Google, Facebook, Amazon gründen US-Internetlobby

Unter dem Namen „The Internet Association“ haben führende US-Internetfirmen wie Google, Facebook, Amazon und Ebay einen Lobbyverband gegründet. Dieser soll als „Stimme der Internet-Wirtschaft“ die Interessen der Unternehmen für ein freies Internet durchsetzen.

Wir müssen diese Job-Maschine sowie deren Freiheit und Kreativität gegen alle Versuche verteidigen, die das Internet in Handschellen legen wollen

Die Gründung der Internet Association soll eine Reaktion auf die US-Gesetzesinitiativen SOPA und PIPA sein. Chef der IA ist Michael Beckerman, der bislang stellvertretender Direktor des Stabes im parlamentarischen Ausschuss für Energie und Handel war.

Washington Post: Google, Facebook, Amazon, eBay form new Washington lobbying group

Google zahlt 15 Mio. für ICANN-Bewerbung

Die ICANN hat eine Liste mit 1930 generischen Top-level-Domains veröffentlicht, für die von verschiedenen Firmen Bewerbungen eingegangen sind. Der größte Bewerber ist Google: 101 gTLDs möchte das Unternehmen in Zukunft verwalten, darunter .google, .youtube, .drive und .search, aber auch .ads, .foo und .lol. Für jede gTLD ist eine Gebühr von ca. 150.000 Euro fällig; insgesamt lässt sich Google die Bewerbung 15 Millionen Euro kosten.

Größter Konkurrent Googles ist Amazon: Beide Firmen haben sich für die gleichen 21 gTLDs beworben, darunter .search, .play und .drive. Microsoft hat sich für .azure, .hotmail, .microsoft, .office, .skydrive, .skype, .windows und .xbox beworben — Überschneidungen mit Google gibt es bei .docs und .live.

Other tibits: Seems nobody has scooped up .seo or .ppc yet. Only one applicant for .social; four for .video; three for .mobile.

SEW: Google Pays $18.6 Million Applying for 101 New gTLDs
ICANN: Reveal Day 13 June 2012 – New gTLD Applied-For Strings

Google Screenwise: Tausche Privatsphäre gegen Amazon-Gutschein

Mit dem neuen Google-Programm Screenwise sollen Chrome-Nutzer detaillierte Daten zum eigenen Surfverhalten preisgeben — im Tausch gegen einen Amazon-Gutschein.

Screenwise-User müssen eine Browser-Erweiterung installieren und bekommen dafür einen 5$-Gutschein. Nach drei Monaten bekommen sie erneut einen Gutschein über diese Summe. Maximal können Nutzer Gutscheine im Wert von 25$ erhalten.

Even though this Screenwise program is completely opt-in, some critics are bound to question why Google needs more data about web searchers and the websites they visit.

Direktlink: Google Screenwise
SEL: Google Screenwise: New Program Pays You To Give Up Privacy […]

Google plant angeblich Lieferservice

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge plant Google in den USA ins Versandgeschäft einzusteigen. Das Unternehmen befindet sich dem Bericht zufolge bereits in Gesprächen mit mehreren amerikanischen Einzelhändlern, darunter die Kaufhauskette Macy’s, die Modekette Gap und den Büroartikel-Händler OfficeMax. Angeblich soll im kommenden Jahr ein Pilotversuch in der Region um San Francisco beginnen.

Offiziell hat sich das Unternehmen bislang nicht geäußert. Ein Produktmanager sagte auf Anfrage des „Journal“ lediglich, man sei schon lange damit beschäftigt, Käufer mit Verkäufern zu verbinden.

