Matt Cutts über exotische ccTLDs

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt auf die Frage ein, was Webmaster mit exotischen ccTLDs (country code top-level domains) und Vanity-Domains machen können, um die geografische Ausrichtung zu verbessern.


(YouTube-Direktlink)

Frage: We have a vanity domain that unfortunately isn’t one of the generic TLDs, which means we can’t set our geographic target in Webmaster Tools. Is there any way to still target our proper location?

Zusammenfassung: Matt erläutert zunächst die grundlegende Problematik von ccTLDs/Vanity-Domains. Durch die Verknappung von .com-Domains müssen Unternehmen und Privatpersonen heute kreativer werden und auf URLs setzen, die zum Teil nichts mit dem Land zu tun haben, in dem sie ansässig sind. Als Beispiel führt Matt die Domain seines Namensvetters Matt Mullenweg ein, der sich ma.tt gesichert hat.
Nicht nur zwischen den Zeilen lässt sich heraushören, dass Google mit Vanity-Domains (noch) einige Probleme hat. Auch in den Google Webmaster Tools lässt sich die geografische Ausrichtung für manche Domains nicht eindeutig festlegen. Matt empfiehlt den Besitzern solcher URLs, sich an Google zu wenden. Wenn sich genügend Leute mit der gleichen Problematik melden würden, könnte Google den Schalter von „Länder-Domain“ auf „generische Domain“ umlegen.

TLD-Verteilung bei Google.de

Sören Bendig hat im Blog von SEOlytics eine Übersicht zur Verteilung von Top-Level-Domains bei deutschen Suchergebnissen veröffentlicht. Auf den ersten zehn Suchergebnisseiten bei Google.de ergibt sich folgendes Bild:

Über die Hälfte (52,7%) der Ergebnisse sind .de Domains. Mit einigem Abstand folgen .com Domains, die knapp ein Drittel (30,8%) ausmachen. Zu jeweils 4,7% bzw. 3,5% sind .org und .net Domains zu finden.

Im verlinkten Artikel werden die Daten auch mit Universal-Search-Ergebnissen verglichen. Sören wird auf der SEOkomm 2012 einen Vortrag mit dem Titel „Universal Search in Österreich – von Almdudler bis Gurktaler“ halten. Hier wird die TLD-Verteilung in österreichischen SERPs Thema sein.

SEOlytics: Analyse TLD-Verteilung in Deutschland

ICANN beschließt beliebige gTLDs

Die Internet Corporation For Assigned Names and Numbers wird künftig beliebige generische Top-Level-Domains (gTLDs) zulassen. Damit wird der Weg frei gemacht für Endungen wie z.B. .hamburg, .musik oder .seo. Sprach- und Schrift-Beschränkungen werden aufgehoben.

Die Vorbedingungen für neue gTLDs sind allerdings stark erhöht worden:

Jeder, der eine neue TLD einrichten will, muss diese als Registry betreiben und nachweisen, dass er dazu organisatorisch und technisch in der Lage ist. Zudem werden alle neuen gTLD zuvor zur öffentlichen Prüfung, in der Einwände […] erhoben werden können, veröffentlicht.

Anträge für die erste Vergaberunde neuer gTLDs (12. Januar bis 12. April 2012) kosten 185.000 US-Dollar, zudem muss eine Quartalsgebühr von 6.250 US-Dollar geleistet werden.

golem.de: Künftig kann jedes Wort eine Top-Level-Domain sein

ICANN gibt grünes Licht für .xxx

Acht Jahre hat der Streit gedauert, nun haben die Befürworter gewonnen: Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat gestern per Mehrheitsentscheidung beschlossen, die generische Top-Level-Domain .xxx für Anbieter von Erotikinhalten freizugeben.

Besorgte Eltern sollen so die Möglichkeit bekommen, 18+-Content einfacher zu filtern. Kritiker befürchten, dass mit der neuen TLD auch staatlichen Zensurmaßnahmen Tür und Tor geöffnet wird. Auch die Adult-Unterhaltungsindustrie freut sich nicht (mehr) über .xxx, da sie Zusatzkosten ohne Mehrwert befürchtet.

Search Engine Watch: XXX Gets Own Domain: For Child Protection Or Cash?