Bildersuche-Update: Weniger Traffic, mehr Spam?

Barry Schwartz verweist bei Search Engine Roundtable auf mehrere Berichte von Webmastern, nach denen das Update der Google Bildersuche zu erheblich weniger Traffic führt. Google zeigt in den SERPs Bilder in Vollgröße an — Nutzer müssen damit nicht mehr zur Originalquelle geleitet werden.

Should ‚we‘ fight back? Would it make a difference? Would blocking GoogleBot from your images matter to Google?

Die Darstellung von Bildern in Vollgröße hat bereits einen weiteren negativen Effekt aufgezeigt. Martin Mißfeldt zufolge könnten Menschen mit bösen Absichten das neue Feature dazu nutzen, um Bilder beliebig auszutauschen: Während die Thumbnails nach wie vor auf Google-Servern gehostet sind, werden die Originalbilder vom Server des jeweiligen Webmasters gehotlinkt.

Als Webmaster muss man lediglich dafür sorgen, dass das neue Bild exakt die gleichen Bildmaße hat wie das ursprüngliche. Schwubs, schon zeigt Google ein anders Bild an (siehe Beispiel bei Pascal)

SER: Webmasters Notice Decline In Google Image Search Traffic After Design Update
tagSeoBlog: Google hat massives Spam-Problem durch die neue Bildersuche

Matt Cutts über Snake Oil und Black Hat

Im neuen WebmasterHelp-Video geht Matt auf die Frage ein, was für ihn und das Spam-Team im Jahr 2012 die größte Überraschung war.

Frage: What has been the biggest surprise of 2012 for you and your spam team?

Zusammenfassung: Matt ist überrascht, mit welchen einfachen Mitteln Blackhat-Spammer heute noch erfolgreich auf Kundenfang gehen können. Nach seiner Einschätzung ist Google mittlerweile so gut im Aufspüren von Link-Netzwerken, dass Nutzer sehr viel skeptischer mit Blackhat-Produkten umgehen sollten.
Als Beispiel führt er einen allwissenden Wallstreet-Insider an, der sein „100% money back, idiot proof“-Erfolgsgeheimnis für 500 Dollar verkaufen möchte. Als potenzieller kunde sollte einem auffallen, dass solche Leute ihr „Gehemnis“ doch eher selbst nutzen würden, um Geld an der Wall Street zu machen — statt es als Zeichen der Nächstenliebe unter die Leute zu bringen. „When something looks too good to be true — it is too good to be true!“

Matt Cutts über Synonyme, Paraphrasen, Ersatzwörter und Stellvertreterwörter

Im neuen Video, Lichtspiel, Bewegtbild des Webmasterhelp-Channels bei YouTube geht Matt auf die Frage ein, ob Seitenbetreiber Synonyme einsetzen sollten bzw. ob diese einen Rankingvorteil bieten können.


(YouTube-Direktlink)

Frage: If two terms are used essentially interchangeably, does Google realize that the terms are interchangeable? Should you be trying to use both terms, or just focus on one term to get the best search engine traffic?

Zusammenfassung: Matt empfiehlt den Einsatz von Synoymen, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Seitenbetreiber es diesbezüglich nicht übertreiben sollten. Es ist wichtig, dass der Text nach wie vor natürlich und nicht gestelzt oder gar spammig wirkt. — Google verfügt über ein eigenes Synonym-Team, welches der Suchmaschine Paraphrasen beibringt. In erstaunlicher Ehrlichkeit gibt Matt zu, dass eine solche Arbeit nicht perfekt ist und Webmaster sich nicht 100%ig darauf verlassen sollten, dass Google die Stellvertreterwörter auch als solche erkennt.

SEO-Spammer: Ein hausgemachtes Problem?

Dennis Tippe hat im Blog von seo-handbuch.de eine Mischung aus Rant und Zusammenfassung des aktuellen SEO-Images veröffentlicht. Ist automatisierter Linkspam ein hausgemachtes Problem? Sind SEOs selbst schuld an ihrem oft eher zweifelhaften Image?

Das Problem bei genau solchen automatisierten Sachen ist nicht nur, dass der Bereich SEO unweigerlich in ein schlechtes Licht gerückt wird, sondern dass hier nicht selten auch zugleich nützliche Linkquellen […] unbrauchbar für alle gemacht werden.

seo-handbuch.de: Image-Problem: Schadet Linkspam der SEO-Szene?

