzudecken. Dabei beginnt es erst ab 5 Mio. Begriffen interessant zu werden. Diese Meinung ist gleichzeitig der Businesscase von Franz: „There is demand for everything, at least once“.

Für Franz ist es nicht ausreichend lediglich eine Webseite zu haben, da der Markt dafür zu unberechenbar ist. Im Idealfall sollte man mehrere Seiten erstellen, wenn man im Long Tail Geschäft unterwegs ist – selbst wenn dies viele Ressourcen bindet und zusätzliche Kosten bedeutet. Dieses Vorgehen dient auch als Risikomanagement. Ferner sollte jeder Teil einer Webseite skalierbar sein und im Laufe der Zeit durch einen zunehmenden Grad der Automatisierung weniger Arbeitseinsatz benötigen.

Vorgehen: Anhand der Logfiles werden Keywords ausgewertet und anschließend mit selbst programmierten Tools automatisiert als Landingpage erstellt, diese in eine Sitemap gepackt und an Google gesendet. Um die Anzahl der Keywordkombinationen zu erhöhen, werden die in den Logfiles gespeicherten Suchanfragen auf eine bestimmte Wortbasis reduziert und dann anhand einer bestimmten Logik ausgeweitet. So ist es möglich, spätere Suchanfragen zu den spezifischen Long Tail Keywords bedienen zu können.

Kennzeichnend für die meisten der angesprochenen Maßnahmen war der Grad der Automatisierung, welcher fester Bestandteil des Erfolgs solch aggressiver Optimierungen darstellt.  Obwohl das Publikum stets gebannt zuhörte, wurde die Aufmerksamkeitsspanne durch Zitate wie „PageRank ist Gedankenkrebs“ noch mal deutlich erhöht und sorgte für eine anregende Diskussion am Ende der Session.

Fragen und Antworten

Q: Wie kann man schlechte Landingpages scharf filtern, wenn man auf der anderen Seite möglichst viele Seiten erstellen möchte?

A: Es kommt auf die Webseite an. Eine Methode ist es, Suchseiten nicht indexieren zu lassen. Ferner sollten nur Seiten indexiert werden, welche der Nutzer so sonst nirgends findet und somit einen Mehrwert darstellen. Darüber hinaus sollte man „near duplicate content“ rausfiltern.

Q: Woher kommen die Keywords?

A: Sehr oft übernimmt Franz eine Logik und wendet diese auf bestimmte Keywordcluster an. Beispiel: „blaue Schuhe“ und „mondblaue Schuhe“. Hierbei würde Franz eher auf „blaue Schuhe“ setzen, da diese Keywordbasis eine bessere Ausgangslage darstellt um neue Suchphrasen daraus zu generieren – selbst dann, wenn „mondblaue Schuhe“ öfters gesucht wird.


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