US-Studie: Facebook bringt mehr Referral-Traffic zu Medienseiten als Google

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Das Online-Analyseunternehmen Parse.ly aus den Vereinigten Staaten hat in einer Studie herausgefunden, dass Facebook im Juli erstmals mehr Traffic auf 400 untersuchte Webseiten bringt, als alle Google Seiten, wie Google.com, Google News etc. Unter den 400 untersuchten Seiten tummeln sich Medienportale wie Reuters, Mashable und The Atlantic.

Der Anstieg beginnt ungefähr im April dieses Jahres. Zu diesem Zeitpunkt hat Facebook seinen Algorithmus umgestellt und damit den News Feed neu durchmischt. Die Analytiker von Parse.ly sehen darin einen möglichen Grund für den Traffic-Anstieg von Facebook zu den 400 untersuchten Webseiten:

Soziale Netzwerke machen im Drei-Monats-Schnitt 43% des Gesamt-Referral-Traffics der untersuchten Webseiten aus und liegen damit 5 Prozentpunkte vor dem Such-Traffic (38% des Gesamttraffics). Die restlichen 19% teilen sich RSS-Feeds, News-Aggregatoren und Andere auf:

Dass Facebook Ambitionen hat in der Medienbranche als wichtiger Kanal wahrgenommen zu werden, festigte das Unternehmen im Mai mit der Einführung der Instant Articles. Bei den Instant Articles handelt es sich um extra für Facebook aufbereitete (Kurz-)Artikel, die keinen weiterführenden Klick auf das Online-Angebot des betreffenden Nachrichtenportals mehr benötigen. Bisher sind in Deutschland BILD und SPIEGEL ONLINE als Partner an Bord.
Doch scheinbar veröffentlichen noch genug weitere Nachrichtenportale Teaser-Artikel auf Facebook, die den Leser dann auf die eigene Seite lenken. Und nicht nur das: Laut Business Insider stammt ein Teil des Facebook-Traffics aus Facebook Ads, also den bezahlten Anzeigen bei dem sozialen Netzwerk. So hat Facebook nicht nur Google als Traffic-Lieferant überholt, sondern verdient sogar noch daran.


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