WSJ: Google Targets Amazon’s ‚Prime‘ With 1-Day Delivery
spiegel.de: Google plant angeblich Lieferdienst

Amazon-Redesign aus SEO-Sicht

Susanne Warlich berichtet bei seo-news.de über das anstehende Redesign von Amazon für Tablets, das evtl. bereits im September / Oktober an den Start gehen soll:

Das Redesign soll Produkte in den Vordergrund stellen, die für Tabletnutzer besonders interessant sein könnten, wie z. B. Apps aus dem Amazon Appstore für Android, Kindle E-Books, digitale Spiele oder MP3s.

seo-news.de: Amazon Redesign

Empfehlungen zu SEO-Büchern

Eric Kubitz stellt bei seo-book.de fünf empfehlenswerte SEO-Bücher auf Deutsch und Englisch vor. Wer noch weitere lesenswerte SEO-Bücher kennt, kann sie im verlinkten Artikel vorstellen. Um die ganze Sache spannender zu machen, gibt’s was zu gewinnen:

Unter allen, die eine Leseempfehlung hier anfügen, die es in den Beitrag schafft (ich werde das recht kritisch auswählen und die besten hier oben ergänzen), verlose ich einen Amazon-Gutschein in Höhe von 40 Euro!

seo-book.de: SEO Literatur: Empfehlungen abgeben! (und gewinnen)

Hulu: Yahoo bietet 2 Milliarden Dollar

Yahoo ist angeblich bereit bis zu zwei Milliarden Dollar für das Streaming-Portal Hulu zu zahlen, wenn damit vier bis fünf Jahre Exklusivrechte garantiert werden können. Währenddessen sind auch Microsoft, Amazon und Google an einer Hulu-Übernahme interessiert:

Google is considered a highly likely suitor for the Web TV site. It has the cash on hand to make a multi-billion offer, and it’s very interested in selling brand ads against premium video content.

Business Insider: Inside Yahoo’s Bid For Hulu

Matt Cutts über Amazon-Ranking

Im folgenden Video beschreibt Matt Cutts, warum Produktseiten von Amazon in den SERPs oft dominieren:


(YouTube-Direktlink)

Zusammenfassung: Wie üblich redet Matt um den heißen Brei herum. Seiner Ansicht nach besetzt Amazon bei Produktsuchen die vordersten Plätze, weil es oft keine offiziellen Produktseiten des herstellenden Unternehmens gibt. Als Beispiel führt er Bücher an, die selbst von Autoren nicht auf offiziellen Seiten vorgestellt werden. Stattdessen verlinken Interessierte eben die Produktseite bei Amazon — wie bei jedem anderen Ranking ist die Anzahl der Links und qualitativ hochwertiger Content entscheidend.

Amazon startet App Store für Android

In den USA ist Amazon mit einem eigenen App Store für Android-Geräte an den Start gegangen. Deutsche Kunden müssen sich noch bis Donnerstag gedulden, erst dann soll der App-Vertrieb auch hierzulande möglich sein. Damit fällt das erste App-Geschenk für deutsche Nutzer weg: Das Spiel Angry Birds Rio gibt es nur heute kostenlos.

Anders als bei Googles hauseigenem Android Market will Amazon nur Apps anbieten, die eine Reihe von Tests durchlaufen haben. 70% des Umsatzes sollen an Entwickler gehen, während Amazon 30% einbehält.

Ob Amazons App Store auch in Zukunft so heißen wird ist bisher noch unklar. Unbestätigten Meldungen zufolge will Apple eine Markenrechtsverletzung geltend machen.

GoogleWatchBlog: Amazon startet Appstore für Android
chip.de: Amazon Appstore: Startschuss für die USA

Änderungen beim Amazon-PartnerNet

Ab dem 1. Dezember 2010 gelten neue Teilnahmebedingungen für das Amazon-PartnerNet. Soeren Eisenschmidt hat sich die Änderungen bereits angesehen und bei eisy.eu zusammen gefasst; z.B. was die Kennzeichnung als Amazon-Affiliate angeht:

Amazon verlangt vom Affiliate seit langer Zeit die Erwähnung der Teilnahme am Partnerprogramm auf der Website des Affiliates. Amazon verlangt auch, das diese Information „deutlich lesbar“ angegeben werden muss.

eisy.eu: Kennzeichnung als Amazon-Affiliate laut neuen Regeln