Google Adwords reduziert Keyword Planer Daten für AdWords Nutzer mit niedrigem Budget oder ohne aktive Kampagnen

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Keyword Planner

Google Mitarbeiter CassieH hat in einem Post im Advertisercommunity Forum bestätigt, dass AdWords-Nutzer mit niedrigen monatlichen Werbeausgaben nur noch eine limitierte Datenansicht in dem Keyword Planer erhalten werden.

In der Spalte für die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Suchanfragen können nun anstelle von exakten Ziffern nur noch ungefähre Werte wie : 0, 1-100, 100-1K, 1K-10K, 10K-100K, 100K-1M, 1M+ stehen.

Was der minimale monatliche Betrag für Werbeausgaben ist, um die detaillierten Daten in dem Keyword Planer zu erhalten, ist noch nicht klar.

SEOs, die den Keyword Planer nur zur organischen SEO Untersuchung verwenden und selbst keine Werbeausgaben haben, bleibt also ab jetzt die Möglichkeit entweder für AdWords Anzeigen zu bezahlen oder ein Keyword Tool eines anderen Anbieters zu erwerben.

Ebenfalls werden ab jetzt die Anzahl der Suchanfragen limitiert, die durch ein MCC-Konto realisiert werden können. Durch ein MCC-Konto werden mehrere AdWord Accounts geführt. Falls man über das Suchanfragen-Limit geht, wird Google nur die Durchschnittsdaten anzeigen, selbst für die Nutzer mit einem hohen Budget. Ab welcher Anzahl von Anfragen nur noch die ungefähren Werte des Keyword Planers angezeigt werden, ist von Google nicht bekannt gegeben worden.

Brand-AdWords trotz Mega-Sitelinks?

Gretus greift bei SEO-united.de einen Artikel von Aaron Wall (SEO BOOK) auf, bei der es um die Frage geht, ob Brand-AdWords-Anzeigen trotz der neuen Mega-Sitelinks noch sinnvoll sind. Diese besetzen mit ihren editierbaren Snippets einen Großteil der ersten Suchergebnisseite:

In der Vergangenheit gemachte Studien haben zwar bewiesen, dass sich die Schaltung von AdWords Anzeigen zu eigenen Brandbegriffen in der Regel auch lohnt, genau wie Aaaron Wall würden auch wir jedoch dazu raten, deren Notwendigkeit noch einmal genau zu prüfen.

SEO-united.de: Eigene AdWords trotz Expanded Sitelinks?

Google stellt AdWords-Kreditkarte vor

Ausgewählte AdWords-Kunden in den USA können ihr Werbe-Budget künftig via AdWords-Kreditkarten abrechnen lassen, berichtet Danny Goodwin bei Search Engine Watch.

Laut Aussage von Googles Claire Johnson soll die AdWords-MasterCard kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, größere Kampagnen vor Verkaufsereigenissen wie dem Valentinstag zu schalten, auch wenn das Budget solche Maßnahmen eigentlich nicht hergeben.

Minimum and maximum credit lines will vary by the cardholder, and Google didn’t reveal the number of people who will be offered the credit line. […] [T]hey’re offering this to customers who can’t get credit in this tough economic environment.

Jährliche Gebühren werden bei der AdWords-Kreditkarte nicht anfallen; der Zinssatz soll fest bei 8,99% liegen. Ausgegeben werden die Karten von der World Financial Capital Bank.

SEW: Google Introduces AdWords Credit Card for Advertisers

SEMSEO: Black Hat SEM

Tim Ringel von der metapeople GmbH stellt dar, wie die „dunklen Wege“ von Google AdWords und Co. aussehen können. Ferner wird darauf eingegangen, wie man sich vor Missbrauch schützen kann.

Black Hat Bidding

Zuerst die klassischen Ansätze: Weekend Bidding, Double Bidding, Triple Bidding.

Weekend Bidding: (Meistens) Affiliates bieten auf Markenbegriffe am Wochenende und hoffen auf Schaltung über das Wochenende bis zur anschließenden editoriellen Ablehnung.
Double Bidding: Mehrere Anzeigen pro Keyword schalten (mit verschiedenen Produkten und Konten)
Triple Bidding: Wie Double Bidding, aber mit drei Anzeigen.

