Matt Cutts übt Selbstkritik

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels bei YouTube geht Matt auf die Frage eines gewissen Barry Schwartz ein, der wissen möchte, was das Webspam-Team von Google in der Vergangenheit besser hätte machen können.


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Frage: Was there a key moment in your spam fighting career where you made a mistake that you regret, related to spam?

Zusammenfassung: Matt zufolge hat das Webspam-Team in der Vergangenheit zwei große Fehler begangen: Der Umgang mit bezahlten Links (die PageRank weitergeben) und die zögerliche Haltung bezüglich Content-Farmen. In Sachen Paid Links sieht Matt es als Versäumnis an, die Problematik nicht schon früher und konsequenter anzugehen. Matt zufolge hat das Webspam-Team erst 2006 wirklich verstanden, dass bezahlte PageRank-Links zu einer massiven Störung in der Zusammenstellung der Suchergebnisseiten führten.
Ein persönliches Versäumnis sieht Matt im Umgang mit Content-Farmen. Da eine dieser Seiten ihm selbst bei einer heiklen Situation aus der Patsche geholfen hatte, war seine persönliche Sichtweise anders als die von weiteren Google-Mitarbeitern, welche schon früher für ein strengeres Vorgehen gegen Content-Farmen plädierten. Erst nach und nach ist auch Matt überzeugt worden, dass „content machines“ in der Regel keinen Mehrwert für Google-Nutzer bringen.

Matt Cutts: Webmaster Tools mit spezifischen Meldungen

Googles Matt Cutts hat ein neues Video im WebmasterHelp-Channel bei YouTube veröffentlicht. Thema sind die Meldungen in den Webmaster Tools, die bisher oft (zu) allgemein gehalten waren.


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Zusammenfassung: Matt verspricht spezifischere Benachrichtigungen, wenn eine manuelle Webspam-Überprüfung stattgefunden hat. Als Beweggrund führt er das Beispiel einer Domain mit nahezu unzähligen Unterseiten an, die eine generische Meldung á la „etwas ist faul auf deiner Seite“ bekommen hat — mit dieser Information kann ein Seitenbetreiber schließlich wenig anfangen. Matt verspricht, dass der Inhalt der Benachrichtigungen künftig spezifischer sein wird und Beispiel-URLs beinhalten wird, auf denen das genannte Webspam-Problem nachzuvollziehen ist. Er weist aber auch darauf hin, dass es diesbezüglich gerade zu Beginn noch zu Fehlern kommen kann und auch Meldungen ohne Beispiel-URLs verschickt werden.

Matt Cutts über Spam von Mitbewerbern

Im folgenden Video aus dem WebmasterHelp-Channel bei YouTube geht Matt Cutts auf die Frage ein, wie man mit spammenden Mitbewerben umgehen sollte.


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Zusammenfassung: Bereits in der Fragestellung wird auf den allseits bekannten Unterschied zwischen Black-Hat und White-Hat-SEO eingegangen. Matt erläutert zu Beginn kurz einige Spammer-Taktiken und verweist dann auf zwei Möglichkeiten, um Webspam an Google zu melden: 1. mit einem Spam Report oder 2. öffentlich im Google Webmaster Forum. Google-Mitarbeiter und Poweruser leiten öffentliche Spam-Reports an die entsprechenden Stellen weiter.
Matt gibt zu, dass manche Spam-Taktiken auch heute noch funktionieren, verweist aber gleichzeitig darauf, dass sie in der Regel nur kurzfristigen Erfolg bringen — wenn überhaupt. Google achtet darauf, dass die Webmaster Guidelines von allen Unternehmen eingehalten werden, unabhängig von Größe, Stutus etc.

Neues Webspam-Formular von Google

Google hat das Formular zum Melden von Webspam neu aufgelegt. Die neue Version erlaubt eine bessere Dfferenzierung des gemeldeten Problems, z.B. Phishing, Malware oder bezahlte Links.

The new form’s interstitial page allows you to report these other search issues directly to the correct teams so that they can address your concerns in a timely manner.

Webmaster Central Blog: A new, improved form for reporting webspam
Direktlink: Webspam-Formular

Matt Cutts: Webspam-Aufgaben 2011

Matt Cutts erklärt vor welchen Aufgaben sein Webspam-Team in diesem Jahr steht und wie Google diese zu meistern versucht:


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Zusammenfassung: Die Hauptaufgabe für 2011 sieht Matt in „back to basics“ und meint damit eine (personelle) Verstärkung zur Bekämpfung von klassischem, offensichtlichen Webspam (Keyword-Stuffing, Blog-Kommentare etc.). Dazu soll ein „Content Based Spam Classifier“ bald an den Start gehen — weitere Infos dazu nennt Matt aber nicht.
Das zweite große Thema des Jahres sieht Matt bei gehackten Webseiten und der nach wie vor verbesserungsfähigen Kommunikation mit Webmastern. Das Problem hierbei ist, dass das Webspam-Team von Google vergleichsweise klein ist und nicht immer die Ressourcen hat, um Anfragen von Webmastern zu beantworten. Seitenbetreiber sollen künftig mehr Informationen bekommen, z.B. bei einem Reconsideration Request.