Russland: Google klagt gegen YouTube-Sperre

Google hat vor einem Moskauer Gericht Klage eingereicht, um die Sperrung eines in Russland umstrittenen YouTube-Videos aufzuheben. Seit November 2012 existiert offiziell eine „schwarze Liste“ mit Internetseiten, die von russischen Providern blockiert werden müssen. Diese Liste sollte ursprünglich zur Bekämpfung von kinderpornografischen Inhalten genutzt werden. Schon kurz nach der Einführung fanden sich auch Internetseiten von russischen Oppositionellen auf der „schwarzen Liste“.

Google ist das erste Unternehmen, das gegen die Zensurpraktiken vorgeht.

Das Unternehmen habe angedeutet, mit seiner Klage dazu beitragen zu wollen, dass die genauen Regeln der Rospotrebnadzor-Liste klargestellt werden, berichtet die BBC.

Spiegel: Google klagt gegen Russlands schwarze Liste

Matt Cutts über YouTube-Referrer-Spam

Im neuesten Video des WebmasterHelp-Channels geht Matt auf das Thema Referrer-Spam mittels YouTube-Videos ein.


(YouTube-Direktlink)

Frage: Why does a certain YouTube video appear to be visiting my blogspot blog? Take this video for example, it keeps appearing in my Blogger Dashboard as a referral. [YouTube-Link]

Zusammenfassung: Bei dem beschriebenen Vorgehen handelt es sich eindeutig um Referrer-Spam. Menschen mit unsauberen Absichten verändern den HTTP-Referrer und täuschen vor, dass Besucher über ein YouTube-Video auf die Seite des Fragestellers gelangt sind. Wenn dieser seine Besucherströme bei Google Analytics oder anderen Analyse-Tools überprüft, schaut er natürlich nach, in welchem Video er verlinkt wurde — was wiederum die Anzahl der Video-Aufrufe erhöht
Im konkreten Fall ist der Uploader des Videos wohl nicht selbst der Schuldige, sondern wurde — aus welchen Gründen auch immer — von Spammern als lohnenswertes Ziel auserkoren.

Gema reicht Klage gegen YouTube ein

Der seit Jahren andauernde Streit zwischen Google und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) geht in die nächste Runde: Am Landgericht München hat die Gema eine Unterlassungsklage gegen Google eingereicht. Hintergrund ist der bei vielen deutschen Internetnutzern bekannte Hinweis „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“ — Gema-Chef Harald Heker sieht diesen Text als „reine Stimmungsmache“ an, die Google zu unterlassen habe.

Diese Formulierung will sich die Gema nicht länger gefallen lassen. Die Verwertungsgesellschaft ist der Auffassung, dass YouTube damit den falschen Eindruck erweckt, dass die Gema kategorisch eine Lizenzierung verweigere.

WirtschaftWoche: Gema hat Klage gegen Youtube eingereicht

GEMA bricht erneut YouTube-Verhandlungen ab

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) hat die Verhandlungen mit Google über ein angemessenes Vergütungsmodell für YouTube-Videos erneut abgebrochen. Die geforderte „Per-Stream-Minimumvergütung“ von 0,375 Cent soll nun vom Deutschen Patent- und Markenamt als neutrale Stelle überprüft werden.

Google soll zudem die „willkürliche Einblendung von Sperrtafeln“ unterlassen. Diese seien laut GEMA in maßgeblichem Umfang dafür verantwortlich, die öffentliche Meinung im Google-GEMA-Streit negativ zu beeinflussen.

Sollte YouTube dieser Aufforderung nicht nachkommen, so wird die GEMA dem gesetzlich vorgesehenen Weg folgen und eine Unterlassungsklage bei dem zuständigen Gericht einreichen.

GWB: GEMA bricht Verhandlungen zu YouTube ab

YouTube-Untertitel als Rankingfaktor?

Eric Kubitz von seo-book.de geht davon aus, dass die kürzlich in Deutschland eingeführten zuschaltbaren Untertitel bei YouTube (closed captions) bereits einen wichtigen Rankingfaktor für Videos darstellen. Der Grund? Untertitel seien „ehrlicher“ als Video-Überschrift und -Beschreibung und deshalb für Google von Interesse:

Ich behaupte sogar, dass der Text in den Closed Caption relevanter sein wird als der Dateiname und der Beschreibungstext. Wieso? Weil es für Google logisch ist. Das, was sichtbar ist, spielt eine große Rolle. Alles andere sind nur Hilfskonstruktionen.

seo-book.de: Closed Caption als Rankingfaktor?

