Google-SERPs ohne Profilbilder

Einer Ankündigung von John Mueller bei Google+ zufolge werden Autoreninformationen wie Profilbilder und Google+-Einkreisungen nicht mehr in den Suchergebnissen dargestellt. Begründet wird dieser Schritt mit einer Vereinheitlichung des Desktop- und Mobil-Designs der Google-SERPs. Der Ankündigung zufolge hat sich die Klickrate in Tests nach der Entfernung von Autorenbildern nicht geändert; der Name des jeweiligen Autors wird aber nach wie vor eingeblendet.

Er spricht auch von einer “better mobile experience”. Ich könnte mir vorstellen, dass die Ladezeit im mobilen Bereich durch die Autorenbilder stark beeinträchtigt ist.

Seoratie: Keine Autorenbilder mehr in Suchergebnissen
Internetkapitäne: Authorship-Bildchen verschwinden aus den Suchergebnissen

„Call via Hangouts“ in Google-SERPs

Einem Bericht von Alex Chitu bei Google Operating Systems zufolge zeigen Google Now-Karten sowie der Knowledge Graph klickbare Telefonnummern an, die eine Verbindung zum gewählten Unternehmen via Google Hangouts herstellen. Gespräche in die USA und Kanada sind kostenfrei — bei anderen Ländern wird der jeweilige Minutenpreis angezeigt. Von den Hangout-Verbindungen ausgeschlossen sind Service- und Notruf-Nummern.

Hier ein Beispiel für eine New Yorker Pizzeria. Bei einem Klick auf die eingeblendete Telefonnummer öffnet sich Google Hangouts:

GOS: Hangouts Integration in Google Search

Google-SERPs verlinken Musik in Apps

In den US-Suchergebnisseiten zeigt Google ab sofort In-App-Links für Songs/Bands an. Bei mobil durchgeführten Suchanfragen wie „katy perry“ wird unter „Listen on your apps“ eine Liste von installierten Applikationen angezeigt, mit denen Songs des gewünschten Musikers direkt abgespielt werden können. Zum Start steht das Feature nur in den USA und für Android-Geräte zur Verfügung; bei den unterstützten Apps handelt es sich u.a. um YouTube, Spotify und tunein.

We hope all this makes finding and exploring artists and music on Google more fun now that you can listen to the music right away.

Inside Search: Find music on Google and start playing it directly in your favorite app

Google-SERPs warnen vor falschen Redirects

Google wird ab sofort bei mobil durchgeführten englischen Suchanfragen in den USA eine Warnung einblenden, wenn die Zielseite auf die Homepage und nicht auf die angeforderte Unterseite weiterleitet.

We’d like to spare users the frustration of landing on irrelevant pages and help webmasters fix the faulty redirects.

Seitenbetreiber können Informationen zu den „Faulty Redirects“ in den Webmaster Tools einsehen. Google weist darauf hin, dass eine nicht für mobile Geräte optimierte Unterseite für Nutzer besser/relevanter sei als eine forcierte Weiterleitung zur mobil-optimierten Startseite.

GWC: Directing smartphone users to the page they actually wanted

Google Translate: Experiment dominiert Above-the-Fold

Gretus berichtet bei SEO-united.de von einem neuen Experiment des Translate-Teams, bei dem Definitionen des zu übersetzenden Wortes gleich mitgeliefert werden. Dies hat auch Auswirkungen auf die Translate-Onebox, die durch den zusätzlichen Inhalt wesentlich größer dargestellt wird. Die ausgeklappte Onebox dominiert den ohne scrollen sichtbaren Bildschirmbereich (Above-the-Fold) vollständig, so dass keine Suchergebnisse mehr in den „Suchergebnisseiten“ sichtbar sind.

Öffnet man die Onebox, verschieben sich die herkömmlichen Suchergebnisse so weit nach unten, dass fast bei jeder Standardauflösung eines Webbrowsers nichts (!) mehr anderes als die hauseigene Definition von Google zu sehen ist.

