Webmaster Tools: „Abruf wie durch Google“ mit Render-Funktion

In den Google Webmaster Tools ist die Funktion „Abruf wie durch Google“ („Fetch as Google“) um eine Render-Möglichkeit erweitert worden. Nutzer können nach Eingabe einer URL und Auswahl eines Geräts (Desktop und Mobile) sehen, wie Google die angegebene Seite rendert — mitsamt externen CSS- und JavaScript-Dateien, sofern diese nicht durch rotbots.txt-Anweisungen gesperrt wurden.

We hope this update makes it easier for you to diagnose these kinds of issues, and to discover content that’s accidentally blocked from crawling.

WCB: Rendering pages with Fetch as Google
Internetkapitäne: „Abruf wie durch Google“ Warum Google Seiten rendern möchte

Webmaster Tools bald mit JavaScript-Debugger

In den kommenden Tagen werden die Google Webmaster Tools mit einem JavaScript-Debugger ausgestattet. Dieser soll Nutzern dabei helfen, JavaScript-Fehler zu erkennen, um das Crawling durch Googlebots zu vereinfachen bzw. die Nutzererfahrung zu verbessern. Wie es in der offiziellen Ankündigung im Webmaster Central Blog heißt, hat Google in den vergangenen Monaten eine „umfangreiche Anzahl Webseiten“ mit JavaScript gerendert und ist nun zuversichtlich, ein Hilfetool zur Beseitigung von Fehlern anzubieten.

It’s hard to do that at the scale of the current web, but we decided that it’s worth it. We have been gradually improving how we do this for some time.

WCB: Understanding web pages better
SEL: Google Webmaster Tools To Add JavaScript Debugging Tool

Matt Cutts über JavaScript-Indexierung

Googles Matt Cutts hat im WebmasterHelp-Channel bei YouTube ein neues Video veröffentlicht. Es geht um die Frage, ob Seitenbetreiber die Indexierung von JavaScript- und CSS-Dateien durch Google verhindern sollten.


(YouTube-Direktlink)

Frage: Googlebot keeps crawling my JavaScript and thinking that text in my scripts refers to URLs. Can I just disallow crawling of my JavaScript files to fix that?

Zusammenfassung: Matt spricht sich entschieden gegen eine Blockierung von JavaScript- und CSS-Dateien aus. Ihm zufolge sind JavaScripts eine gute Möglichkeit für Google, um weitere Links einer Webseite zu erkennen. Die Bots führen (Java-)Skripte mittlerweile auch „regelgerecht“ aus, so dass Attribute wie nofollow erkannt und als solche auch behandelt werden.
Wenn das vom Fragesteller angesprochene Problem zu große negative Auswirkungen hat, kann unter Umständen eine einzelne JavaScript-Datei blockiert werden — generell empfiehlt sich eine solche Vorgehensweise aber nicht.

Matt Cutts über Single-Page-Websites

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt auf das Thema Single-Page-Websites ein und erläutert dabei Googles status quo in Sachen JavaScript.


(YouTube-Direktlink)

Frage: What does Google think of single-page websites? They are becoming more complex and there are some great websites using only a single page (+lots of CSS and JavaScript) bringing the same user experience as a regular website with many subpages.

Zusammenfassung: Matt sieht Single-Page-Websites als Trend an, der oft von Startups genutzt wird. Von Googles Seite aus gebe es beim Handling solcher Seiten kein Problem — nach Matts Aussage kann Google mittlerweile sehr gut auch mit JavaScript-lastigen Seiten umgehen. Dennoch empfiehlt er ausgiebige Tests, bevor das gesamte „SEO-Vermächtnis“ auf eine Single-Page-Websites übertragen wird. Der Erfolg hänge vom Thema, Design und der generellen Implementierung der Webseite ab. Wenn Designer und User gleichermaßen überzeugt sind, steht einer Single-Page-Website nichts im Wege.

Google Instant deaktiviert auf alten PCs

Jens berichtet im GoogleWatchBlog, dass das Verhalten der Instant-Suche bei älteren Rechnern nun über die Google-Einstellungen bestimmt werden kann. Wenn Google mittels JavaScript-Test eine flüssige Instant-Suche nicht garantieren kann, wird das Feature künftig automatisch deaktiviert.

