FTC fordert bessere Werbe-Kennzeichnung

Gretus berichtet bei SEO-united.de unter Berufung auf Danny Sullivan von Search Engine Land, dass die amerikanische Handelskommission FTC ihre 2002 aufgestellten Richtlinien zur Kennzeichnung von Online-Werbung neu aufgelegt hat. Ein ensprechendes Schreiben wurde an Google, Bing, Blekko, AOL, Ask.com und weitere Suchmaschinen-Anbieter verschickt.

Im Kern fordern die Richtlinien eine eindeutige Kennzeichnung von Werbung. Dazu gehört laut FTC u.a. eine sich vom Webseiten-Hintergrund absetzende Hintergrundfarbe sowie akustische Hinweise bei Werbung im Zusammenhang mit Voice Search-Suchergebnissen.

Sollten sich die angeschriebenen Suchdienste wirklich daran halten müssen, dürften wir SEOs uns demnächst wieder über etwas klarer ‚erkennbare‘ SERPs freuen.

SEO-united.de: Suchmaschinen müssen Werbung besser kennzeichnen

Online-Werbung wirkt in Offline-Welt

Gretus stellt bei seo-united.de eine Studie der US-Wissenschaftler Randall Lewis und David Reiley vor, die zusammen mit Yahoo die Wirkung von Online-Werbung auf das Kaufverhalten in einer realen Handelskette untersucht haben. — Eines der zentralen Ergebnisse der Studie:

Im konkreten Fall war die durch die Werbung erzielte Umsatzsteigerung der Einzelhandleskette um das 7-fache höher als die Kosten der Werbekampagne auf Yahoo!.

Sehr interessant ist auch die Relation Views / Klicks:

78% der Umsatzsteigerung wurde über Personen generiert, welche die Anzeigen lediglich gesehen, nur 22% über Personen welche die Anzeige auch angeklickt hatten.

Zudem gaben Kunden, die zuvor Online-Werbung gesehen haben, im Durchschnitt 5% mehr aus.

seo-united.de: Onlinewerbung auch offline erfolgreich
handelsblatt.com: Wie Werbung wirkt
davidreiley.com: Does Retail Advertising Work? (PDF)

USA: +14% Ausgaben für Online-Werbung

Wie die Marktforscher von eMarketer prognostizieren, haben die Ausgaben für Online-Werbung in den USA in diesem Jahr erstmals die für Print-Werbung überholt. Einer Steigerung von 14% der Ausgaben für Online-Werbung steht ein Verlust von 8,2% bei Printwerbung entgegen (Online: 25,8 Milliarden $, Print: 22,78 Milliarden $)

[eMarketer-Chef Geoff] Ramsey zufolge habe die schlechte wirtschaftliche Lage in diesem bald ausklingenden Jahr die Verlagerung auf Online-Werbung zusätzlich beschleunigt. Diese werde von den Vermarktern zusehends als besser kalkulierbares Risiko angesehen, als Werbeanzeigen in Zeitungen.

basicthinking.de: Prognose: Ausgaben für Online-Werbung in 2010 erstmals höher als für Zeitungsanzeigen

Studie: Nur 8% akzeptieren Paywall

Die Online-Marktforscher von MediaAnalyzer haben in der Theorie bestätigt, was die britische Times bereits ganz praktisch erfahren musste: Nur 7,7% der befragten Personen würden „lieber kleine Beträge für den Internetinhalt bezahlen“ statt Display Ads zu sehen. Mehr als 90% sehen Online-Werbung hingegen als unerlässlich zur Finanzierung von Web-Content an.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: 71% der Befragten gaben an, in der Vergangenheit auf Online Werbung geklickt / reagiert zu haben. 33% haben online beworbene Artikel dann auch gekauft. Interessanterweise steigt die Anzahl der Käufer deutlich mit dem Alter der Befragten. Jüngere Menschen sehen Online-Werbung oft kritischer und ignorieren sie häufiger.

Der Kontext entscheidet über Akzeptanz: Anzeigen bei Suchmaschinen werden nur von jedem Dritten als störend empfunden. Auch auf Portalen wie spiegel.de oder bild.de wird Werbung vom Großteil der Nutzer akzeptiert, nicht aber auf Webseiten mit hohem Informationsanspruch (z.B. tagesschau.de).

MediaAnalyzer: Online-Werbung wird von 90 % der Internet-Nutzer akzeptiert