Auswirkungen des Payday Loan-Updates

Im Blog von Trust Agents geht Stephan Czysch den Auswirkungen des zweiten Payday Loan-Updates nach, das vor zwei Wochen nahezu zeitgleich mit der vierten Version des Panda-Updates veröffentlicht wurde. Offiziellen Angaben zufolge soll die zweite Iteration des Payday Loan-Updates 0,2% aller englischen Suchanfragen betreffen

Keine Frage: Google hat bei dem Keyword mit dem Payday Loan Update berechtigterweise aufgeräumt. Die Frage ist nur: Warum haben diese Seiten davor überhaupt gerankt?

Trust Agents: Blick auf das Payday Loan Update 2.0

[via @seounited]

Webmaster Tools warnen vor Markup-Spam

Einem Bericht von Barry Schwartz bei Search Engine Roundtable zufolge benachrichtigt Google manche Nutzer derzeit über “spammige strukturierte Inhalte” auf ihren Seten. In den Nachrichten, die über die Webmaster Tools versendet werden, ist von “irrelvantem und irrreführendem Verhalten” die Rede.

This is the first time I have seen a webmaster report getting a manual action sent to them for spammy structured markup.

SER: Google Sends Manual Actions For Rich Snippet Spam & Spammy Structured Markup
Internetakpitäne: Neue Abstrafung durch Google wegen Rich Snippet Spam

Matt Cutts: 25-30% des Webs ist Duplicate Content

Im neuesten Video des Webmasterhelp-Channels geht Matt Cutts erneut auf das Thema Duplicate Content ein. Wie geht Google mit doppelten Inhalten um? Wird jeder zitierte Absatz gleich als Spam angesehen?


(YouTube-Direktlink)

Frage: How does Google handle duplicate content and what negative effects can it have on rankings from an SEO perspective?

Zusammenfassung: Gleich zu Beginn gibt Matt eine Schätzung ab, nach der 25-30% des Webs aus doppelten Inhalten besteht. Gleichzeitg verweist er auf die Tatsache, dass nicht jeder kopierte/zitierte Absatz in einem Blog gleich als DC gewertet wird — wie immer kommt es auf die Verhältnismäßigkeit an.
Interessant ist auch die Aussage, dass Google DC intern gruppiert und in den Suchergebnisseiten zunächst nur ein “DC-Ergebnis” auflistet und den Rest sehr viel weiter unten versteckt. DC wird von Google also nicht automatisch als Spam angesehen. Trotzdem ist es keine gute Idee, massenhaft Inhalte von anderen Seiten zu kopieren; Matt führt Auto-RSS-Importer als Negativbeispiel an.

Matt Cutts über Links in Kommentaren

Matt Cutts geht im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube auf die Thematik Blog- und Foren-Kommentare sowie Signaturlinks ein. Sieht Google diese Form des Linkbuildings automatisch als Spam an?


(YouTube-Direktlink)

Frage: Google’s Webmaster Guidelines discourage forum signature links but what about links from comments? Is link building by commenting against Google Webmaster Guidelines? What if it’s a topically relevant site and the comment is meaningful?

Zusammenfassung: Laut Matt sind Links in Blog- und Foren-Kommentaren nicht automatisch Spam. Es kommt immer auf die Relevanz und den Umfang an. Wenn Nutzer mit ihrem eigenen Namen(!) kommentieren und themenrelevante Links unterbringen, sieht Matt darin kein Problem. — Anders sieht es aus, wenn Seitenbetreiber meinen mit Namen wie “fake driving license” o.ä. Kommentare hinterlassen zu müssen. Ein Link-Portfolio, dass fast ausschließlich aus Blog- und Foren-Kommentar-Links besteht, kann manuelle Maßnahmen seitens Google nach sich ziehen.

Webmaster Tools zeigen Sicherheitsprobleme

Google hat ein neues Feature in den Webmaster Tools freigeschaltet, mit dem Sicherheitsprobleme (Security Issues) wie Malware oder Phishing detailliert aufgeschlüsselt werden. Infizierte Teile einer Seite sind dabei praktischerweise direkt als Code-Snippet aufgeführt; Webmaster können nach der Bereinigung direkt vor Ort eine erneute Überprüfung der Seite durchführen lassen.

Whenever possible, we’ll try to show you HTML and JavaScript code snippets from the hacked URLs and list recommended actions to help you clean up the specific type of hacking we’ve identified.

WCB: Easier recovery for hacked sites
SEL: Google Webmaster Tools Adds “Security Issues” Section

Matt Cutts über inhaltsleere Landingpages

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt auf die Problematik der inhaltlich leeren, aber mit Anzeigen gefüllten Landingpages, die automatisiert erstellt werden und mitunter in Suchergebnisseiten auftauchen.


(YouTube-Direktlink)

Frage: What does Google do against sites that have a script that automatically picks up the search query and makes a page about it? Ex: you Google [risks of drinking caffeine], end up at a page: “we have no articles for DRINKING CAFFEINE” with lots of ads.