YouTube Analytics mit mehr Statistiken

Google hat das Video-Analyse-Tool YouTube Analytics um einige Features erweitert. Im Fokus des Updates steht das Zuschauerverhalten: Neu ist u.a. die genaue Angabe der Zuschauerzeit („Estimated minutes watched). Auch ein Annotations Report steht nun als Beta-Version zur Verfügung: Klick- und Schließ-Raten werden sekundengenau dargestellt.

Ebenfalls neu ist das Feature „Compare Metrics“, mit dem sich verschiedene Kennzahlen innerhalb von YouTube Analytics vergleichen lassen können. Bei Mouseover wird zudem eine Hovercard mit Video-Thumbnail angezeigt.

YouTube: YouTube Analytics now includes Time Watched, Annotation reporting, and more
GoogleWatchBlog: YouTube Analytics Update: Viewer-Zeit, Annotation-Statistiken und Vergleichswerte

Ranking-Analyse: Google vs. YouTube

Martin Mißfeldt ist im tagSeoBlog der Frage nachgegangen, welche Video-Eigenschaften in den Suchergebnisseiten von Google, YouTube und Googles Video-Suche für das beste Ranking sorgen. Dazu hat er 15 kurze Videos hochgeladen, die jeweils über unterschiedliche Keyword-Verteilung verfügen (Title, Description und Keywords) bzw. unterschiedlich oft verlinkt und kommentiert wurden.

Martins Fazit:

Teilweise überraschende Ergebnisse, finde ich. Aber: selbst wenn diese Einzelfaktoren so gewichtet sein sollten, wie es scheint: es macht heutzutage keinen Sinn mehr, nur einzelne Faktoren im Blick zu haben.

tagSeoBlog: Video-Seo-Test und Ranking-Analyse (“Rakselbag”)

Google stellt iGoogle und Video ein

Im offiziellen Google-Blog hat das Unternehmen einen kleinen Frühjahrsputz bekannt gegeben: Die Dienste iGoogle und Google Video sowie Google Mini, Google Talk Chatback und die Symbian Search App werden eingestellt.

Streamlining our services enables us to focus on creating beautiful technology that will improve people’s lives.

iGoogle wird ab dem 1. November 2013 nicht mehr zur Verfügung stehen. Nutzer können ihre Daten bis dahin zu einem anderen Anbieter wie z.B. Netvibes exportieren. Bei Google Video haben Nutzer bis zum 20. August 2012 Zeit, ihre Videos zu YouTube zu migrieren. Geschieht dies nicht, werden Videos automatisch zu YouTube verschoben, dort allerdings als „privat“ markiert.

Google Blog: Spring cleaning in summer
GWB: Das Ende von iGoogle: Fakten, Alternativen & Online-Petition

Infografik: YouTube-Ranking-Faktoren

Martin Mißfeldt präsentiert im tagSeoBlog eine Infografik, in der das Zusammenspiel der wesentlichen Ranking-Faktoren von YouTube-Videos erläutert wird. Es wird unterschieden zwischen der Stärke des YouTube-Kanals, der Relevanz (“OnVideo”), den User-Aktion und dem Social Sharing — alle Faktoren werden im verlinkten Blogartikel nochmal einzeln durchgegangen.

tagSeoBlog: Video-Seo: youTube-Ranking-Faktoren (Infografik)

Frankreich: YouTube nicht für Inhalte verantwortlich

Google Frankreich hat einen Prozess gegen den Fernsehsender TF1 gewonnen, der gegen die Veröffentlichung von eigenen Inhalten bei YouTube geklagt und 150 Millionen Euro Schadensersatz gefordert hatte.

Das französische Gericht sah nicht YouTube, sondern die jeweiligen Uploader in der Verantwortung. Die in Deutschland oft angeführte Störerhaftung sah das Gericht nicht als gegeben an. YouTube verweist beim Upload darauf, keine urheberrechtlich geschütztes Material hochzuladen und überprüft Inhalte zudem mit dem Content-ID-System.

Der Sender geht nicht nur leer aus, sondern muss Google auch noch die durch den Rechtsstreit entstandenen Kosten in Höhe von 80.000 Euro ersetzen.

Youtube-Manager Christophe Mueller beschrieb das Urteil als einen „Sieg für das Internet und all diejenigen, die sich für den Austausch von Ideen und Informationen auf das Web verlassen“.

ZDNet: Google gewinnt Youtube-Prozess in Frankreich

[via seounited]