Steigende Mobil-Visits schwächen Werbeerlöse von Nachrichtenportalen

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Immer mehr Menschen surfen mobil. So benutzen wir immer öfter unser Smartphone, um eine Wikipedia-Suche durchzuführen, ein Angebot im Supermarkt zu vergleichen oder die nächste Bahnverbindung herauszufinden. Sofern dies nicht über Apps geschieht ist oftmals Google die erste Anlaufstelle. Auch Google merkt den messbaren Anstieg der Mobilnutzung. Letztes Jahr verkündete das Unternehmen, dass die Mobil-Suchanfragen in mehr als 11 Ländern jene über ein Desktop-Gerät übersteigen.

Auch Nachrichtenportale bekommen diese Entwicklung zu spüren. Die Strategieberatung LSP Digital – seines Zeichens Mutterunternehmen des Statistik-Portals „Statista.de“ – hat auf selbigem Portal eine Auswertung der mobilen Visits von vier großen deutschen Nachrichtenportalen im Vergleich zu den mobilen Werbeerlösen veröffentlicht. Diese Auswertung zeigt einerseits den Anteil der Besuche über Mobilgeräte an den Gesamt-Besuchen und andererseits die Anteile der mobilen Werbeumsätze am Gesamt-Online-Umsatz.

Hier wird schnell ersichtlich, dass alle vier Portale mindestens ein Drittel ihrer Besucher über Mobilgeräte akquirieren. T-Online kann mit 29% den geringsten Anteil an Mobilbesuchern verzeichnen, Focus Online mit fast 50% den größten Anteil. Was sofort auffällt: Die Nachrichtenportale verdienen mit mobiler Werbung kaum Geld.
Infografik: Mobile Shift „schmerzt“ unterschiedlich stark | Statista
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Am schlechtesten monetarisieren Focus.de und T-Online.de. Der Focus erwirtschaftet nur knapp ein Fünftel seiner Gesamt-Werbeeinnahmen über den Mobilauftritt. Doch fast die Hälfte der Besucher kommt über diesen Kanal. Bei T-Online sieht es ähnlich schlecht aus. Die Mobil-Besucher machen fast ein Drittel der Gesamt-Visits aus und das Portal erwirtschaftet lediglich 4% (!) über mobile Werbung.


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