SEOkomm: Expired Domains – wie bekommt und nutzt man Sie?

Für diejenigen, welche sich mit dem Thema noch nicht befasst hatten, war dies wohl eine der spannendsten Sessions der SEOkomm – wenn auch diejenige, welche das größte technische Verständnis voraussetzt, um in dieser Disziplin nachhaltig erfolgreich zu sein. Dominik Wojcik stellte in der Session ausführlich und kompetent dar, wie man am besten vorgeht, um eine Expired Domain zu ergattern und diese anschließend sinnvoll zu nutzen, ohne dabei ein Abstrafung von Google zu riskieren.

Warum sind so viele Leute an Expired Domains interessiert?

  • Hochwertige Expired Domains verfügen über ein gutes generisches Backlinkprofil.
  • Oftmals haben diese Domains bereits ein gewisses Alter und profitieren von den damit verbundenen Vorteilen.
  • Viele Expired Domains haben bei Google bereits einiges an Vertrauen aufbauen können.

Wie komme ich an Expired Domains ran?

Zunächst stellte Dominik den Unterschied zwischen Domains dar, welche bereits seit längerem nicht mehr „connectiert“ sind und denjenigen, welche entweder neu „gedroppt“ sind oder bald frei werden.

Um nun eine der beliebten Domains zu bekommen, gibt es mehrere Optionen (exemplarisch):

  • Expired Domains kaufen: Expireds.de, Expireddomains.de.
  • Snapdienste/Backorder: pool.com (Beispiel des Autors).
  • Eigene Skripte in Kombination mit einer eigenen Domain-Datenbank.

Anschließend stellte Dominik eine weitere mögliche Vorgehensweise vor. Ausgangslage dafür war das Programm XENU. Zunächst setzt man sich einen vertrauenswürdigen Einstiegspunkt und überprüft von dort die ausgehenden Links mit Hilfe von XENU. Findet man dabei Domains, welche einen Fehlercode produzieren, kann es sich dabei potentiell um eine Expired Domain handeln. Diese checkt man nun per Whois-Abfrage, um Gewissheit zu haben.

Zum Schluss stellte Dominik noch ein paar Tipps vor, welche man generell berücksichtigen sollte:

  • Kreativität und Lücken nutzen.
  • Ausnutzen neuer Abfragemethoden.
  • Alle Abfrageoptionen prüfen.
  • Neue Wege gehen, da alte Methoden durch die Konkurrenz gefunden werden und ggf. nicht mehr funktionieren.

Zahlreiche Fragen und Antworten folgten

Q: Wie viele Sekunden bleiben einem, um eine Domain zu registrieren?

A: Bei exotischen Domains hat man mehr Zeit als bei CNOBI-Domains. Diese gehen in der Regel in Millisekunden weg. In DE unter 10 Sekunden.

Q: Muss man alle 10 Sekunden die komplette Datenbank prüfen?

A: Meist lohnt sich davon nur ein Teil, weshalb man versuchen sollte, die Gesamtanzahl zu reduzieren und somit die Anzahl der Whois-Abfragen zu verringern.

Q: Erwartest Du eine Abwertung bei den DE-Domains in Zukunft?

A: Es widerspricht eigentlich der DENIC diese Daten heraus zu geben. Insofern ist es dort relativ schwierig, könnte aber passieren. Hinweis: Google achtet auf den Header und kann dadurch einen Transit erkennen.

Q: Wie viele Whois-Abfragen sind nötig, bis man geblockt wird?

A: Dies hängt vom Registrar ab. In DE bei ca. 5 bis 6 Anfragen pro Minute.

Q: Hast Du Erfahrungen mit AT-Domains gemacht und wie diese von Google behandelt werden?

A: Aus Sicht von Google (noch) etwas Exotisches.

Q: Wenn ich die Links einer Expired Domain nutzen möchte, ist es dann besser einen 301 zu nutzen, oder einzelne Links zu setzen?

A: Von einer 301-Weiterleitung ist abzuraten. Ideal: Seite wieder aufbauen und dann Links setzen.


Trackbacks/ Pingbacks