Zusammenfassung: Matt macht deutlich, dass Google nichts von inhaltsleeren Landingpages in Suchergebnisseiten hält und Nutzer dazu aufgerufen sind, solche nutzlosen Sites jederzeit und unverzüglich zu melden. Da die Nutzerzufriedenheit laut Matt das Wichtigste Kriterium für Google ist, wird das Unternehmen Seiten mit “leeren Versprechungen” (wie z.B. dem Vortäuschen von Reviews) sos chnell wie möglich aus den Suchergebnissen entfernen.

Matt Cutts über weltweite Spam-Bekämpfung

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt auf das Thema internationale Spam-Bekämpfung ein. Wie stellt Google sicher, dass Spam in anderen Sprachen auch als solcher erkannt wird?


(YouTube-Direktlink)

Frage: Is the webspam team taking the same measures to counter spam in international markets like India like they do in the US market? It just seems like there are a lot of junk sites that come up in the first page of results when searching on google.co.in.

Zusammenfassung: Matt erläutert, dass sowohl das Algorithmus- als auch das Webspam-Team international arbeitet. Von Google eingesetzte Algorithmen sollten im Idealfall in jeder Sprache funktionieren. Da dies nicht immer der Fall ist beschäftigt Google Spamfighter auf der ganzen Welt, die Implementierungen in 40 Sprachen überprüfen. Der Fokus liegt laut Matt aber klar bei der englischen Sprache und google.com — gerade deshalb ist Google auf die Mithilfe von Nutzern angewiesen. Diese sollen bei unbrauchbaren SERPs Spam-Reports schreiben oder sich in den jeweiligen Webmaster-Foren melden.

Matt Cutts über Bad Neighbourhood

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt auf das Thema Bad (Server) Neighbourhood ein. Können durch spammige Mitbewohner Probleme für legitime Seitenbetreiber entstehen?


(YouTube-Direktlink)

Frage: Can the hosting company’s reputation (having a lot of spammy sites) influence my site’s ranking in search results?

Zusammenfassung: Anders als sonst üblich hat Matt eine vergleichsweise klare Antwort parat: Nein, eine schlechte Server-Nachbarschaft hat keine Auswirkung auf das Google-Ranking von legitimen Seiten. In der Regel haben Seitenbetreiber nämlich keinen Einfluss darauf, was die Hostingfirma sonst noch so auf dem Server liegen hat. Die IP-Adresse wird laut Matt “seit langer Zeit” nicht mehr beachtet. — Dennoch kann es in sehr seltenen Fällen vorkommen, dass eine schlechte Server-Nachbarschaft Probleme bereitet; Matt gibt das Beispiel einer Hostingfirma mit 27.000 (Porno-) Spamseiten und zwei legitimen Seiten an. In einem solchen Extremfall kann eine Bad Neighbourhood sehr wohl Einfluss auf das Google-Ranking haben.

Pinguin-Updates: Google reduziert Spamlimit

Gretus berichtet bei SEO-united.de von einer interessanten Untersuchung zum Thema Spamlink-Limit, die von Portant Inc. durchgeführt wurde. Demnach hat Google bei der ersten Pinguin-Iteration noch eine Spamlink-Rate von 80% “toleriert”. Im Laufe der Zeit wurde diese Obergrenze der Untersuchung zufolge zunächst auf 65% (Juni 2012) und später auf 50% reduziert (Oktober 2012). Da die Ergebnisse von Portant Inc nur bis zum Ende des vergangenen Jahres zurückreichen, geht Gretus davon aus, dass Google die Stellschrauben für weitere Updates bereits erneut angezogen hat:

[Es] ist davon auszugehen, dass Google die [Obergrenze] in der Zwischenzeit noch weiter heruntergesetzt hat und demnächst auch Seiten mit nur 30% oder sogar nur 20% Spamlinks einer wie auch immer gearteten Sanktion unterzieht…

SEO-united.de: Google reduziert Obergrenze für Spamlinks

Matt Cutts über YouTube-Referrer-Spam

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels geht Matt auf das Thema Referrer-Spam mittels YouTube-Videos ein.


(YouTube-Direktlink)

Frage: Why does a certain YouTube video appear to be visiting my blogspot blog? Take this video for example, it keeps appearing in my Blogger Dashboard as a referral. [YouTube-Link]

Zusammenfassung: Bei dem beschriebenen Vorgehen handelt es sich eindeutig um Referrer-Spam. Menschen mit unsauberen Absichten verändern den HTTP-Referrer und täuschen vor, dass Besucher über ein YouTube-Video auf die Seite des Fragestellers gelangt sind. Wenn dieser seine Besucherströme bei Google Analytics oder anderen Analyse-Tools überprüft, schaut er natürlich nach, in welchem Video er verlinkt wurde — was wiederum die Anzahl der Video-Aufrufe erhöht
Im konkreten Fall ist der Uploader des Videos wohl nicht selbst der Schuldige, sondern wurde — aus welchen Gründen auch immer — von Spammern als lohnenswertes Ziel auserkoren.