Hijacking und Verdrängung

Was ist Ad Hijacking? Jemand kopiert ein gut performendes Ad zu 100% und bietet mehr als der ursprüngliche Bieter. So kann es passieren, dass eine Affiliate-Kampagne als Mutterkampagne erkannt wird und öfter ausgeliefert wird. Wird gerne oft mit Weekend-Bidding kombiniert.

Site-Links sind der heilige Gral für die CTR-Optimierung einer Kampagne. Am einfachsten ist es, Site-Links auf der Marke zu erhalten. Dazu sind aber rund 10% höhere Klickraten als zum nächsten Mitbewerber nötig, was bei Brands einfach ist, bei generischen Keywords aber nicht.

Das Ziel ist also, die CTR künstlich zu erhöhen.

Eine Möglichkeit: „Asynchrones Peak-Bidding zu low performance-Uhrzeiten“ 😉

Sprich: Genau dann bieten, wenn die Mitbewerber zu manchen Zeiten weniger bieten. Reicht alleine für die 10%-Differenz nicht aus, kann aber helfen.

Alternativ: Nischenkeyword buchen, das kaum einer sucht, und dieses Keyword in die gleiche Ad-Group packen und hoffen.

Oder einfach auf die eigenen Anzeigen klicken. Das kostet zwar Geld, kann sich aber rechnen.

Black Hat Ad-Creation

Eine Möglichkeit: Match-Optionen ausnutzen. Insbesondere der neue Advanced Broad Match (ABM).

Solange ein Keyword nicht explizit gebucht wird, sei es kein Markenverstoß. ABM bietet hier für Marken-Trittbrettfahrer neue Möglichkeiten.

Beispiel: „A Mobile“ buchen, „Mobile“ feststellen, „A“ rotieren lassen und das ganze Alphabet bis auf „T“ negativ einbuchen – man erscheint für „T Mobile“ ohne es zu buchen 🙂

Spaß mit ASCII Zeichen – Oldschool-Methode: Mit ASCII-Zeichen die CTR erhöhen.

PostView im Search

Ein theoretischer Ansatz mit der AdWords Product PlusBox und Weiterleitungen beim Laden der ausgeklappten Produktbilder. Setzt aber das Herausklappen der Produkte voraus.

SES: Paid Search Trends

WoW, das war mal eine geile Session, die vor allem durch die Teilnahme von Evert Veldhuijzen enorm profitierte. Sorry an die anderen Redner, aber der Mann war das Beste, was die SES Berlin bis dato aufgewartet hat. Aber auch die anderen Speaker waren sehr bemühr ihr Wissen, wenn auch manchmal etwas trocken und für meinen Geschmack zu analytisch (sistrix dürfte es lieben), an das Auditorium weiterzugeben.

Longtail Keywords

Den Start machte ein eher an Mathematik erinnernde Präsentation von Holger Mews, der versuchte die Effizienz von Longtail Keywörtern im Bereich der Paidsearch mathematisch begründet zu belegen. Nunja, was soll ich sagen Mathe eben. Viele Graphen, viele Zahlen, die sich nur schwer bloggen lassen.  Aber hier mal das Wesentliche:

Wenn man von Longtailkeywords spricht, spricht man von einem Wörtervolumen zwischen 1000-1 Mio. Wörtern. Im Vergleich hierzu definiert sich der Head aus nur 10-60 ermittelten Wörten oder Phrasen.  Für eine gelungene Longtail-Bidmanagement-Strategie sollte mal als Advertiser so ca. 5-20% des Budgets des „Bidbudgets“ investieren.  Die Strategie wird, ähnlich wie bei den Headkeys mit mathematischen Formels errechnet und mit Näherungswerten versucht man eine maximale Wahrscheinlichkeit von Keywordgruppen bezüglich einer Suchanfrage zu ermitteln.  So, dass war eigentlich die nonmathematische Zusammenfassung der ersten 15 Minuten dieser Session.

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