SES: SEO Mythen unter Beschuss

von Andreas am 25. November 2009

In diesem Panel mit den illustreten Rednern wie Marcus Tandler, Johannes Beus, Alan Webb und Heiko Eckert werden die noch immer im Web kursierenden SEO-Mythen behandelt. Was stimmt tatsächlich, was stimmt nicht. Den Mythen geht es an den Kragen. Mythbusters lets got! Moderiert wird die Session von David Radicke, der versuchte den Mythos via einer geschichtsträchtigen Definition historisch zu belegen. Die Runde fand einmal mehr in einer Art  Frage und Antwortspiel statt. Nach einer kurzen Vorstellung der Leute, die hier für unsere Leser überflüssig sein dürfte, stellt jeder SEO des Panels seinen Lieblingsmythos vor.

Lets get busted!

Sistrix begannn mit dem Mythos, dass eine Wertigkeit einer URL von der TLD abhängt. Johannes beschrieb hierbei, dass es völlig irrelevant sei, unter welcher TLD eine Website gelistet ist. Also laut Johannes ist es irrelevant, ob .de oder.com. Wichtiger als die TLD sind die Links! Erster Mythos gebusted!

Danach kam Alan Webb von Abakus zu Wort und stellte den Mythos der Keyworddichte bloß. Ein fiktiver Wert von 3,75% des Keywords in einem Text sei völlig daneben.Es sei nicht so wichtig, was wie oft ein Key auf einer Seite zu finden ist. Wiederum erachtet er anstelle der Textoptimierung die Offpageoptimierung als viel wichtiger. Wen wundert es noch. Keyworddichte? Busted! Beispiel von Alan Webb war die Suchanfrage ” seite verlassen”. Kein Wort im Text der ersten beiden Platzierungen beinhaltet das Keyword “Seite verlassen”.

Dritter Mythos, der erneut durch Alan gebusted wurde war, dass die reine Quantität der Links über das Ranking entscheidet. Nope, nicht Quantität entscheidet, sondern die Qualität der Links. Also lieber wenige Links, aber dabei hochwertige. Auch nicht ein wirklich unerwarteter Mythos.

Nur Textlinks bringen was für das Ranking. Auch dieser Mythos wurde durch Herrn Webb entmythifiziert. Imagelinks, belanglose Linktexte, URLS als Anchors usw. sind genauso wertvoll, wie eure ermittelten Headkeys. Also auch mal mit Hier, mit nem Bild oder einfach der URL verlinken.

Ein weiterer gebusteter Mythos, der von Heiko Eckert enttarnt wurde, waren sprechende URLs. Diese sollen nicht direkt das Ranking, jedoch auf sekundärer Ebende die SERPS beeinflussen. (URL als Keyword / CTR-Rate). Also dieser Mythos wurde nicht wirklich widerlegt. Jedenfalls für mich. Klar, dass es keinen direkten Zusammenhang über talking urls gibt, aber benutzen würde ich sie dennoch.

Marcus machte sich ans Google-Bowling. Er sagt dass es zwar exisitiert, aber nur äußerst schwer zu realisieren sei. Vor allem starke Seiten kann man kaum aus dem Index von Google kicken. Bei schwachen Seiten ist es aber, so der Herr Tandler, wahrhaftig möglich. Also Fazit von Marcus: Extrem schwer, aber machbar. Ok, nicht gebusted.

Weitere Mythen kamen aus dem Publikum

So wollte ein Besucher wissen, wie er eine geschickt interne Verlinkung für eine gößere Seite, mehr als 2 Mio, Unterseiten, am Besten intern verlinkt. Noindex, nofollow usw? Das Panel war etwas geteilter Meinung. Marcus sagte, einfach keine Gedanken hierzu zu machen. Johannes war dabei etwas diffiziler bzgl. seiner Meinung und machte eine interne Verlinkung von den Inhalten und deren Gewichtung für die Website abhängig. Eine Themenseite, sollte im Idealfall ein Hybrid aus einer statischen Seite und einer dynamischen Seite darstellen. Also schwer zu sagen.

Entscheidet der PR über den Traffic und bringt ein gekaufter PR 9 auch eine Vererbung des Trusts? Also Johannes beantwortete die Frage mit einer zwispältigen Antwort. Wenn man an einen PR9 Link kommen kann, dann sollte man immer zugreifen, da diese Seite auch einen sehr guten Trust bei Google genießt. Verallgemeinern lässt sich jedoch die Aussage nicht, dass ein hoher PR auch für guten Trust sorgt. Man muss sich genau ansehen, wie die Seite rankt, welche weiteren Faktoren vorhanden sind, Aber es wäre laut Johannes schon so, dass Seiten mit hohem und sehr hohem PR generell mehr Besucher verzeichnen.

Ein weiterer Mythos der Session der gebustet wurd, waren die 1000 mal durchgekauten Metakeywords. Naja, wer von euch gibt die Antwort in den Kommentaren? Ich bins Leid zu schreiben. Gut, ist ja mein Job. Also Metakeys bringen NIX, Null, nichts nada. Fertig!

Gegen Ende der Session kamen dann recht viele Fragen auf, mit denen sich das Panel konfrontiert sah. So wurden besipeilsweise gefragt, in wie weit Google Ajax bzw Javasript exakt gecrawlt bzw.indexiert wird. Konvolut kam man hierbei zu dem Schluss, dass Google bzw. der Crawler durchaus Probleme mit Java hat, obwohl Google anderes behauptet. Also man sollte auf jeden Fall eine saubere Programmierung  des Scripts gewährleisten. Auch wurde verdeutlicht, das für Google der Rechenaufwand für Flash, Ajax/Java ungleich höher ist, als wenn man eine html Seite auslesen würde.

Revisit-after-Tag: Funktioniert das noch? Nein, dieser Tag funktioniert heutzutage nicht mehr. Dagegen sollte das unavailable after Tag durchaus funktionieren und sollte bei Bedarf ruhig angewendet werden..

Das war es im Großen und Ganzen von den Mythbusters der SES-Berlin. Es war eine sehr angenehme Session, die durchaus motivierend auf das Publikum einwirkte. Viele Fragen, jeden Falls mehr als sonst wurden gestellt und viele Antworten geleifert. Nett und Kompetent.

4 Kommentare zu "SES: SEO Mythen unter Beschuss"

[...] es ging – wie Andreas von SEO.at berichtet – gleich ziemlich zur [...]

Schluss mit SEO-Mythen | REDUXO am 26. November 2009

[...] (via SEO.at) [...]

Laberwurschd am 27. Dezember 2009

Bitte den Artikel sprachlich gründlich überarbeiten. So kann man den ja nicht verlinken!

Struppi am 27. Dezember 2009

Java != Javascript

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