Street View speichert WLAN-Nutzdaten

Nicht nur SSIDs und MAC-Adressen werden von Googles Street View-Fahrzeugen gescannt und gespeichert (SEO.at berichtete), sondern auch tatsächliche Nutzdaten. Zumindest dann, wenn das Netzwerk nicht durch ein Passwort gesichert wurde.

Für dieses Vorgehen hat sich Google nun entschuldigt:

„Das war ein Fehler, den wir zutiefst bedauern und für den wir um Entschuldigung bitten“, sagte ein Google-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Das Unternehmen nehme den Vorfall sehr ernst und werde nun mit einer „externen Partei“ sicherstellen, dass die unrechtmäßig gespeicherten Daten gelöscht werden.

Nach Aussage des zitierten Google-Sprechers wurden die Informationen nur „versehentlich“ gesammelt. Bei der eingesetzten WLAN-Scan-Software eines externen Programmierers sei auch Code „aus einem anderen Projekt“ eingeflossen, mit dem Nutzdaten aus ungesicherten WLAN-Netzen gescannt werden können. Dies sei aber erst jetzt bemerkt worden, so der Google-Sprecher weiter.

tagesschau.de: „Street View“ hat auch E-Mail-Inhalte erfasst


Kommentare

  1. Ich persönlich halte die Erklärung für sehr suspekt. Warum wird diese Masse der Daten erst genauer betrachtet, wenn ein Datenschutzbeauftragter diese sichten möchte? Die ganze Erklärung, wie dies passieren konnte, halte ich beim Ausmaß des Projekts für wenig glaubwürdig.

    Für ein Versehen spricht wieder die Kanaländerung alle 5 Sekunden…

  2. >Für ein Versehen spricht wieder die Kanaländerung alle 5 Sekunden…

    Google sagt es waren 5 Kanaländerungen pro Sekunde.

  3. Diese zusätzlichen Daten wurden doch irgendwo gespeichert. Muss doch bei der Masse auffallen. Die Erklärung von Google ist so glaubwürdig wie der Datenschutz bei Facebook.

Trackbacks/ Pingbacks

  1. […] Im Mai 2010 war bekannt geworden, dass Google nicht nur SSIDs und MAC-Adressen, sondern auch tatsächliche Nutzdaten (Payload) speichert. Google hat daraufhin sämtliche Street View-Fahrten unterbrochen (siehe auch: SEO.at – Street View speichert WLAN-Nutzdaten). […]