So beeinflusst TV-Werbung das Suchverhalten – Tipps für höhere Conversion

2 Kommentare

Search Engine Land-Kolumnistin Erin Everhart hat in einem Artikel analysiert, wie stark das Suchverhalten durch Fernsehen und YouTube beeinflusst wird. Denn schon seit einiger Zeit sind wir beim Konsumieren von Bewegtbild-Inhalten nicht mehr nur auf diesen einen Kanal fokussiert. Oftmals surfen wir neben dem Fernsehen auch noch auf unseren Smartphone, Tablet oder Laptop im Internet. Und so bietet es sich ja geradezu an während des TV-Konsums potenzieller Kunden auch im Internet präsent zu sein und so eine potenzielle Kaufentscheidung zu beeinflussen.

Old Spice Commercial als Beispiel

Zum 40. Super Bowl im Februar 2010 hat die Kosmetik-Firma Old Spice einen Werbespot aufgelegt, der die Bekanntheit der Marke nicht nur in den USA wieder enorm steigerte. Dies zeichnete sich auf in den weltweiten Suchtrends zum Keyword „old spice“ ab, wie Google Trends zeigt:

suchtrends_old_spice

Die Kurve erreicht ihren Peak erst mit der weiteren Verbreitung des Werbespots im weltweiten TV-Markt. Anhand dieser Kurve können wir aber anschaulich sehen, dass TV-Spots auch auf das Suchverhalten einen messbaren Einfluss haben können. Und das Interesse ist auch bis heute auf einem höheren Niveau, als vor der Ausstrahlung des Spots. Weitere Beispiele gibt es einige.

Tipps für höhere Conversion durch Synergien von TV & Web

Erin Everhart hat im weiteren Verlauf ihres Artikels einige Tipps gegeben, wie Marketer TV und Digital so miteinander verknüpfen können, dass Synergien zwischen TV und Web genutzt werden können:

  • AdWords so schalten, dass sie 30 Minuten vor und 30 Minuten nach Ausstrahlung des Werbespots angezeigt werden
  • Durch alle Werbemaßnahmen konsistente Keywords nutzen – nicht vom Schema abweichen
  • AdWords bestenfalls auch während der TV-Spots der Wettbewerber schalten (Erin wollte sich einen Staubsauger kaufen, hat sich jedoch aufgrund der Online-Werbung für eine andere Marke entschieden, als jene, die sie im Werbespot gesehen hat.

Im Sinne der Transparenz: Diese Erkenntnisse basieren auf US-Gewohnheiten. Aber auch in Deutschland ist die Mehrfachnutzung verschiedener Endgeräte während des TV-Konsums populär:

Statistik: Haben Sie, als Sie gestern ferngesehen haben, eines der folgenden Geräte parallel genutzt? (Smartphone, PC, Tablet, Laptop) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Somit können diese Erkenntnisse zu weiten Teilen auf das Verhalten deutscher Konsumenten übertragen werden.

Alle weiteren Tipps findet ihr auf Search Engine Land.


Kommentare

  1. Sehr guter Overview!

    Bei Adwords könnte man sich die 30 Minuten vorher auch noch sparen, nachdem die Daten ja mittlerweile in Echtzeit zur Verfügung stehen.

    Es ist technisch bereits möglich, auch nur den wirklich relevanten „Micromoment“, der aus TV iniziiert wurde zu nutzen. Ein zusätzliches Eingrenzen der Kampagnenstrategie nach Position des relevanten Spots im Werbeblock oder Umfeld bzw. Genre ist mittlerweile in Echtzeit machbar und ermöglicht eine automatisierte, dedizierte Bidmanagement-Logik relevanter Keywords oder Adgroups auf Basis von TV Commercials.

  2. Ein Nebenbeimedium ist TV geworden. Trotzdem immer noch reichweitenstarker Influencer.

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