Facebook entfernt Fake-Profile

Wie Anfang des Monats angekündigt, hat Facebook mit der massenhaften Entfernung von Fake-Profilen und -Likes über das „Integrity System“ begonnen. Maik Bruns berichtet bei den Internetkapitänen, dass es als erstes die Fanpage „Texas HoldEm Poker“ von Zynga getroffen hat: Innerhalb eines Tages hat die Seite über 100.000 Likes verloren.

Das Ende der Fahnenstange ist beim Entfernen der Profile sicher noch nicht erreicht und wird in den nächsten Tagen wohl noch für die eine oder andere interessante Zahl sorgen.

Internetkapitäne: Das große Aufräumen hat begonnen – Fake-Profile bei Facebook werden entfernt

Experiment zu Negativ-SEO

Kai Spriestersbach hat bei seokai.com die Ergebnisse seiner Negativ-SEO-Untersuchung veröffentlicht. Für das Experiment hat er zwei Domains über eine Dauer von drei Monaten „täglich mit 100 – 1.000 Links beschossen“, die jeweils auf eine einzige URL verwiesen und stets den gleichen Linktext hatten. Sein Fazit:

Diese Art von Spamlinks mag bei neuen Seiten kurzfristig etwas bringen. Aber im selben Zuge, wie derartig bespamte Black Hat Domains wieder im Ranking fallen, werden diese Links scheinbar entwertet […]

seokai.com: Negatives SEO – Kann man mit Spamlinks die Konkurrenz abschießen?

Facebook entfernt Fake-Likes

Wie Maik Bruns bei den Internetkapitänen berichtet, wird Facebook mit dem „Integrity System“ gefälschte Empfehlungen von Bots und gehackten Accounts aus dem sozialen Netzwerk entfernen.
Nach Angaben von Facebook sollen weniger als 1% aller Likes von der Änderung betroffen sein.

Doch unabhängig vom tatsächlichen Effekt sollte diese Maßnahme für Fanpage-Betreiber, die bislang geneigt waren, Likes zu kaufen, eine Warnung sein, dass künftiges Geldausgeben in dieser Richtung möglicherweise keine Wirkung mehr hat.

Ab wann das „Integrity System“ eingesetzt werden soll bzw. ob es schon aktiv ist, ist bisher noch unklar.

Internetkapitäne: Facebook kickt Fake-Likes

Patent zu Googles SEO-Spammer-Falle

Gretus verweist bei SEO-united.de auf ein Artikel von Bill Slawski, der in seinem Blog ein kürzlich an Google zugesprochenes Patent bespricht.

Das Patent beschreibt, wie Google SEO-Spammern unter Umständen „Fallen stellt“, bei denen das SERP-Ranking kurzzeitig fällt. Wenn Seitenbetreiber während dieses „Rank-Transition-Modus“ weitere zwielichtige Aktivitäten starten, wertet Google dies als Signal für unerlaubte SEO-Praktiken.

Unexpected results are bound to elicit a response from a spammer, particularly if their client is upset with the results.

SEO-united.de: Wie Google SEO-Spammer entlarvt
SEO by the Sea: The Google Rank-Modifying Spammers Patent

Blogkommentare: SEO-Brille abnehmen!

Marco Janck beschreibt bei Seonauten.com den Status Quo von Blogkommentaren, die von manchen SEOs noch immer als kostenlose Linkquelle statt als Kommunikationsmittel gesehen werden. Statt sich auf Links zu konzentrieren, sollte die SEO-Brille abgenommen und das Gesamtbild betrachtet werden. Das Bild der „SEO-Spammers“ haben SEOs laut Marco selbst verschuldet.

[Ein Kommentar] hat nicht nur einen wie immer gearteten Link zur Folge, sondern es werden bei schneller Reaktion auch Besucher auf die verlinkte Seite gezogen.

Seonauten.com: Blogkommentare – Probleme und Lösungen

Googles Spam-Klassifizierer

Marko Engelberth beschreibt in einem Blogartikel bei seosweet.de, wie Google Spam erkennt und welche Spam-Klassifizierer das Unternehmen nutzt.

Bei dieser Liste handelt es sich lediglich um die bekannteren Webspam-Methoden. Sie ist natürlich nicht abschließend aber ich hoffe, ich habe keine der gängigen Methoden vergessen

seosweet.de: Wie erkennt Google Spam