Frankreich: 1,3 Milliarden Steuerforderung an Google

Einem Bericht des GoogleWatchBlogs zufolge fordern die französischen Finanzbehörden eine Nachzahlung von 1,3 Milliarden Euro von Google.

Diese Summe ergebe sich aus Berechnungen der Finanzbehörde und sei als Gesamtzahlung (nicht nur für 2011) zu verstehen. Als Begründung werden illegale Steuertrick seitens Google angegeben.

Google hatte 2011 in Frankreich lediglich 5,5 Millionen Euro Steuern gezahlt; nach Ansicht der Finanzbehörde 145 Millionen Euro zu wenig.

Google hat die Forderung der Finanzbehörde übrigens erst einmal zurückgewiesen und bekräftigt, dass man eng mit den Behörden zusammen arbeite und sich an die geltenden Gesetze gehalten hat und auch weiterhin halten werde.

GoogleWatchBlog: Frankreich fordert 1,3 Milliarden Euro Steuernachzahlung + Googles Steuertricks

Wie Google 3,1 Milliarden an Steuer spart

Bloomberg Businessweek hat recherchiert, wie Google in Irland mit einer „Double Irish“ genannten Methode 3,1 Milliarden Dollar Steuerzahlungen spart. Im günstigsten Fall zahlt Google nur 2,4% Steuern — statt 35% in den USA. Ein Verwaltungssitz auf den Bermudas macht es möglich:

Google hat dazu Google Ireland Holdings gegründet, und dieses Unternehmen wiederum eine Tochter namens Google Ireland Limited.

Google Ireland Limited verkauft Anzeigen außerhalb der USA und Asien:

Für die Rechte, diese Anzeigen zu verkaufen, zahlt es Lizenzgebühren an seine Mutter Google Ireland Holdings, deren Verwaltung ihren Sitz auf Bermuda hat.

ZDnet: Irische Steuergesetze sparen Google 3,1 Milliarden Dollar