Das automatische deaktivieren kann in den Settings auch wieder abgeschaltet werden. Man hat die Wahl zwischen einem aktivierten Instant, einem deaktivierten Instant und der Automatik.

GoogleWatchBlog: Google Instant Search deaktiviert sich bei Bedarf automatisch

Google arbeitet an JavaScript-Alternative

Alex Chitu berichtet bei Google Operating Systems von einem internen Google-Dokument von Oktober 2010, in dem es um die Zukunft von JavaScript geht. Dem jetzt öffentlich gewordenen Dokument zufolge arbeitet Google an einer Alternative namens Dash, die JavaScript als „lingua franca of web development“ ultimativ ersetzen soll.

[A] new language called Dash that will try to solve JavaScript’s problems, while offering better performance, the ability „to be more easily tooled for large-scale projects“ and better security features.

Eine Dash VM und ein Dash Cross Compiler könnten dem Dokument zufolge bereits Ende des Jahres erhältlich sein.

Once Dash has had a chance to prove its stability and feasibility, we are committed to making Dash an open standard with involvement from the broader web community.

Google Operating Systems: Dash, Google’s Alternative to JavaScript

Google vs. AJAX / JavaScript

Rob Ousbey beschreibt bei SEOmoz, wie man Webseiten trotz JavaScript-Content von Google durchsuchbar machen kann:

Websites that use AJAX to load content into the page can be much quicker and provide a better user experience. BUT: these websites can be difficult (or impossible) for Google to crawl, and using AJAX can damage the site’s SEO.

Rob beschreibt ein Konzept, das vor wenigen Tagen auch von Twitter übernommen wurde: „#!“ oder Hashbang:

As soon as you use the hashbang in a URL, Google will spot that you’re following their protocol, and interpret your URLs in a special way – they’ll take everything after the hashbang, and pass it to the site as a URL parameter instead.

SEOmoz: How To: Allow Google to Crawl your AJAX Content

Website-Authentifizierung mit Analytics

Mit dem neuen, asynchronen JavaScript-Snippet von Google Analytics kann man nun auch in den Webmaster Tools die benötigte Website-Authentifizierung durchführen:

Just as with all of Google Webmaster Tools‘ other verification methods, the Google Analytics JavaScript needs to stay in place on your site, or your verification will expire.

Bisher mussten Webseitenbetreiber zur Verifizierung entweder ein Meta-Tag einsetzen oder eine HTML-Datei auf den Server hochladen. Dieser Schritt entfällt mit der Analytics-Methode.

Google Analytics: New Verification Integration With Asynch

Google warnt vor Noscript-Element

Google-Mitarbeiter JohnMu hat in der Google Webmaster-Hilfe vor dem Einsatz des Noscript-Elements gewarnt, da dieses oft von Spammern genutzt wird:

One of the problems with noscript is – as others have mentioned – that it’s been abused quite a bit by spammers, so search engines might treat it with some suspicion.

Allerdings gibt er gleichzeitig Entwarnung:

If this is „just“ for comments, then that might be worth considering regardless, especially if the alternatives are much more complicated.

Search Engine Roundtable: Google Warns Against NOSCRIPT Element

JavaScript-Dateien mit Google bündeln

Anstatt für jede JavaScript-Datei einen eigenen Request zu starten, empfiehlt Sergej Müller von playground.ebiene.de die Bündelung mit Hilfe von Google:

Aktuell berücksichtigt Google die Geschwindigkeit der Webseiten als einen nicht unerheblichen Ranking-Faktor, gibt den Entwicklern aber auch ausgereifte und kostenfreie Werkzeuge für diesen Zweck in die Hände. Die Zusammenführung der JavaScript-Dateien ist eine wichtige Schraube im mächtigen Motor der Performance-Optimierung und darf daher nicht “einrosten”.

In seinem Artikel stellt Sergej die beiden Google-Dienste AJAX API Loader und Google Closure Compiler vor, um JavaScript-Requests zu reduzieren.

Artikel lesen: Webseiten-Performance: JavaScript-Dateien mit Google bündeln