SEO-united: Google Experiment sprengt den Rahmen!
GOS: A Google Translate Experiment Shows Definitions

Google-SERPs: Quellen-Infos von DMOZ

Die in den Search-Overlays angezeigten Quellen-Infos werden einem Bericht von Barry Schwartz bei Search Engine Land zufolge nun auch aus dem Open Directory Project (DMOZ) bezogen, wenn die verlinkte Seite nicht über einen Wikipedia-Eintrag verfügt. Zuvor wurden entsprechende Overlays einfach nicht angezeigt.

DMOZ is not the most updated source of information, which is why it is interesting that Google uses this for both snippets (on occasion) and in these snippet overlays

Passend dazu hat Gretus bei SEO-united.de eine Umfrage erstellt:

Da DMOZ zumindest hierzulande lange Zeit als `abgeschrieben´ galt, möchten wir nachfolgend eine kleine Umfrage durchführen, inwieweit sich ein Eintrag in das Open Directory Project (auch) aus SEO-Sicht noch lohnt.

SEL: Google Search Results Snippet Overlay Descriptions May Use DMOZ Description
SEO-united.de: Tragt Ihr Eure Webseite noch bei DMOZ ein?

Nutzerverhalten als Promille-Rankingfaktor

Eric Kubitz hat im SEO Book einen umfangreichen Rundum-Artikel zum Thema Rankingfaktoren publiziert. Dabei geht es weniger um die Auflistung potenzieller Faktoren und mehr um „eine neue Dimension in [der] Algorithmus-Betrachtung“. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Google nicht das messbare Nutzerverhalten (Klickrate, Verweildauer, Bouncerate) als alleinigen Faktor bei der Zusammenstellung der Suchergebnisseiten heranzieht. Eric wirft dazu die These in den Raum, dass Google für den überwiegenden Teil der Webseiten eine solche Beurteilung nicht durchführen kann, da die entsprechende Datengrundlage schlicht fehlt. Bei einer Anfrage wie „SEO München“ liefert Google 1.910.000 Ergebnisse — nur 0,000523560209% davon werden auf Seite eins angezeigt.

Die URL wird – abhängig vom Suchvolumen – auf sichtbaren Positionen „getestet“. Und zwar zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Positionen. […] Besteht sie diesen Test, wird sie in den Top-10-Kader aufgenommen und anhand der User-Signale gegen die anderen Top-10 verglichen.

seo-book.de: Ranking-Faktoren, User-Verhalten und Social Signals: Wir müssen komplexer denken

Google testet PLAs nach Bewertung

Einem Bericht von Ginny Marvin bei Search Engine Land zufolge testet Google derzeit die Darstellung von Product Listing Ads nach Nutzerbewertung — sowohl qualitativ als auch quantitativ. Im konkreten Beispiel wurde nach „best coffee grinders“ gesucht, was eine auf Bewertung basierte Darstellung zur Folge hatte. In der Sidebar-Überschrift heißt es „Search for top rated coffee grinders on Google“

In the screenshot above, notice that #2 ranked Cuisinart Supreme has by far the most reviews at 312, but with a rating of 4 stars it loses out to 5-star rated Capresso Infinity which has 169 reviews.

Da nicht nur die Qualität, sondern auch die Qunatität der Bewertungen mit in das Ranking einfließt, wird das eigentlich zweitplatzierte Produkt an dritter Stelle aufgeführt.

Google hat den Test bisher nicht bestätigt. PLAs nach Bewertung scheinen zudem nur in amerikanischen SERPs aufzutauchen.

SEL: New PLA Test Spotted: Google Ranking Products By Reviews And Ratings

Produktbilder in organischen SERPs

Einem Bericht von Barry Schwartz bei Search Engine Land zufolge testet Google derzeit die Darstellung von Produktbildern in organischen Suchergebnisseiten. Im konkreten Fall tauchen Skischuhe des Anbieters evo.com im Search-Snippet mitsamt Produktbild, Preis- und Verfügbarkeitsangabe auf — bisher hat Google nur bei PLAs (Product Listing Ads) entsprechende Bilder mit angezeigt.

Google hat den Test bisher nicht bestätigt:

We asked Google for a comment but have not heard back from them about this within 24 hours. […] We have to assume Google is pulling this data via the schema markup used on the page.

SEL: Google Tests Product Images Within Organic Listings