Wird so die Krise abgewendet?: Google startet neue AdWords-Formate

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Ende April hat Google die Quartalszahlen aus dem ersten Quartal 2015 veröffentlicht, wir berichteten. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12%. Das war jedoch kein Grund zum Jubeln, denn die Werbeerlöse waren im Vergleich zum Vorquartal erneut rückläufig, wodurch sich ein kontinuierlicher Abwärtstrend abzeichnete. Analysten sehen den Grund dafür im steigenden mobilen Werbegeschäft, in welchem Google noch nicht so profitabel ist, wie im Geschäft mit der Desktop-Werbung. Die Online Marketing Rockstars sehen gar eine Google-Krise: Denn noch immer macht Google den Löwenanteil von 90% der Umsatzes mit Werbung – die restlichen 10% sind „andere Erlöse“, wie beispielsweise Hardware und Anteile an App- und Musikverkäufen im Play Store. Und wenn der Desktop-Werbemarkt nun langsam aber sicher wegbricht, ist eine Krise nicht mehr abzuwenden.

Gestern veröffentlichte Google dann im Inside AdWords Blog einen Artikel mit dem Titel „Building für the next moment“ – und gab damit neue Werbeformen bekannt, die allesamt auf Smartphone-Screenshots vorgestellt werden. Mit Automobil- und Hotelwerbung im Großformat und großen Bildern, sowie Preisvergleichen für Immobilien-Hypotheken soll die Werbung zeitgemäßer werden.

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Quelle: Google

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Quelle: Google

Die Neuerung basieren, laut Google, auf Nutzerwünschen. Für Werbetreibende soll es auch neue Funktionen geben, etwa sollen Conversions auch über einen Gerätewechsel hinaus verfolgt werden können:

New consumer paths to purchase make it more important than ever for marketers to measure activities that start on one device and are completed on another. Later this year, you’ll be able to take action on these insights when cross-device conversions are integrated into automated bidding. This is part of a broader update that will give you the option to include cross-device conversions as part of the Conversions column.

Das könnten erste Schritte von Google sein, um sich für den kommenden Umschwung bereit zu machen. Was denkt ihr? Was könnte Google noch unternehmen, um die Werbeeinnahmen im mobilen Sektor zu erhöhen?


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  1. […] Wie wir vor zwei Wochen berichteten, startete Google auch offiziell neue mobile AdWords Formate, unter anderem für Automobile und Hotels. Letzte Woche gab das Unternehmen bekannt, dass in den USA auch Pizzabestellungen direkt in den SERPs möglich wären. Somit besetzt Google immer mehr auch den Retail-Markt, insbesondere im mobilen Suchgeschäft. Da ja, laut internen Google Studien, bereits in weltweit 10 Ländern mehr Suchanfragen über Mobilgeräte erfolgen, als über Desktop-Geräte, ist dies nur ein nachvollziehbarer Schritt. So erklärt sich das Unternehmen auch in diesem Fall: Da immer mehr Menschen mobil surfen, will Google das Einkaufserlebnis so schnell und einfach wie möglich gestalten. So müssen Google-Nutzer keine Umwege mehr über datenhungrige und schlecht optimierte Händler-Websites machen, sondern können auch mit schmaler Bandbreite einen Kauf direkt über die schlanke Google-Variante abwickeln. Allerdings besteht noch eine Hürde in dieser Zukunftsvision: Die Apps von Amazon und Co. Welche Vorteile hat die Google-Lösung gegenüber diesen Apps? Was denkt ihr? […]

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